Der Landkreis Berchtesgadener Land beteiligt sich seit 27. Mai 2014 (Durchführung des 1. Dialogforums) an der Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, um durch eine verbesserte Vernetzung und Kooperation der regionalen Bildungsakteure optimiert-abgestimmte Vor-Ort-Angebote zu entwickeln.  

 

Mit dieser Initiative soll vor allem die Durchlässigkeit des bayerischen Bildungssystems „von der Kinderfrühförderung hin zum erfolgreichen Hochschulabschluss“ verbessert werden, um die Zukunft der jungen Menschen in der Region mit einem passgenauen Bildungsangebot zu sichern und ihnen somit die Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen.


Die administrative Verwaltung bzw. Koordination des Entwicklungsprozesses im Landkreis liegt beim Büro des Landrats, überörtlich unterstützt wird die Landkreisverwaltung hierbei von der Regierung von Oberbayern sowie der Konferenz der Schulaufsicht.


Insgesamt haben im Zeitraum Juni 2014 bis April 2015 ca. 150 Personen, darunter auch Vertreter der Kommunen, Jugendhilfe, Bildungsträger, Arbeitsverwaltung, regionalen Wirtschaft und weiterer außerschulischer Organisationen, in fünf Arbeitskreisen bzw. Unterarbeitskreisen sehr engagiert gearbeitet.


In mehr als 40 Sitzungen haben sie zunächst eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in den jeweiligen Themenfeldern durchgeführt. Der Schwerpunkt der AK-Arbeit lag aber in der Verortung und Darstellung von geeigneten Handlungsempfehlungen bzw. Umsetzungsmaßnahmen, die eine qualitätssichernde bzw. -optimierende Wirkung in den einzelnen Themenfeldern bzw. Bildungsangeboten zukünftig auslösen können.

 

Die 5 Arbeitskreise haben folgende Themeninhalte:

  1. Übergänge organisieren und begleiten

  2. Schulen in die Region öffnen: Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen

  3. Kein Talent darf verloren gehen – Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen

  4. Bürgergesellschaft stärken und entwickeln – Beitrag von Jugendhilfe einschließlich Jugendarbeit, Ganztagsangeboten und generationenübergreifendem Dialog

  5. Herausforderung des demographischen Wandels annehmen  

 

Im 2. Dialogforum am 1. Oktober 2015 wurden der von den Arbeitskreisen und der Landkreisverwaltung erarbeitete Ergebnisbericht und in erster Linie die darin enthaltenen wichtigsten Handlungsempfehlungen und Umsetzungsschritte der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Teilnehmer verabschiedeten dabei einstimmig den vorgestellten Ergebnisbericht und sprachen sich ebenfalls ohne Gegenstimme für eine Bewerbung zur offiziell anerkannten Bildungsregion aus.


Der Kreistag des Berchtesgadener Landes hat in seiner Sitzung am 11. Dezember 2015 ebenfalls einstimmig die Fertigstellung und Einreichung der offiziellen Bewerbungsunterlagen zur „Bildungsregion in Bayern“ sowie die Umsetzung des entsprechenden Maßnahmenplans ab 2016 beschlossen.

Häufig gestellte Fragen

Teilnehmer aus den ehemaligen fünf Arbeitskreisen oder deren Unterarbeitskreisen werden in der Umsetzungsphase ab 2016 für eine vertiefende Bearbeitung einzelner Themen wieder in neuen Projektgruppen zusammenkommen. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, wenden Sie sich bitte an die Kontaktperson.

Als Entscheidungsgremium wird ein Lenkungsgremium eingesetzt, das in der Folge die Grundsatzentscheidungen trifft.


Zudem wird eine Koordinierungsstelle/Geschäftsstelle der Bildungsregion Berchtesgadener Land am Landratsamt geschaffen. Dieses „Bildungsbüro“ ist für die Organisation, Information, Vernetzung, Unterstützung und Mittelakquise für die Projekte der Bildungsregion verantwortlich.


Arbeitskreise bzw. Projektgruppen werden bei Bedarf für die spezifische Bearbeitung einzelner Themen eingesetzt.

Es sind vor allem folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • der Aufbau eines „internetbasierten Bildungs- bzw. Chancenportals“ für das Berchtesgadener Land
  • die Etablierung eines jährlich stattfindenden „Bildungsgipfels für das Berchtesgadener Land“ zur besseren Vernetzung der Bildungsakteure (= Fortsetzung der Dialogforen)
  • die Einführung eines „Newsletter-Systems“ zur schnellen Weiterleitung von Informationen sowie als Maßnahme einer nachhaltigen Vernetzung aller Akteure