Landratsamt Berchtesgadener Land

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Maßnahmen in den Handlungsfeldern

Maßnahmen, die im Rahmen der Netzwerkarbeit in den drei Handlungsfeldern im Landkreis konzipiert und umgesetzt wurden oder sich in Umsetzung befinden, sind im Folgenden dargestellt. Außerdem werden im Rundbrief der Gesundheitsregionplus regelmäßig laufende Maßnahmen von Netzwerkpartnern vorgestellt.

Handlungsfeld “Gesundheitsversorgung” 

Arzt an den Alpen: Imagekampagne um Ärzte für die Region zu begeistern

Link für nähere Infos zur Kampagne “Arzt an den Alpen” im Rundbrief der Gesundheitsregionplus 2/2019 auf Seite 8


Um Nachwuchsmediziner frühzeitig auf die beruflichen Möglichkeiten im Landkreis Berchtesgadener Land aufmerksam zu machen, starteten der Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice (BGLW) und weitere Netzwerkpartner der Gesundheitsregionplus die Imagekampagne „Arzt an den Alpen“. Teil der Kampagne war ein Imagefilm, der den Landkreis als attraktive Lebens- und Arbeitswelt für Nachwuchsmediziner aufzeigt. 


Daneben wurde auf der BGLW-Internetseite eine Seite mit weiterführenden Informationen für interessierte (angehende) Ärzte eingerichtet, die unter anderem auch eine medizinische Aus- und Weiterbildungsbörse enthält. Außerdem nahm der Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin im Rahmen der Kampagne an der Messe „ZEIT für neue Ärzte 2018“ in München teil, wo den Medizinstudenten dank der Netzwerk-Beteiligung sowohl jahrzehntelange Hausarzterfahrung, ein direkter Einblick in die klinische Weiterbildung als auch die Lebensqualität im Berchtesgadener Land nähergebracht werden konnte. 

Gesundheitswegweiser: Anlaufstellen auf einen Klick

https://www.lra-bgl.de/gesundheitswegweiser/


Der Landkreis Berchtesgadener Land verfügt über eine dichte Versorgungsstruktur. Auf unterschiedlichen Seiten sind diverse Informationen bereits gebündelt. Auch zielgruppenspezifische Broschüren erhalten Informationen rund um die Gesundheit. Um bei Bedarf den Überblick zu bewahren, wurden auf der Internetseite des Landratsamtes Berchtesgadener Land gesundheitsbezogene Informationen mit entsprechenden Verlinkungen für weiterführende Informationen unter der Rubrik „Gesundheitswegweiser“ zusammengestellt.

Hebammenstipendium

https://hebammen-ts-bgl.de/hebamme-werden/


Um Hebammenstudentinnen zu unterstützen und mit der Region in Verbindung zu bringen, wurde über die Netzwerkstelle Hebammenversorgung der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein ein Stipendienprogramm eingerichtet. Damit soll langfristig die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung mit Hebammenhilfe sichergestellt werden. 


In den Jahren 2023 und 2024 wurden fünf Stipendiatinnen in das Programm aufgenommen. Alle Stipendiatinnen erhalten eine monatliche Studienunterstützung und verpflichten sich im Gegenzug, nach dem erfolgreichen Studienabschluss, ihrer Hebammentätigkeit in einem der beiden Landkreise nachzugehen. Bereits während des Studiums werden die (angehenden) Hebammen von der Netzwerkstelle Hebammenversorgung BGL-TS im Rahmen von beispielweise Austauschtreffen und Fortbildungsveranstaltungen in das bestehende regionale Netzwerk aus Hebammen eingebunden. Dadurch können sie frühzeitig Kontakte für einen später erfolgreich verlaufenden Berufsstart knüpfen. Die Netzwerkstelle Hebammenversorgung BGL-TS und deren Maßnahmen werden gefördert durch das Förderprogramm Geburtshilfe des Freistaats Bayern.

Interaktives Hebammenverzeichnis

https://hebammen-ts-bgl.de/fuer-eltern/


Auf der Internetseite der Netzwerkstelle Hebammenversorgung BGL-TS wird die Arbeit von Hebammen in der Bandbreite vom Beginn der Schwangerschaft über die Geburt bis ins Wochenbett ausführlich dargestellt. In einem interaktiven Hebammenverzeichnis sind alle in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein tätigen Hebammen gelistet und können individuell ihr Angebot und ihre verfügbaren Ressourcen einstellen. Ein Flyer mit dem Link zum Verzeichnis wird den Netzwerkpartnern – unter anderem Frauenärzten und Schwangerschaftsberatungsstellen – zur Ausgabe an die Schwangeren zur Verfügung gestellt. 

