Wespen & Hornissen

Wespen und Hornissen gehören zu den geschützten Tierarten. Sie werden aber auch oft als lästig, manchmal als bedrohlich empfunden.

 

In diesem Zusammenhang ist interessant zu wissen, dass von den acht heimischen Völker bildenden Wespenarten nur zwei Arten an menschliche Nahrung fliegen: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Die anderen Wespenarten – dazu gehört auch die Hornisse - werden nicht von unserem Essen angelockt. Sämtliche Wespenarten leben in Völkern, die nur den Sommer überdauern.


Nach der Bundesartenschutzverordnung gehören Hornissen, Wildbienen und Hummeln zu den besonders geschützten Tierarten. Es ist deshalb nach dem Bundesnaturschutzgesetz ( § 44 Abs. 1 Nr. 1) verboten, bewohnte Nester dieser wild lebenden Tierarten zu zerstören. Auch für nicht geschützte Arten gilt der allgemeine Schutz wild lebender Tiere, wonach diese nicht mutwillig getötet und ihre Lebensstätten nicht ohne vernünftigen Grund zerstört werden dürfen.


Lässt sich ein Hornissenvolk an einer kritischen Stelle nieder und das Nest soll entfernt oder umgesiedelt werden, muss dazu eine Ausnahmegenehmigung bei der unteren Naturschutzbehörde eingeholt werden. Normalerweise lässt sich mit Hornissen gut auskommen, da sie dem Esstisch fernbleiben und nur wenige Monate zwischen Juni und Oktober aktiv sind. Beim ersten Frost sterben alle Hornissen eines Nestes bis auf einige Königinnen ab. Sie überwintern in hohlen Bäumen, um im folgenden Jahr wieder ein neues Volk aufzubauen. Die Nester werden im nächsten Jahr nicht mehr genutzt, ebenso wie bei den Wespen. Hornissen gelten als natürliche Feinde von Wespen, Bremsen und Stechmücken. 


Bei Problemen mit Hornissen und Wespen stehen im Landkreis Berchtesgadener Land Berater zur Verfügung, die sich die Situation vor Ort ansehen und versuchen, eine praxisnahe Lösung herbeizuführen.


Die Vermittlung dieser Berater erfolgt über die genannten Ansprechpartner im Landratsamt Berchtesgadener Land, die auch für Auskünfte zum Thema Hornissen und Wespen zur Verfügung stehen.