Hochwasserschutz, Überschwemmung

Hochwasserereignisse sind Naturerscheinungen, die vom Menschen nicht verhindert werden können. Jedoch kann man sich auf die Folgen der Hochwasser- und Starkregenereignissen vorbereiten. Dies beginnt bereits bei jedem selbst (Eigenvorsorge). Zudem haben die Kommunen im Rahmen der Bauleitplanung die Belange des Hochwasserschutzes entsprechend zu würdigen. Darüber hinaus hat die Wasserwirtschaftsverwaltung die Aufgabe, Überschwemmungsgebiete als Informationsgrundlage für Private als auch Kommunen zu ermitteln. Des Weiteren können durch Wasserwirtschaftsverwaltung oder Kommunen (im jeweiligen Zuständigkeitsbereich) entsprechende Ausbau- und Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt werden.


Hochwasserschutzmaßnahmen erfolgen nur zu einem gewissen Schutzstandard (in Bayern ein Hochwasser, das statistisch betrachtet einmal in 100 Jahren auftritt (HQ100) + Klimazuschlag von 15 %, um die durch den Klimawandel induzierten Veränderungen abzupuffern). Einen absoluten Schutz vor Überschwemmungen gibt es dadurch jedoch auch nicht.


Der Hochwasserschutz gehört zu den elementaren Aufgaben des Staates zur Sicherung der menschlichen Daseinsvorsorge.


Wichtige Voraussetzung ist ein Überschwemmungsflächenmanagement, um Überschwemmungsgebiete freizuhalten, angepasst zu nutzen und Hochwasserwellen zu dämpfen.


Neben der Wasserrückhaltung in der Fläche müssen bebaute Gebiete und wichtige Infrastruktureinrichtungen durch technische Anlagen, wie Deiche, Mauern, Flutmulden und Rückhaltebecken, geschützt werden.