Medizin-Erlebnis-Tage

Pressebericht zur zweiten Auflage der Medizin-Erlebnistage


Seit der Gründung des Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin im März 2017 wurden überregional verschiedene Best-Practice-Beispiele zur medizinischen Nachwuchsgewinnung beobachtet und eine Realisierung im Landkreis Berchtesgadener Land geprüft. Mit dem Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice konnte eine Umsetzung erstmals im Jahr 2023 realisiert werden. In Kooperation mit dem Ärztlichen Kreisverband Berchtesgadener Land, den Kliniken Südostbayern und der Schön Klinik Berchtesgadener Land wurde das Konzept erarbeitet: eine dreitägige Veranstaltung, bei der angehende Ärzte aus Deutschland und Österreich die medizinische Landschaft sowie die Lebensqualität in der Region kennenlernen können. 


Der erste Tag führt die Teilnehmenden nach dem gegenseitigen Kennenlernen in eine Hausarztpraxis. Beim Welcome-Abend besteht die Möglichkeit, mit Vertretern aus Medizin und Politik ins Gespräch zu kommen. Am zweiten Tag lernen die Teilnehmenden die Kreisklinik Bad Reichenhall und am dritten Tag die Schön Klinik Berchtesgadener Land kennen. Im Nachgang wird in regelmäßigen Abständen Kontakt zu den Teilnehmenden aufgenommen, um sie bei etwaigen Bestrebungen, im Landkreis Berchtesgadener Land tätig zu werden, zu unterstützen. 

Niederlassung einer Kinder- und Jugendpsychiaterin

https://jungeseelen-bgl.de/


Die unzureichende kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung im Landkreis wurde durch die Corona-Pandemie nochmals verschärft. Über die Bedarfslage wurde in verschiedenen Gremien gesprochen und Unterstützung verschiedener Institutionen erbeten. Engagierte Akteure aus der Region haben sich bei der Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten eingebracht. 


Die Bedarfsplanung regelt, wie viele Ärzte in bestimmten Regionen zugelassen werden können. Gesetzliche Grundlage ist die Bedarfsplanungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Den konkreten Bedarfsplan für Bayern regelt die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB). Die Planung der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung erfolgt auf Ebene der Raumordnungsregion Südostoberbayern, wo die Mehrzahl der Kinder- und Jugendpsychiater im Landkreis Rosenheim tätig ist. Durch die bundesweite Anpassung der Verhältniszahlen wurde von der KVB ein neuer Kassensitz ausgewiesen. Somit konnte eine Kinder- und Jugendpsychiaterin für die Niederlassung im Berchtesgadener Land gewonnen werden: Frau Dr. Figen Lund eröffnete im Oktober 2023 ihre Praxis „Junge Seelen BGL“ in Bad Reichenhall.  

Notfallwegweiser & Krisen-Flyer

https://www.lra-bgl.de/gesundheitsamt/


Der Notfallwegweiser wurde 2018 im Rahmen der Neustrukturierung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und Einrichtung der KVB-Bereitschaftspraxis an der Kreisklinik Bad Reichenhall in einer ersten regionalen Arbeitsgruppe mit Netzwerkpartnern der Gesundheitsregionplus - darunter Vertreter der regionalen Ärzteschaft, der Kliniken Südostbayern, des Gesundheitsamts, der Apotheken, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, des Kreistags sowie Sozialversicherungsvertretern - entwickelt. Er soll für das richtige Verhalten in gesundheitlichen Notfällen, in denen ein Arzt gebraucht wird, sensibilisieren und stellt die dazugehörigen Nummern und Anlaufstellen über-sichtlich dar.

Wer sich in einer tiefen Krise befindet oder einem Menschen helfen möchte, der ihm nahesteht, benötigt vor allem rasche, professionelle und leicht zugängliche Hilfe. Aber gerade in Krisen fällt es schwer, solche Hilfe rechtzeitig zu finden und in Anspruch zu nehmen. Um schneller Zugriff auf Kontaktdaten von Stellen zu haben, wo Unterstützung geboten wird, bündelt der Flyer „Hilfe in psychischen Krisensituationen“ regionale Anlaufstellen mitsamt zugehöriger Nummern, Erreichbarkeiten und Erläuterung des Leistungsspektrums. Der Bedarf für solch einen Flyer wurde unter anderem in einem hausärztlichen Qualitätszirkel deutlich. Im Rahmen der Netzwerkarbeit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft und der Gesundheitsregionplus wurde der Flyer zusammengestellt. Als Vorlage diente ein Flyer der Landeshauptstadt München.

