Das Landratsamt ist Ansprechpartner für die Erhaltung der Gesundheit von Mensch und Tier. Es bündelt die Aufgaben
Diesbezügliche Zuständigkeiten sind in einem Geschäftsbereich zusammengefasst.
Die Gesundheit von Mensch und Tier steht in vielen Bereichen, so z.B. in der Überwachung von Lebensmitteln tierischer Herkunft, in einem direkten Bezug zueinander.
Die beiden Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein sichern mit den Kliniken Südostbayern die medizinische Grundversorgung der Bürger.
Hantaviren gehören zu den Erregern viraler hämorrhagischer Fieber. Sie werden von Nagetieren auf den Menschen übertragen und führen in Abhängigkeit vom Virustyp zu unterschiedlich schweren Krankheitsbildern von asymptomatischen bis hin zu lebensbedrohenden fieberhaften Verläufen mit massiver Blutungsneigung. Typisch bei den in Deutschland vorkommenden Hantavirus-Typen ist die Nierenbeteiligung. Andere Hantavirus-Typen, vor allem solche die in Nord- und Südamerika zirkulieren (z.B. Sin-Nombre-Virus, Andes-Virus) können das Hantavirus-induzierte kardiopulmonale Syndrom (HCPS) verursachen. Dieses geht mit einer Letalität von 25-40 % bei betroffenen Personen einher.
Seit Einführung der Meldepflicht für Hantavirusinfektionen im Jahr 2001 wurden in allen Regierungsbezirken in Bayern sporadische Einzelfälle beobachtet. Häufungen traten in den vergangenen Jahren in Unterfranken, Niederbayern und vereinzelt in Schwaben auf. Die Region um Aschaffenburg-Würzburg und Teile des Bayerischen Waldes gelten ebenso wie die Schwäbische Alb als bekannte Hantavirus-Endemiegebiete.
Aus epidemiologischen Studien ist bekannt, dass das Vorkommen von Hantavirusinfektionen beim Menschen eng korreliert mit der Populationsgröße der Nagetiere, die das Reservoir für diese Zoonose darstellen. Reservoirwirt für den in Deutschland vorherrschenden Serotyp Puumalavirus ist die zu den Wühlmäusen gehörende Rötelmaus, die vorwiegend in Wäldern und waldnahen Gebieten lebt. Der Serotyp Dobrava-Belgrad wird hingegen zumeist von der Brandmaus übertragen.
Die Viren werden von infizierten Nagetieren über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden und können darin bis zu mehreren Wochen infektiös bleiben. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch die Inhalation virushaltiger Aerosole, durch den Kontakt der verletzten Haut mit kontaminiertem Staub oder durch Bisse. Auch der Kontakt mit toten Kleinsäugetieren kann ein möglicher Übertragungsweg sein. Ebenfalls möglich ist eine Übertragung über Lebensmittel, die mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere kontaminiert wurden.
Unter der Seiten-Rubrik „Informationsmaterial“ können Sie übersichtliche Informationen zum Schutz vor Hanta-Virusinfektionen abrufen.
Weitere Informationen können Sie öffentlich über die Website des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) , sowie über die Website des Robert-Koch-Instituts kostenfrei abrufen.
Die Mitarbeitenden des Geschäftsbereichs für Gesundheit und Verbraucherschutz wünschen Ihnen gute Gesundheit!.
Die sogenannte Borna'sche Krankheit ist schon seit weit mehr als 100 Jahren als Tierseuche bekannt. Sie tritt vor allem bei Pferden, Schafen und Alpakas auf. Seit 2018 weiß man, dass das Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) auch auf den Menschen übertragbar ist. Infektionen mit BoDV-1 können bei Tier und Mensch eine schwere Gehirnentzündung (Enzephalitis) verursachen. Infektionen sind beim Menschen äußerst selten, verlaufen aber meist tödlich.
Um allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Berchtesgadener Land allgemeine Informationen und Tipps zur Vorbeugung vor Infektionen mit diesem gefährlichen Erreger an die Hand zu geben, möchten wir Ihnen hier unter der Seitenrubrik „Informationsmaterial“ Flyer und weitere, zusammenfassende Veröffentlichungen zum kostenlosen Download anbieten.
Weitergehende Informationen auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse finden Sie unter anderem auf der Website des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) – https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/borna/index.htm.“
Salzburger Straße 64
83435 Bad Reichenhall
Montag bis Mittwoch: 8:00 bis 14:00 Uhr
Donnerstag: 8:00 bis 16:00 Uhr
Freitag: 8:00 bis 12:00 Uhr
Eine Terminvereinbarung ist erforderlich.