Mit dem Linienbus durchs Berchtesgadener Land

37 Buslinien erschließen das Berchtesgadener Land flächendeckend mit rund 700 Bushaltestellen, darunter auch die höchstgelegene Bushaltestelle Deutschlands am Kehlsteinhaus auf 1.700 m Höhe.  

 

Eigene Ortsverkehre weisen die drei Städte Bad Reichenhall, Freilassing und Laufen auf. Sieben Buslinien verkehren grenzüberschreitend zwischen dem Kreisgebiet und dem Land Salzburg. Neben den drei Städten des Berchtesgadener Landes stellt auch der Ort Berchtesgaden wegen des dort sehr hohen touristischen Verkehrsaufkommens einen wichtigen Knotenpunkt im Busliniennetz dar.  


Drei touristische Buslinien des Verkehrsunternehmens DB Bahn Oberbayernbus ergänzen die 37 ganzjährig bedienten Linienbusverkehre in den Sommermonaten auf den Strecken Weißbach-Hirschbichl-Hintersee (Almerlebnisbus gemeinsam mit ÖBB Postbus), Obersalzberg-Kehlstein (Kehlsteinlinie) und Reit im Winkl-Bad Reichenhall-Salzburg (Mozartexpress). 

 
Bei Ansteuerung von verschiedenen Zielen im Berchtesgadener Land im Rahmen eines Tagesausflugs bieten sich insbesondere das Bayern-Ticket sowie das BGL-Tagesticket an. Diese Tagestickets umfassen jeweils die Nutzung der Nahverkehrszüge sowie zahlreicher Buslinien (u.a. jeweils das Gesamtnetz von DB Bahn Oberbayernbus), sind Montag bis Freitag an Werktagen jedoch erst ab 9 Uhr gültig.  Das Bayern-Ticket gilt im Schienenpersonennahverkehr bayernweit, während das günstigere BGL-Tagesticket in den Nahverkehrszügen nur zwischen Teisendorf, Berchtesgaden, Freilassing und Salzburg Hbf verwendet werden kann. 

 
Bis auf die Ortsverkehre werden die Buslinien in der Regel eigenwirtschaftlich betrieben, d.h. ohne Betriebskostenzuschüsse. Die Regierung von Oberbayern ist die zuständige Genehmigungsbehörde für die Genehmigung von Fahrplänen und Tarifen. Der Landkreis sowie die Städte Bad Reichenhall, Freilassing und Laufen wirken als Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an der Angebotsgestaltung aktiv mit.  

Landkreis setzt auch im neuen Schuljahr auf 8 Linien Verstärkerbusse für die Schülerbeförderung ein

Um das Platzangebot im Schülerverkehr zu erhöhen und damit die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus auf dem Schulweg gering zu halten, setzt der Landkreis weiterhin gezielt Verstärkerbusse ein. Pünktlich zum Schulstart am 14.09.2021 werden insgesamt 8 Linien mit besonders hoher Auslastung jeweils morgens und mittags um Zusatzbusse ergänzt.


Unverändert gegenüber dem vorigen Schuljahr umfassen die Verstärkerbusleistungen jeweils zu den Spitzennachfragezeiten morgens und mittags Fahrtenangebote auf folgenden Streckenabschnitten der einzelnen Buslinien:

  • Hogger Linie 3 Mitterfelden-Freilassing, Kurse 302 und 312
  • Hogger Linie 4 Schönram-Freilassing, Abfahrt 6.42 Uhr Schönram, 12.45 Uhr MRS Freilassing und 13:00 Uhr Bhf Freilassing
  • RVO Linie 829 Anger-Bad Reichenhall, Kurse 006 und 015
  • RVO Linie 840 Marktschellenberg-Berchtesgaden, Kurse 004 und 033
  • RVO Linie 852 Freilassing-Laufen, Kurse 006 und 032
  • RVO Linie 852 Kirchanschöring-Freilassing, Kurse 014 und 037 kombiniert mit Brodschelm-Linie 16, Kurse 003 und 012
  • RVO Linie 9519 Leobendorf-Laufen, Kurse 01 und 08
  • RVO Linie 9526 Inzell-Bad Reichenhall, Kurse 001 und 020


Auftragnehmer für sämtliche Verstärkerbusleistungen im neuen Schuljahr 2021/2022 ist das Verkehrsunternehmen RVO. Der Freistaat Bayern fördert den Einsatz von Verstärkerbussen bis Ende des Kalenderjahres mit bis zu 100 %. In Anlehnung an die Förderrichtlinie des Freistaats hat der Landkreis den Auftrag für die Zusatzfahrten zunächst bis zum Beginn der Weihnachtsferien am 23.12.2021 befristet.


In öffentlichen Verkehrsmitteln und in den Schulbussen besteht gemäß der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaates Bayern die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske. Die Schülerinnen und Schüler werden erneut um ihre Mitwirkung beim Zustieg gebeten, damit die regulär sowie als Verstärkerleistung eingesetzten Busse jeweils möglichst gleich stark ausgelastet werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie erhalte ich aktuelle Fahrplaninformationen?

Im Internet werden im Bayern-Fahrplan bzw. bei der DB auch kurzfristig auftretende Fahrplanabweichungen im Bahn- und Busverkehr (Echtzeitinformationen) mitgeteilt.


Beispielsweise diese Apps erteilen für den Landkreis Berchtesgadener Land zeitgemäß (Echtzeit-)Auskünfte zu Bahnen und Linienbussen in digitaler Form:

Wer ist Ansprechpartner für Anregungen und Beschwerden?