Stärkung der Geburtshilfe

Link zu Kliniken Südostbayern - Geburtshilfe Bad Reichenhall


Um die Geburtshilfe in Bad Reichenhall – auch im Hinblick auf den Neubau des Zentralklinikums – zu stärken und weiterzuentwickeln, startete der Landkreis Berchtesgadener Land eine Umfrage unter den Familien, die 2024 in Bad Reichenhall entbunden haben. Ausschlaggebend für die Entscheidung, in Bad Reichenhall zu entbinden, war den 169 Teilnehmenden neben der Nähe des Wohnorts, der im Vergleich „kleinen“ Geburtshilfe und der Empfehlung von Bekannten/Freunden/Familie auch der positive Eindruck aus den Vorgesprächen, die gute Erfahrung bei vorigen Geburten sowie das vorhandene Familienzimmer. Informationen aus der Internet-Suche sowie eine niedrige Kaiserschnittrate scheinen weniger eine Rolle zu spielen. 


In den Kommentaren häuften sich die Aussagen darüber, wie angenehm die Atmosphäre rund um die Entbindung war und dass sehr viele Frauen Bad Reichenhall wärmstens weiterempfehlen. Über die Kliniken Südostbayern wurde die Informations-Kampagne „Born im BGL“ gestartet, in der Eltern, die in Bad Reichenhall entbunden haben, zu Wort kommen.

Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin BGL

Link zum Weiterbildungsverbund Berchtesgadener Land -Traunstein


Um die Attraktivität der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu steigern, haben sich Kliniken und niedergelassene Ärzte im Berchtesgadener Land in einem Verbund zusammengeschlossen. Damit soll auch zukünftig die hausärztliche Versorgung in der Region sichergestellt werden. Aktuell gehören dem Verbund die Kliniken Südostbayern, die Schön Klinik Berchtesgadener Land und 18 niedergelassene Ärzte an. Weitere interessierte Kliniken oder niedergelassene Ärzte können jederzeit dem Weiterbildungsverbund beitreten. 


Mit der Kooperationsvereinbarung verpflichten sich die Partner, die gesamte Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin für die Ärzte in Weiterbildung mittels eines ausgearbeiteten Rotationsplans, der die unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkte in stationärer und ambulanter Tätigkeit enthält, zu koordinieren und zu organisieren. Neben dieser Komplettlösung mit Planungssicherheit profitieren die angehenden Allgemeinmediziner außerdem von einer individuellen Betreuung durch einen Mentor, durch feste Vergütung, Unterstützung bei der Wohnungssuche und nicht zuletzt von einer Region mit ausgezeichneter Lebensqualität und guten Zukunftsperspektiven.

Woche der Gesundheitsberufe in den sozialen Medien

Nähere Infos zur digitalen Woche der Gesundheitsberufe im Rundbrief der Gesundheitsregionplus 2/2022 auf Seite 5


Das Gesundheitswesen lebt von engagierten Fachkräften, die sich mit viel Leidenschaft um die Menschen kümmern, die sich ihnen anvertrauen. Viele regionale Einrichtungen sind händeringend auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs. Deshalb hat der Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice (BGLW) die digitale Woche der Gesundheitsberufe ins Leben gerufen, die im Herbst 2022 über Instagram stattfand. 


Dabei wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Praxen und Einrichtungen aus dem Landkreis unterschiedliche Berufsbilder aus dem Gesundheitsbereich vorgestellt: von Zahnmedizinischen Fachangestellten und Hebammen über Pflegeberufe bis hin zu den Medizinischen Fachangestellten und Logo- oder Ergotherapeuten. Ziel war es, verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen aufzuzeigen, damit Jugendliche spannende Perspektiven für sich entdecken können. Die Woche der Gesundheitsberufe wurde im Rahmen des Regionalmanagements Bayern gefördert.

Wochenbettambulanzen

https://hebammen-ts-bgl.de/fuer-eltern/wochenbettambulanz/


In den ersten zwölf Wochen nach der Geburt – im sogenannten Wochenbett – haben gesetzlich versicherte Frauen Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme. Diese begleitet und berät die Familie in deren ersten gemeinsamen Wochen. Hierfür besucht sie Mutter und Kind normalerweise zuhause, anfangs täglich, später je nach Bedarf mehrmals wöchentlich. Aufgrund der hohen Auslastung der Hebammen kam es zunehmend vor, dass Mütter beziehungsweise Familien keine Hebamme zur Wochenbettbetreuung gefunden haben. Dies wurde in der Netzwerkarbeit der Netzwerkstelle Hebammenversorgung BGL-TS deutlich. Mit der Einrichtung der Wochenbettambulanzen wird dem Problem entgegengewirkt und mehr Versorgungssicherheit geboten. 

Handlungsfeld "Gesundheitsförderung und Prävention"

AOK-GeWinn

Nähere Infos zu “AOK-Gewinn” im Berchtesgadener Land im Rundbrief der Gesundheitsregionplus 2/2022 auf Seite 8  


“AOK-GeWinn” ist ein von der Hochschule Coburg entwickeltes Programm, das sich an Menschen ab 60 Jahren richtet, und hat das Ziel, die Gesundheitskompetenz und die Lebensqualität älterer Menschen in der Kommune zu stärken. In Kooperation mit dem WERK 34 in Berchtesgaden, dem KONTAKT in Freilassing und dem Generationenbund in Bad Reichenhall wurden im September 2021 drei „AOK-GeWinn-Gruppen“ eingerichtet. 


