Die Berchtesgadener Landesstiftung ist eine durch das Bayerische Staatsministerium des Inneren im Einvernehmen mit den Staatsministerium für Unterricht und Kultus und der Finanzen mit Urkunden vom 06. August 1960 Nr. I A 4 – 539 – 4 B/20 errichtete rechtsfähige kreiskommunale Stiftung des öffentlichen Rechts.    

 

Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige und wohltätige Zwecke im Landkreis Berchtesgadener Land auf materiellem, geistigem und sittlichem Gebiet. Sie fördert besonders die Gesundheitsfürsorge, die Krankenpflege, die Erziehung, das Schulwesen und die Pflege des Heimatgedankens. Die Stiftung wird durch den Stiftungsrat verwaltet. Ihm gehören zwei Vertreter des Freistaates Bayern, der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Steuern, der Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land und ein weiterer vom Kreistag Berchtesgadener Land gewählter Vertreter an.  

 

Die Geschäftsführung der Stiftung obliegt dem Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land, der Vorsitzender des Stiftungsrates ist. Die Stiftungsaufsichtsbehörde ist die Regierung von Oberbayern.  

 

Das Vermögen besteht in einem dinglichen Nießbrauchsrecht am Kehlsteinhaus, an den Kehlsteinstraßen und an der Dokumentationsstelle am Obersalzberg, das der Freistaat Bayern der Stiftung zugewendet hat.  


Nach § 2 der Satzung der Berchtesgadener Landesstiftung sind die Erträge des Stiftungsvermögens sowie etwaige sonstige Zuwendungen ausschließlich für den Stiftungszweck zu verwenden. Ihre Verwendung zur Erfüllung von Pflichtaufgaben des Landkreises Berchtesgadener Land ist unzulässig.  


Die Einnahmen fließen hauptsächlich aus der Verpachtung der vom Freistaat Bayern der Stiftung zum Nießbrauch überlassenen Anlagen (Kehlsteinhaus mit Aufzug, Kehlsteinstraße).  

 
Pächter ist der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee, der den Wirtschaftsbetrieb im Kehlsteinhaus einem Unterpächter überlassen hat.