Hier kommt es auf das konkrete Anliegen an. In betrieblichen Angelegenheiten (z.B. Fahrzeuge, Tarif, Fahrpersonal, Verspätungen) ist vorrangig das betreffende Verkehrsunternehmen der richtige Ansprechpartner. Für die Ausstattung und Barrierefreiheit an den Bushaltestellen sind in der Regel die Gemeinden verantwortlich. 


Kontaktinformationen zu Ortsverkehren von Gemeinden:

  • Rufbus Berchtesgaden
    Fahrtenbestellung und Infos:
    Taxizentrale Berchtesgadener e.G.
    Telefon: +49 8652 964822
     
  • Gemeindebus Teisendorf
    Fahrtenbestellung und Infos:
    Busunternehmen Hogger
    Telefon: +49 8666 928853
     
  • Große Kreisstadt Bad Reichenhall, Stadtbus Bad Reichenhall
    Stadtwerke Bad Reichenhall
    Hallgrafenstraße 2
    83435 Bad Reichenhall
    Telefon: +49 8651 705 0
    Telefax: +49 8651 705 105
    E-Mail: service@stadtwerke-bad-reichenhall.de
    Internet: www.stadt-bad-reichenhall.de
     
  • Stadt Freilassing, Stadtbus Freilassing
    Stadt Freilassing, Herr Ahne
    Telefon: +49 8654 3099 402
    E-Mail: stephan.ahne@freilassing.de
    Internet: www.freilassing.de
     
  • Stadt Laufen, Stadtbus Laufen
    Info-Telefon: +49 151 15342170
    E-Mail: info@stadtlaufen.de
    Internet: www.stadtlaufen.de 


Kontaktinformationen zu Verkehrsunternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV):

  • Hogger GmbH
    Traunsteiner Straße 7
    83395 Freilassing
    Telefon: +49 8654 57633 0
    Telefax: +49 8654 57633 8
    E-Mail: info@hogger.de
    Internet: www.hogger.de
     
  • Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO)
    Niederlassung Berchtesgaden
    Im Stangenwald 1
    83483 Bischofswiesen
    Telefon: +49 8652 9448 0
    Telefax: +49 8652 9448 29
    E-Mail: berchtesgaden@rvo-bus.de

    Niederlassung Traunstein
    Chiemseestraße 58
    83278 Traunstein
    Telefon: +49 861 708630
    E-Mail: traunstein@rvo-bus.de

    Niederlassung Reit im Winkl
    Am Donnersgattern 6
    83242 Reit im Winkl
    Telefon: +49 8640 1008
    Telefax: +49 8640 985044
    E-Mail: reitimwinkl@rvo-bus.de

    Internet: www.rvo-bus.de
     
  • Verkehrsbetrieb Brodschelm GmbH
    Burgkirchener Straße 12
    84489 Burghausen
    Telefon: +49 8677 9886 0
    Internet: www.brodschelm.de
     
  • Omnibus Gloss
    Hochhornerstraße 32
    83364 Neukirchen
    Telefon: +49 8666 500
    Telefax: +49 8666 989713
    E-Mail: omnibus-gloss@web.de
     
  • Albus Salzburg Verkehrsbetrieb GmbH
    Julius Welser Straße 8
    A-5020 Salzburg
    Telefon: +43 662 424 000
    Telefax: +43 662 424 000 38
    E-Mail: linie@albus.at
    Internet: www.richard.at/albus
     
  • ÖBB-Postbus GmbH
    Kundenbüro Salzburg-Stadt
    Andreas-Hofer-Straße 9
    A-5020 Salzburg
    Telefon: +43 5 1717
    E-Mail: service@postbus.at
    Internet: www.postbus.at

Legt der Landkreis selbst Fahrtrouten und Fahrzeiten für die Schülerbeförderung mit Linienbussen zu weiterführenden Schulen fest?

Der Landkreis bezieht von den betreffenden Verkehrsunternehmen lediglich die Schülerfahrkarten, bestellt jedoch keine konkreten Linienbusfahrten zu bestimmten Uhrzeiten. Hier tragen die Verkehrsunternehmen selbst die unternehmerische Verantwortung dafür, die Schülerbeförderung mit dem Linienverkehr zuverlässig im Rahmen ihrer verfügbaren Beförderungskapazitäten abzuwickeln.

Warum gibt es noch keinen Tarifverbund im Berchtesgadener Land?

Ein Tarifverbund setzt voraus, dass es eine Stelle gibt, die für eine neutrale Einnahmenaufteilung zwischen den Verkehrsunternehmen sorgt. Diese Einnahmenaufteilung ist mit hohen einmaligen Investitionskosten und laufenden Betriebskosten verbunden, für die eine dauerhafte Finanzierungsbasis ohne nachteilige Fahrpreiserhöhungen gefunden werden muss. Aktuell laufen Gespräche für die Entwicklung einer überregionalen Lösung innerhalb der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein. Je größer ein Tarifverbundgebiet ist, umso geringer fallen die mit der Einnahmenaufteilung verbundenen Zusatzkosten je Fahrgast aus. 


Im Frühjahr 2016 wurden im Rahmen eines zu 75 % von der EU finanzierten Interreg-Kleinprojekts die derzeitige Situation sowie die Rahmenbedingungen für einen grenzüberschreitenden EuRegio-Verkehrsverbund/Tarifverbund analysiert. » weitere Infos

Kontakt

Herr Wick

Formulare

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