In insgesamt 19 zweiwöchentlich stattfindenden Treffen tauschten sich die Gruppen über gesundheitsbezogene alltagsnahe Themen aus. Die Treffen zielten darauf ab, sich neues Wissen anzueignen, auszuprobieren und mithilfe der Erfahrungen und Anregungen aus der Gruppe in die Tat umzusetzen. Dabei fanden neben klassischen Gesundheitsthemen wie Ernährung, Bewegung und Entspannung beispielsweise auch Gruppentreffen unter der Überschrift „Mitwirken“, „digitale Medien“, „positive Haltung“ oder „Eigeninitiative“ statt. Organisiert und moderiert wurden die Treffen von jeweils zwei Gruppenleitenden, welche vor Programmstart eine Schulung erhalten haben und durchgehend von der Hochschule Coburg betreut wurden. Eben-falls wurde die Durchführung von der Hoch-schule Coburg wissenschaftlich begleitet. Unter anderem zeigte sich, dass sich die Gesundheitskompetenz der Teilnehmenden um 8,4 Prozent verbessert hat. Im Allgemeinen hatten die Teilnehmenden viel Spaß bei den einzelnen Treffen und schätzten besonders die positive Stimmung und angenehme Atmosphäre in der Gruppe sowie die erlebte Gemeinschaft.

Barrierefreiheit und Gesundheit

https://www.euregio-barrierefrei.eu/


Mit einer Befragung der Gemeinden im Landkreis im Jahr 2017 wurde das Thema Barrierefreiheit aufgegriffen. Sowohl bei Neu- und Umbaumaßnahmen als auch im Öffentlichen Personennahverkehr wird dem Thema eine hohe Bedeutung zugemessen. Von der Behindertenbeauftragten im Landkreis werden regelmäßig Begehungen mit Hinblick auf die Barrierefreiheit durchgeführt und die Ergebnisse auf der Plattform „EUREGIO barrierefrei“ veröffentlicht. 


Um das Thema Barrierefreiheit mit dem Thema Bewegungsförderung im Alter zu verbinden, haben sich Akteure aus der damaligen Arbeitsgruppe „Gesund älter werden“ mit der Angebotsentwicklung von Spaziergangs-Gruppen auseinandergesetzt. In der Gemeinde Bayerisch Gmain wurde hierzu 2016 ein Angebot durch Organisation der Seniorenbeauftragten geschaffen. Eine Ausweitung durch Multiplikatoren in weiteren Gemeinden wird angestrebt.

Green Care – Natur und psychische Gesundheit

green care - Biosphärenregion BGL 


Im Rahmen des Projekts „Green Care – Natur und psychische Gesundheit“, das gemeinsam vom Biosphärenreservat Rhön, bayerischer Teil, sowie der Biosphärenregion Berchtesgadener Land umgesetzt wurde, wurde untersucht, inwiefern angeleitete Aufenthalte in der Natur Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, helfen und diejenigen, die präventiv etwas gegen Burnout und Stresserkrankungen tun möchten, unterstützen können. Hierfür wurden seit November 2018 spezielle Achtsamkeits- und Entspannungsübungen in der Natur entwickelt, die über drei Jahre mit Gruppen erprobt und angewandt wurden.


 In den vierstündigen Sitzungen, die mit jeder Gruppe über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen abgehalten wurden, wurde die Wirkung der Übungen wissenschaftlich evaluiert, um Empfehlungen darüber geben zu können, wie sich diese zukünftig sinnvoll im Gesundheitsbereich einsetzen lassen. Eine weitere Fragestellung bezog sich darauf, inwiefern diese Übungen naturschützende Handlungsbereitschaften erhöhen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zeigen unter anderem, dass als wohltuend empfundene Gefühle durch die Übungen in der Natur verstärkt wurden, während als belastend empfundene Gefühle durch die Angebote abgeschwächt werden konnten. Dadurch können sowohl Patienten mit Depressionen aus Rehakliniken als auch gesunde Menschen aus der Allgemeinbevölkerung im präventiven Bereich von achtsamkeits- und entspannungsbasierten Angeboten in der Natur profitieren. 


Auch drei Monate nach den Gruppenangeboten war diese Wirkung noch messbar, was darauf hindeutet, dass die Übungen von den Teilnehmenden im Alltag integriert werden konnten und positiv sowie nachhaltig wirken.

