Mit dem Fahrrad unterwegs im Berchtesgadener Land

 

Zahlreiche Alltags- und Freizeitradwege bis hin zu anspruchsvollen Bergradrouten stehen im Berchtesgadener Land zu Auswahl. Der Radius von Radtouren kann durch Elektrofahrräder bzw. durch Mitnahme des Fahrrads in der Bahn gut auf größere Entfernungen ausgeweitet werden. 

 

Beim Alltagsradverkehr kommt es darauf an, ganzjährig möglichst schnell und direkt von A nach B zu radeln für Ausbildung, Beruf oder Erledigungen. Hier wird sicher noch der eine oder andere Lückenschluss im Kreisgebiet erforderlich sein. Die zeitliche Umsetzung orientiert sich hier vor allem an der künftigen Bereitstellung von Finanzmitteln für den Radwegeausbau. Die Zuständigkeit für Einrichtung, Unterhalt und Beschilderung von Alltagsradwegen liegt grundsätzlich bei den Gemeinden.  

 

Über das touristische Rad- und Bikewegenetz im Berchtesgadener Land können Sie sich im Internet auf der Homepage der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH informieren. Dort finden Sie auch den interaktiven Tourenplan. Zuständig für die Beschilderung des touristischen Rad- und Bikewegenetzes sind ebenfalls die Gemeinden, die bei dieser Aufgabe vom Landratsamt Berchtesgadener Land unterstützt werden. 

 

Der Landkreis hat mit der Berchtesgadener Land Bahn, den Österreichischen Bundesbahnen sowie der Südostbayernbahn Vereinbarungen zur pauschalen Abgeltung der kostenfreien Radbeförderung in den Zügen dieser Eisenbahnverkehrsunternehmen abgeschlossen. Deshalb werden bis auf Weiteres - immer vorbehaltlich jeweils freier Platzkapazitäten - Fahrräder in den Nahverkehrszügen der Berchtesgadener Land Bahn, der Österreichischen Bundesbahnen sowie der Südostbayernbahn gratis zwischen dem Knotenbahnhof Freilassing und den Endbahnhöfen Berchtesgaden / Landshut Hauptbahnhof / Salzburg Hauptbahnhof befördert.  

 

Für Züge mit kostenpflichtiger Radbeförderung gibt es preiswerte Fahrradtickets für Kurzstrecken bzw. Fahrradtageskarten. Gruppen mit mehr als 6 Personen können aus Platzgründen in der Regel nicht mitgenommen werden. Beim Einstieg mit dem Fahrrad in den Zug ist zu beachten, dass manche Bahnhöfe noch nicht barrierefrei ausgebaut sind. Mangels befahrbarer Rampen bzw. Aufzüge muss das Fahrrad dann gegebenenfalls auf Treppen hinunter/hinauf getragen werden.

 

 

Häufig gestellte Fragen

Anliegen zu Einrichtung, Unterhalt und Beschilderung von Radwegen sind an die jeweilige Gemeindeverwaltung zu richten. Für die Radmitnahme im Zug empfiehlt sich immer eine Kontaktaufnahme direkt mit dem betreffenden Eisenbahnverkehrsunternehmen.    

Der Landkreis hat alle wesentlichen Punkte in einer Übersicht (PDF) zusammengestellt.

Im Personenbeförderungsgesetz ist das konkrete Ziel formuliert, dass bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs erreicht werden soll (§ 8 Abs.3 PBefG). Diese Vorgabe ist bei der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) für die Bahnhöfe noch nicht zeitlich konkretisiert.

Weitere Fortschritte hängen wesentlich davon ab, wie viel Geld künftig dem System Schiene zur Verfügung gestellt wird und wie die Prioritäten für die Verwendung der bei jedem Zughalt von der DB Station & Service AG vereinnahmten Stationsgebühren gesetzt werden.