Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Gesundheit von Mensch & Tier
26. November 2014

„Dürfte Ihr Kind mit HIV-positiven Kindern spielen?“ „Würden Sie zu einem HIV-positiven Arzt gehen?“ Diese und weitere Gewissensfragen werden zum diesjährigen Weltaidstag am 1. Dezember aufgeworfen.

Genau diese Fragen sind entscheidend dafür, dass Menschen mit HIV nicht diskriminiert werden. Darum geht es heuer beim Welt-Aids-Tag. Infizierte Menschen, die in medizinischer Behandlung sind, haben heute die gleiche Lebenserwartung wie gesunde Menschen, können arbeiten und Familien gründen, ohne dabei das Virus zu übertragen. Angst im Umgang mit HIV-Positiven ist unbegründet und nur auf Unwissenheit zurückzuführen. Bereits in der Schule werden die Jugendlichen über HIV und Aids aufgeklärt, lernen die Übertragungswege kennen und wie man sich und andere schützen kann.


Weltweit leben etwa 35 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2,1 Millionen kommen pro Jahr hinzu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. In Deutschland gab es im Jahr 2013 ca. 3.300 HIV-Neudiagnosen, 10 % mehr als in den Vorjahren. Diese Zunahme bedeutet, dass HIV trotz der deutlich besseren Therapiemöglichkeiten keinesfalls in Vergessenheit geraten darf.


Nach wie vor wichtig ist der HIV-Test. Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, sollte ihn unbedingt machen lassen. Denn nur wer von seiner Infektion weiß, kann für den Schutz anderer sorgen und sich selbst gezielt behandeln lassen.


Das Landratsamt Berchtesgadener Land - Gesundheitsamt bietet ganzjährig die Möglichkeit, sich kostenlos und anonym testen und gegebenenfalls beraten zu lassen. Eine Anmeldung ist unter der Telefonnummer +49 8651 773 801 jederzeit möglich. 

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