Darmkrebsvorsorge mit dem Darm-Modell

Das Darmmodell zum Mieten


Im Gesundheitsbericht 2018 hat sich gezeigt, dass die Bevölkerung im Landkreis Berchtesgadener Land eine relativ niedrige Inanspruchnahme der Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchung aufweist. Das hat die Netzwerkpartner der Gesundheitsregionplus zum Handeln veranlasst: Im Jahr 2019 wurde das Darm-Modell der Felix-Burda-Stiftung in den Landkreis geholt. 


Auf 20 Metern Länge informiert das Modell in seinem Inneren über das faszinierende Organ – unseren Darm. Neben dem gesunden Darm zeigt das Modell auch, wie Erkrankungen wie beispielsweise Darmkrebs entsteht und gibt zudem Hinweise zu entsprechenden Vorsorgemöglichkeiten. Ziel der Aktion war es, auf anschauliche Art fundiertes Wissen rund um den Darm zu vermitteln und die Landkreisbevölkerung für die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge zu sensibilisieren. Hierfür waren Experten der Kreisklinik Bad Reichenhall vor Ort, die Themen rund um die Darmgesundheit mit Vorträgen beim anschließenden Darmtag in der Kreisklinik vertieften.

Interdisziplinäre Fachtage

Nähere Infos zum Psychiatrie-Fachtag 2024 im Rundbrief der Gesundheitsregionplus 1/2025 auf Seite 14


Um die Vernetzung der regionalen Akteure zu stärken, werden themenspezifische Fachtage organisiert. Ein inzwischen etabliertes Format ist der Psychiatrie-Fachtag im Landkreis Berchtesgadener Land, der erstmal 2021 stattfand. Organisiert wird dieser von der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft, der Gesundheitsregionplus und weiteren Partnern. Er stellt eine Möglichkeit zum fachlichen Austausch von den Akteuren, die im Bereich psychische Gesundheit tätig sind, dar. 


Die bisherigen Psychiatrie-Fachtage im Überblick:

  • Psychiatrie-Fachtag (2021): „Psychiatrie im Ausnahmezustand“ Kooperationspartner: Bezirk Oberbayern, kbo-Inn-Salzach Klinikum Freilassing, Sozialpsychiatrischer Dienst, Gesundheitsamt
  • Psychiatrie-Fachtag (2023): „Suizidprävention: Einsame Wege – gemeinsame Auswege“
    Kooperationspartner: Bezirk Oberbayern, kbo-Inn-Salzach Klinikum Freilassing, Sozialpsychiatrischer Dienst, Gesundheitsamt
  • Psychiatrie-Fachtag (2024): „Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“
    Kooperationspartner: Bezirk Oberbayern, Amt für Kinder, Jugend und Familien, Gesundheitsamt

     

Lernen braucht Bewegung – fit & clever in der Schule

Projekt der TU Münche „Lernen braucht Bewegung – fit & clever in der Schule"


Von 201 bis 2020 wurde von der Technischen Universität München das von der Berchtesgadener Landesstiftung geförderte Projekt „Lernen braucht Bewegung – fit & clever in der Schule“ in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Berchtesgadener Land durchgeführt. An den teilnehmenden Schulen wurden von einem Praktikantenteam aus Studenten der Sport- und Gesundheitswissenschaften der TU München vor Ort im Rahmen des Sportunterrichts in diversen Übungen die gesundheitsbezogene Fitness und weitere Parameter von Schülern erhoben. Innerhalb der Projektlaufzeit haben bis zu 3.000 Schüler aus bis zu 188 Klassen teilgenommen.


In der Ergebnisdarstellung konnten aussagekräftige Erkenntnisse gewonnen und wissenschaftlich bestätigt wer-den, etwa der positive Zusammenhang zwischen Fitness, Konzentrationsfähigkeit und gesundheitsbezogener Lebensqualität. Auf-bauend auf die Erkenntnisse aus der ersten Projektlaufzeit werden im aktuellen Projekt „Fit & clever in der Schule 2.0“ (2022-2026) spezielle Maßnahmen zur Bewegungsförderung und Ernährungsschulung an den Schulen im Landkreis angeboten. Ziel ist es, mit Impulsen während des Schulunterrichts für einen gesunden Lebensstil zu sensibilisieren. Über die Vermittlung von Bewegungsfreude sollen die Schüler langfristig zu einer hohen Aktivität im Alltag motiviert und dabei unterstützt werden, ein gesundes Körperbewusst-sein zu entwickeln. Damit einhergehend steht die Stärkung der psychischen Gesundheit im Fokus. 


Das Projekt findet in Kooperation der Technischen Universität München und der BayWa Stiftung statt. Insgesamt nehmen 14 Grund- und Mittelschulen im Landkreis an der Weiterführung von „Fit & clever“ teil. 

