Bildungsregion Berchtesgadener Land

Seit Dezember 2016 ist der Landkreis Berchtesgadener Land offiziell „Bildungsregion“ und verschiedenste Akteure beteiligen sich, um den Landkreis in Bildungsthemen fit zu machen und allen Bewohnern die bestmöglichen Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen.


Der Landkreis hat bereits in der Vergangenheit einen Schwerpunkt auf das Kernthema „Bildung“ gelegt und stellt für alle Landkreisbürgerinnen und -bürger ein für alle Altersgruppen breitgefächertes und qualitativ hochwertiges Bildungsangebot bereit. Mit der Teilnahme an der bayernweiten Initiative „Bildungsregion“ soll das bestehende Bildungsangebot verbessert und weiter vernetzt werden. Es gilt neue Angebote zu entwickeln und Bildungsangebote zu sichern. Damit soll nicht nur die Zukunft junger Menschen durch entsprechende Schulbildung verbessert werden, das Thema Bildung betrifft alle Generationen, sei es im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung oder auch Umweltbildung, Angebote zur Familienbildung, Musischen Bildung in der Freizeit. Auch Bildungsangebote für Neuzugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund werden in Aktionen und Projekten aufgegriffen.


Die Herausforderungen im Bildungsbereich durch den demographischen und gesellschaftlichen Wandel machen sich auch im Berchtesgadener Land bemerkbar. Daher gehen wir mit den Akteuren vor Ort gemeinsam die regionalen Herausforderungen an und entwickeln Lösungen für den Landkreis. Unsere Leitideen sind dafür: „Kein Kind ohne Schulabschluss – kein Abschluss ohne Anschluss – Stärken stärken“.  Die Basis sind wohnortnahe Angebote und die Ausschöpfung des Potentials, das unser Landkreis bietet. Bildung soll nachhaltig aufgebaut werden und vor allem bedarfsgerecht sein, das lebenslange Lernen begleiten und der individuellen Persönlichkeitsentwicklung verhelfen.

Häufig gestellte Fragen

Der Landkreis Berchtesgadener Land ist seit Dezember 2016 offiziell „Bildungsregion“ und beteiligt sich damit an der Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, um durch eine verbesserte Vernetzung und Kooperation der regionalen Bildungsakteure optimierte und abgestimmte Vor-Ort-Angebote zu entwickeln. Mit dieser Initiative soll vor allem die Durchlässigkeit des bayerischen Bildungssystems „von der Kinderfrühförderung hin zum erfolgreichen Hochschulabschluss“ verbessert werden, um die Zukunft der jungen Menschen in der Region mit einem passgenauen Bildungsangebot zu sichern und ihnen somit die Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen.


Die administrative Verwaltung bzw. Koordination des Entwicklungsprozesses im Landkreis liegt beim Büro des Landrats, Projekt Bildungsregion. Ein Projektkoordinator ist im „Bildungsbüro“ zuständig.


Überörtlich unterstützt wird die Landkreisverwaltung hierbei von der Regierung von Oberbayern sowie der Konferenz der Schulaufsicht.

Wie sieht die Struktur der „Bildungsregion“ aus?

Beim Landratsamt ist in einer Koordinierungsstelle eine Ansprechpartnerin eingesetzt, die mit der Organisation und Koordination der Aufgaben betraut ist. Gemeinsam mit Bildungsakteuren aus sämtlichen Bildungsbereichen sollen Bildungsangebote vor Ort optimiert und vernetzt werden. Dieses „Bildungsbüro“ ist für die Organisation, Information, Vernetzung, Unterstützung und Mittelakquise für die Projekte der Bildungsregion verantwortlich.


Arbeitskreise bzw. Projektgruppen werden bei Bedarf für die spezifische Bearbeitung einzelner Themen eingesetzt. Diese ergeben sich aus den Handlungsempfehlungen gemäß der 5 Themensäulen. Als Entscheidungsgremium ist ein Lenkungsgremium („Lenkungsgruppe“) eingesetzt, das die Grundsatzentscheidungen trifft.

