Wegebau

Für eine nachhaltige und sachgemäße Bewirtschaftung sowie zur Pflege und zum Schutz der Wälder ist eine bedarfsgerechte und naturschonende Erschließung notwendig. Da die Anlage von Waldwegen Auswirkungen auf den Naturhaushalt, auf das Landschaftsbild und die Erholungsfunktion des Waldes haben kann, ist der Waldwegebau auch auf seine Naturverträglichkeit hin zu prüfen. Der Wegebau mit angefallenen Bau- und Abbruchabfällen ist nur als Abfallverwertungs-Maßnahme und nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen zulässig.

 

Grundsätzlich ist die Anlage von Waldwegen nach dem Naturschutzrecht genehmigungsfrei. Bei Planung und Bau sind vom Bauherren die Regelungen der gemeinsamen Gemeinsame Bekannmachung der Bayerischen Staatsministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie für Umwelt und Gesundheit zum Thema "Waldwegebau und Naturschutz" zu beachten.


Da der Wegebau auch über die Forstverwaltung gefördert werden kann, sollte eine fachliche Beratung beim zuständigen Privatwaldbetreuer des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein in Anspruch genommen werden.

Besondere Regelungen

Im Alpengebiet (im Landkreis Berchtesgadener Land südlich der Autobahn A8) ist der Bau aller befahrbaren Straßen und Wege anzeigepflichtig. Die Anzeige ist mindestens drei Monate vor Baubeginn bei der unteren Naturschutzbehörde einzureichen.


Findet der Wegebau in einem Schutzwald gem. Art 10 Bayerisches Waldgesetz statt, so ist eine Rodungserlaubnis einzuholen. Diese ist beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein zu beantragen. Im Prüfungsverfahren wird die Naturschutzbehörde von der Forstverwaltung eingebunden, sodass eine gesonderte Anzeige des Wegebaus in diesem Fall nicht erforderlich ist.


Weitere Genehmigungspflichten können auch dann entstehen, wenn der Wegebau in naturschutz- oder wasserrechtlichen Schutzgebieten erfolgt.