Prävention im Fokus

Mit der Wahl von Präventionsschwerpunkten lenkt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention die öffentliche Aufmerksamkeit auf dringliche Themen der Prävention. Akteure der Gesundheitsregionplus beteiligen sich an den Schwerpunktthemen mit diversen Aktionen vor Ort:

 
2016-2017 Psychische Gesundheit
Zur Zielgruppe Kinder wurde im Landkreis Berchtesgadener Land 2017 die Ausstellung „Kindersprechstunde“, die über die Situation von Kindern psychisch kranker Eltern informiert, mit einem Themenabend verknüpft, bei dem in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren gesundheitliche Ressourcen, das Entstehen psychischer Störungen und Behandlungsmethoden thematisiert wurde. Bei der Zielgruppe Erwachsene war das Krankheitsbild Depression im Mittelpunkt. Durch die StMGP-Kampagne „Bitte stör mich – Aktiv gegen Depression“ sollte dem Thema mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gegenüber gebracht werden. Im Landkreis Berchtesgadener Land wurde 2017 eine Themenwoche in Kooperation mit verschiedenen Akteuren der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft durchgeführt. 


2017-2018 Seniorengesundheit
Die StMGP-Kampagne „Mein Freiraum. Meine Gesundheit. In jedem Alter“ wurde im Landkreis Berchtesgadener Land mit einem Senioren-Kreuzworträtsel aufgegriffen. Im Rätsel wurden sowohl interessante gesundheitliche als auch landkreisspezifische Themen für Senioren aufgegriffen. 

 

2019: Sexuell übertragbare Krankheiten
Zu diesem Thema wurde von der Präventionsstelle des Gesundheitsamtes die Ausstellung „Only human – Leben. Lieben. Mensch sein.“ für Schulklassen organisiert sowie das StMGP-Kampagnen-Material „STI auf Tour“ über die Kommunale Jugendarbeit verteilt. 

 

2022: Herzinfarktprävention
Über die StMGP-Kampagne „Hand aufs Herz“ informierten regionale Akteure – darunter das Gesundheitsamt, die AOK Bad Reichenhall, das BRK Berchtesgadener Land sowie der TSV Freilassing – am Kinder- und Familientag 2022 in Freilassing.

 

2023: Gesundheitliche Folgen von Einsamkeit 
Der 2. Psychiatrie-Fachtag im Landkreis fand unter der Überschrift „Einsame Wege. Gemeinsame Auswege.“ statt und widmete sich im Speziellen dem Thema Suizidprävention. Darüber hinaus fand eine Impuls-Werkstatt zur StMGP-Kampagne „Licht an: Damit Einsamkeit nicht krank macht.“ statt und ein „Ratsch-Bankerl“ wurde von der Caritas Berchtesgadener Land vor dem Café der Begegnung in Bad Reichenhall installiert. 

 

2024: Frauengesundheit
Regionale Aktivitäten wie ein Podcast der Kliniken Südostbayern über den Medizintalk der Bayernwelle mit dem Titel „Immer die Hormone? –Verhütung, Regelschmerzen, Kinderwunsch und Wechseljahre“ sowie eine Lesung der Präventionsstelle des Gesundheitsamts zum Thema „Wechseljahre“ wurden im Rundbrief der Gesundheitsregionplus dargestellt und beworben. Außerdem fand eine Umfrage zur Geburtshilfe in Bad Reichenhall statt.

www.stmgp.bayern.de/meine-themen/fuer-frauen/

Themenwoche „Aktiv gegen Depression“

Link zum Pressebericht über die Themenwoche "Aktiv gegen Depression

Im Oktober 2017 stand eine Woche lang das Thema „Depression“ im Landkreis Berchtesgadener Land im Fokus. Das breitgefächerte und abwechslungsreiche Programm fand großen Anklang, was sich in den durchweg guten Besucherzahlen widerspiegelte. Die Themenwoche „Aktiv gegen Depression“ wurde fachbereichsübergreifend vom Amt für Soziales und Senioren, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und dem Gesundheitsamt am Landratsamt Berchtesgadener Land in Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren der psychischen Gesundheit im Landkreis organisiert. Somit wurde in der Gesundheitsregionplus Berchtesgadener Land das Schwerpunktthema 2017 „Depressionen bei Erwachsenen“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege mit vielen Aspekten aufgegriffen.

teamw()rk für Gesundheit und Arbeit

https://lzg-bayern.de/taetigkeitsfelder/verzahnungsprojekt


Das Programm “teamw()rk für Gesundheit und Arbeit“ hat zum Ziel, erwerbslose Menschen nachhaltig mit Präventionsangeboten zu erreichen und damit auch ihre Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. Anhaltende Arbeitslosigkeit ist nachweislich ein gesundheitlicher Risikofaktor. Gesundheitliche Einschränkungen wiederum erschweren die berufliche Eingliederung. Diesen negativen Kreislauf wollen die Krankenkassen, die Arbeitsagenturen und die Jobcenter in Zusammenarbeit mit kommunalen Trägern mit diesem bundesweit initiierten Projekt durchbrechen. 