Die 5 Säulen in einer Bildungsregion haben folgende Themeninhalte:

Säule 1: Übergänge organisieren und begleiten

Säule 2: Schulen in die Region öffnen: Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen

Säule 3: Kein Talent darf verloren gehen – Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen

Säule 4: Bürgergesellschaft stärken und entwickeln – Beitrag von Jugendhilfe einschließlich Jugendarbeit, Ganztagsangeboten und generationenübergreifendem Dialog

Säule 5: Herausforderung des demographischen Wandels annehmen  


Aus den Handlungsempfehlungen der Säulen ergeben sich Projektthemen, die Akteure und Experten arbeiten dazu in „Projektgruppen“ zusammen.


Wer mitarbeiten möchte, meldet sich gerne bei der Koordinatorin Bildungsregion Katharina Heyking unter der Telefonnummer +49 8651 773 882 oder per e-Mail katharina.heyking(at)lra-bgl.de.

  • Informationen zur Initiative und Aktuelles, Ansprechpartner und Veranstaltungshinweise  sind auf der Website des Landratsamts unter dem Stichwort "Bildungsregion" zu finden.
  • Ein „internetbasiertes Bildungs- bzw. Chancenportals“ für das Berchtesgadener Land soll umfassend zu Bildungschancen und -möglichkeiten im Landkreis informieren (momentan im Aufbau).
  • Ein jährlich stattfindender „Bildungsgipfel“ für das Berchtesgadener Land soll etabliert werden und zur besseren Vernetzung der Bildungsakteure dienen (als Fortsetzung der Dialogforen).
  • Die Einführung eines „Rundbrief-Systems“ dient der schnellen Weiterleitung von Informationen sowie als Maßnahme einer nachhaltigen Vernetzung aller Akteure.

Wenn sich Schulen und andere Institutionen noch besser vernetzen, wird die Betreuung der Kinder und Jugendlichen, aber auch aller Bildungsinteressierten im Landkreis, stetig verbessert. Alle Akteure bilden gemeinsam ein Bildungsnetz für die Region, in dem Jeder seinen individuellen Weg gehen, aber auch Keiner durch das Netz fallen kann.


Genau darin besteht der Mehrwert einer Bildungsregion:

Diese Region bietet vor allem jungen Menschen bestmögliche Bildungschancen und sorgt so für ausreichend qualifizierte Nachwuchskräfte für die regionale Wirtschaft.

Der Landkreis Berchtesgadener Land beteiligte sich seit 27. Mai 2014 (Durchführung des 1. Dialogforums) an der Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Insgesamt haben im Zeitraum Juni 2014 bis April 2015 ca. 150 Personen, darunter auch Vertreter der Kommunen, Jugendhilfe, Bildungsträger, Arbeitsverwaltung, regionalen Wirtschaft und weiterer außerschulischer Organisationen, in fünf Arbeitskreisen bzw. Unterarbeitskreisen sehr engagiert gearbeitet.


In mehr als 40 Sitzungen haben sie zunächst eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in den jeweiligen Themenfeldern durchgeführt. Der Schwerpunkt der AK-Arbeit lag aber in der Verortung und Darstellung von geeigneten Handlungsempfehlungen bzw. Umsetzungsmaßnahmen, die eine qualitätssichernde bzw. -optimierende Wirkung in den einzelnen Themenfeldern bzw. Bildungsangeboten zukünftig auslösen können.


Im 2. Dialogforum am 1. Oktober 2015 wurden der von den Arbeitskreisen und der Landkreisverwaltung erarbeitete Ergebnisbericht und in erster Linie die darin enthaltenen wichtigsten Handlungsempfehlungen und Umsetzungsschritte der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Teilnehmer verabschiedeten dabei einstimmig den vorgestellten Ergebnisbericht und sprachen sich ebenfalls ohne Gegenstimme für eine Bewerbung zur offiziell anerkannten Bildungsregion aus.


Der Kreistag des Berchtesgadener Landes hat in seiner Sitzung am 11. Dezember 2015 ebenfalls einstimmig die Fertigstellung und Einreichung der offiziellen Bewerbungsunterlagen zur „Bildungsregion in Bayern“ sowie die Umsetzung des entsprechenden Maßnahmenplans ab 2016 beschlossen. Am 21. Dezember 2016 wurde dann das Siegel durch Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle in München verliehen.