Der Landkreis Berchtesgadener Land mit dem Jobcenter ist seit 2018 einer von 13 bayerischen Modell-Standorten, der bei der Vorhabenplanung von der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern begleitet wird. Im Rahmen des Projekts fanden beispielsweise verschiedene Fortbildungen für die Mitarbeiter im Jobcenter statt, es wurden Bedarfsabfragen bei der Zielgruppe durchgeführt und ein Kursprogramm etabliert sowie Gesundheitstage durchgeführt. 

Untersuchung der Schwimmfähigkeit von Kindern

Können unsere Kinder schwimmmen? - Fragenbogenbasierte Erhebung im Rahmen der Einschulung.pdf


Die Anzahl von Ertrinkungsunfällen in Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern ist sehr hoch und Erhebungen auf Bundesebene zeigen, dass etwa ein Drittel der Fünf- bis Sechsjährigen noch nicht sicher schwimmen können. Um Daten für den Landkreis Berchtesgadener Land zu erheben, wurde ein Fragebogen für eine Querschnittserhebung im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung 2018/19 entwickelt. Ziel war es, die Schwimmerquote unter den Einschulungskindern zu erfassen und zu versuchen, Ursachen für fehlende Basiskompetenzen des Schwimmens aufzuzeigen. Die Erkenntnisse wurden in einer Besprechung der Leiterinnen der Kindertageseinrichtungen vorgestellt. 


Fazit der Studie: eine Nichtschwimmerquote von 62 % im Landkreis und überdurchschnittliche Ertrinkungszahlen in Bayern mahnen zum Handeln.


Im Sinne der Unfallverhütung, aber auch der Teilhabe an allen Aktivitäten rund ums Wasser sollten Eltern, Erzieher und kommunale Bäderbetreiber die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und somit zum gesunden Aufwachsen der Kinder beitragen. Beim Kongress des Öffentlichen Gesundheitsdienstes 2019 präsentierte Dr. Udo Langenhorst vom Gesundheitsamt die Ergebnisse in Form eines Posters, das vom Wissenschaftskomitee mit dem 1. Posterpreis prämiert wurde. 

Vereinsgutscheine für Erstklässler

https://www.lra-bgl.de/vereinsgutschein/


Innerhalb des Projekts „Fit & clever in der Schule“ wurden von der TU München Daten zur gesundheitlichen Fitness von Schülern im Landkreis ermittelt. Dabei hat sich gezeigt, dass Schüler, die in einem Sportverein aktiv sind, auch besser hinsichtlich der Fitnesswerte abschneiden. Daraufhin wurde in einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Kreisverbands des Bayerischen Landes-Sportverbands, der Caritas, des Gesundheitsamts sowie des Amts für Kinder, Jugend und Familie die Aktion „Vereinsgutscheine“ konzipiert. Mit dem Projekt „Vereinsgutscheine für Erstklässler“ sollen noch mehr Kinder für den Vereinssport begeistert und somit ein Beitrag zu einem gesunden Aufwachsen im Landkreis geleistet werden. 


Die Vereinsgutscheine werden seit 2019 über die Grundschulen verteilt und werden von insgesamt 53 Sportvereinen im Landkreis entgegengenommen. Seit Beginn der Aktion konnten bereits 1.027 Mitgliedschaften (Stand: Dezember 2024) durch die Gutscheine gefördert werden – davon allein 439 Neumitgliedschaften. 


Den nachhaltigen Effekt belegt eine wissenschaftliche Erhebung der Privatuniversität Salzburg: 87 Prozent der Kinder, die den Gutschein in den Jahren 2019 bis 2021 für eine Neuanmeldung genutzt haben, sind weiterhin aktiv im Verein.

Handlungsfeld "Pflege"

Ausbildungsverbund Pflege BGL-TS

https://ausbildungsverbund-pflege-bgl-ts.de/


Im Zuge des Pflegeberufegesetzes wurde 2020 die Pflegeausbildung reformiert und die bisher getrennten Altenpflege-, Gesundheits- und Krankenpflege, und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildungen zu einer gemeinsamen Pflegeausbildung zusammengeführt. Die neue Ausbildung qualifiziert für die selbstständige und umfassende Pflege von Menschen aller Altersstufen und in allen Versorgungsbereichen. Zur gemeinsamen Umsetzung der reformierten Pflegeausbildung wurde im August 2020 der Ausbildungsverbund Pflege BGL-TS gegründet. Ihm gehören aktuell 79 Einrichtungen von 48 Trägern an, darunter 4 Berufsfachschulen, 6 Kliniken, 32 Langzeitpflegeeinrichtungen, 20 Ambulante Pflegedienste und 5 weitere Einrichtungen. 


Der Beitritt zum Verbund steht weiteren Einrichtungen und Trägern jederzeit offen. Die Partner im Verbund wollen als starke Gemeinschaft die Zukunft der Pflegeausbildung sicherstellen. Sie schaffen die idealen Voraussetzungen für die  Ausbildung in einem attraktiven Beruf und leisten damit einen maßgeblichen Beitrag zur Bewältigung des Pflegefachkräftemangels in  der Region. Derzeit gibt es 296 Ausbildende im Verbund.

Demenzfreundliche Apotheken

https://www.blak.de/aktuelles-und-presse/aktuelles/meldung/demenzfreundliche-apotheke


Ausgehend von einem Augsburger Qualitätszirkel wurde 2014 durch das Wissenschaftliche Institut für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG) das bayernweite Netzwerk „Demenzfreundliche Apotheken“ gegründet. Sieben Apotheken aus dem Landkreis Berchtesgadener Land haben sich diesem im Jahr 2022 angeschlossen. Hierfür mussten die Apotheken spezielle Schulungen absolvieren. 


Die demenzfreundlichen Apotheken sind eine niedrigschwellige Anlaufstelle, wo Betroffene und Angehörige ein unkompliziertes Beratungsangebot er-halten. Da rund zwei Drittel der Menschen mit Demenz zuhause leben und von nahestehenden Pflegepersonen betreut werden, sind unterstützende Angebot in Nähe des Wohnorts sehr hilfreich. 


Dadurch, dass die Apotheken einen fortlaufenden Qualitätszirkel eingerichtet haben und sich regelmäßig mit weiteren Beratungsstellen im Landkreis wie der Alzheimer Gesellschaft Südostbayern oder dem Pflegestützpunkt Berchtesgadener Land vernetzen, können sie auch eine gewisse Lotsenfunktion einnehmen. 

Demenzsensibles Krankenhaus

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/gesundheitsversorgung/kbdik/


Mit einem Anstieg von älteren Patienten steigt auch die Häufigkeit von Demenzerkrankungen in stationären Einrichtungen, was einen erhöhten Pflege- und Betreuungsaufwand bedeutet. Aufgrund dieser Herausforderungen – insbesondere im Setting Krankenhaus – entschieden die Kliniken Südostbayern 2018, das Projekt „Demenzsensibles Krankenhaus“ auf den Weg zu bringen. Die Durchführung fand in Kooperation mit der Alzheimergesellschaft und den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein statt. 


Das Projekt beinhaltete interprofessionelle Schulungen, die Organisation der Wanderausstellung „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“ mit einem vielfältigen öffentlichen Rahmenprogramm, die Stärkung der Ehrenamtsstruktur für die Begleitung von Demenzpatienten im Krankenhaus sowie eine demenzfreundliche und baulich-räumliche Umgestaltung. So wurde im Rahmen des Projekts ein Gesamtkonzept für den Ausbau demenzfreundlicher Strukturen in den Kliniken Südostbayern entwickelt, das auch bei Umbaumaßnahmen berücksichtigt werden soll.


2023 hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention die Koordinationsstelle Bayern Demenz im Krankenhaus als bayernweit tätiges Kompetenzzentrum eingerichtet, worüber unter anderem die Weiterentwicklung bestehender Konzepte unterstützt wird oder Fachsymposien für Wissenstransfer und Vernetzung angeboten werden. 

Landkreisübergreifende Offensive für die Zukunft in der Pflege

https://ausbildungsverbund-pflege-bgl-ts.de/


Im Rahmen der regionalen Offensive unter dem Motto „ZUKUNFT PFLEGE“, die im Jahr 2023 entwickelt und initiiert wurde, stand der Ausbildungsverbund Pflege BGL-TS sowie die Nachwuchsgewinnung für die Pflege im Allgemeinen im Fokus. In verschiedenen Arbeitsgruppen, unter Mitwirkung der Pflegestützpunkte, der Wirtschaftsförderungen und verschiedener Partner aus dem Ausbildungsverbund, wurden bestehende Ansätze zusammengeführt und neue Ideen ausgearbeitet.


So wurden Bustouren konzipiert, in denen Schüler aus der Region den Pflegeberuf hautnah erleben und einzelne Partner im Verbund kennenlernen konnten. Darüber hinaus wurden Videos gedreht, die einen Einblick in die Arbeit von Pflegekräften geben, sowie Werbematerial entwickelt, das von den Partnern im Ausbildungsverbund Pflege BGL-TS für Bildungsmessen oder Ähnliches genutzt werden kann. Zudem ist im Zuge der Offensive der neue Auftritt des Verbunds über eine Internetseite und soziale Medien entstanden.

Kontakt

Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus