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Bundesweiter Warntag

Der bundesweite Warntag wird jährlich am zweiten Donnerstag im September durchgeführt.


Der Bundesweite Warntag dient der Erprobung der Warnsysteme. Das Auslösen der Warnmittel sol die Bürgerinnen und Bürger aber auch dazu anregen, sich über die Warnung der Bevölkerung zu informieren.


Am Bundesweiten Warntag wird ab 11:00 Uhr eine Probewarnung in Form eines Warntextes an alle am Modularen Warnsystem (kurz: MoWaS) des Bundes angeschlossene Warnmultiplikatoren (z. B. Rundfunksender und App-Server) geschickt.


Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung zeitversetzt an Warnmittel wie Fernseher, Radios und Smartphones. Dort können Sie die Warnung dann lesen und/oder hören.
Parallel können auf Ebene der Länder, in den teilnehmenden Landkreisen und Kommunen verfügbare kommunale Warnmittel ausgelöst (z. B. Lautsprecherwagen oder Sirenen) werden. Der Landkreis Berchtesgadener Land beteiligt sich jedes Jahr am Warntag, um die eigenen Warnmittel zu erproben und die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.


Gegen 11:45 Uhr erfolgt eine Entwarnung über die Warnmittel und Endgeräte, über diezuvor die Warnung versendet wurde. Über Cell Broadcast wird derzeit noch keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeit, auch über diesen Warnkanal zu entwarnen, wird laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe  derzeit u. a. von den Mobilfunknetzbetreibern geprüft.

Häufige Fragen:

Bundesweiter Warntag

Was ist der Bundesweite Warntag?

Der Bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Er wird jährlich am zweiten Donnerstag im September durchgeführt. Die Teilnahme der Kommunen ist dabei freiwillig.


Der Bundesweite Warntag soll die Funktion und den Ablauf einer amtlichen Warnung vor Gefahren verständlicher machen. Mit dem gleichen Ziel führen die einzelnen Bundesländern auch landesweite Warntage durch.


Eine Warnmeldung durchläuft von der Auslösung bis zum Eintreffen beim Empfänger oder bei der Empfängerin mehrere technische Systeme. Am Bundesweiten Warntag wird diese technische Infrastruktur mit Hilfe einer Probewarnung geprüft, um Schwachstellen im Warnsystem zu identifizieren und im Anschluss zu beseitigen.


Informationsangebote vermitteln darüber hinaus Wissen zum Thema Warnung. Fragen wie „Wie und wo erhalte ich Informationen?“, „Was kann ich tun?“, „Wie kann ich helfen?“ werden über verschiedenen Wege und Materialien beantwortet.

Was passiert am Bundesweiten Warntag?

Gegen 11 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Probewarnung aus. Diese wird automatisch an alle angeschlossenen Warnmittel versandt, z. B. an Warn-Apps. Auch alle angeschlossenen und teilnehmenden Rundfunksender und Medienunternehmen erhalten diese Probewarnung in Form eines Warntextes. Diese versenden die Probewarnung wiederum in ihren Kanälen und Programmen an Endgeräte wie Radios oder digitale Stadtinformationstafeln.  


Parallel dazu können auch kommunale Warnmittel, z. B. Sirenen und Lautsprecherwagen, geprüft werden. Welche zusätzlichen Warnmittel vor Ort tatsächlich zur Verfügung stehen und am Bundesweiten Warntag genutzt werden, können Sie bei den Kommunen erfragen, etwa bei den örtlichen Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltungen.


Die Entwarnung wird gegen 11:45 Uhr ausgelöst. Dies erfolgt in der Regel über die Warnmittel und Endgeräte, an die zuvor auch die Warnung versendet wurde. Über den Mobilfunkdienst Cell Broadcast wird derzeit noch keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeit, auch hier Entwarnungen zu versenden, wird derzeit u. a. von den Mobilfunknetzbetreibern (Telekom, Vodafone etc.) geprüft.

Wer organisiert den Bundesweiten Warntag?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und die Innenministerien und -senate der Länder bereiten den Bundesweiten Warntag gemeinsam vor und führen ihn auch gemeinsam durch. Dies geschieht in Abstimmung mit Vertretungen der kommunalen Spitzenverbände wie Deutscher Städtetag und Deutscher Städte- und Gemeindebund.

Was passiert im Falle einer technischen Störung oder der Nichtübertragung von Warnmeldungen?

Eine technische Störung ist ein Hinweis auf eine Schwachstelle im Warnsystem. Der Bundesweite Warntag dient dazu, solche Schwachstellen aufzuspüren und im Nachgang zu beseitigen.


Die beteiligten Behörden und Unternehmen verfügen über ein eigenes Krisen- und Störungsmanagement, um solchen Vorfällen begegnen zu können. Dementsprechend werden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. So werden die Warnabläufe ständig weiterentwickelt und verbessert.

Wo gibt es Informationen zum Bundesweiten Warntag?

Allgemeine Informationen über den Bundesweiten Warntag finden Sie auf www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag. Informationen zu Aktionen auf kommunaler Ebene können Sie bei den zuständigen lokalen Behörden erfragen.

Ist es nötig, sich auf den Bundesweiten Warntag vorzubereiten?

Nein, es ist nicht nötig, sich auf den Bundesweiten Warntag vorzubereiten. Sie können sich aber vorab erkundigen, ob und wie Ihre Kommune Warnkanäle testen möchte. So können Sie sich darauf einstellen und idealerweise auch Familie, Freunde und Bekannte darüber informieren.


Wenn Sie sichergehen wollen, eine Probewarnung auch über Ihr Handy zu erhalten, dann laden Sie die Warn-App NINA herunter und abonnieren Sie mindestens einen Ort bzw. aktivieren Sie „Aktuellen Standort“. Um Cell-Broadcast-Nachrichten zu erhalten, stellen Sie sicher, dass Sie ein Betriebssystem-Update für Android (Google) ab Version 11 oder iOS (Apple) ab Version 16.1 installiert haben und sich Ihr Handy nicht im Flugmodus befindet.


Aber: Nicht alle Handys können Cell-Broadcast-Nachrichten empfangen, ältere können dies oft nicht. Eine Liste mit empfangsfähigen Handys finden Sie unter bbk.bund.de/cellbroadcast.


Weitere Informationen finden Sie auf www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag.

Gibt es Materialien zum Bundesweiten Warntag für Behörden und Organisationen, damit diese eigenständig über den Warntag informieren können?

Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit stehen Behörden und Organisationen der Länder und Kommunen im Serviceportal unter www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag zur Verfügung. Dort sind Druckvorlagen, Banner und weitere Materialien zu finden. Die zum Download angebotenen Materialien können unter Beachtung der auf der Website veröffentlichten Nutzungsbedingungen für die eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden.

In welchen Sprachen sind Informationen zum Bundesweiten Warntag erhältlich?

Informationen zum Bundesweiten Warntag liegen in Form von Flyern in den  Sprachen Englisch, Französisch, Ukrainisch, Russisch und Arabisch vor. Diese sind als Downloads im Serviceportal unter www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag abzurufen. Die Website enthält Informationen zum Bundesweiten Warntag in deutscher Sprache. Zudem wird ein Informationsfilm zum Bundesweiten Warntag in Deutscher Gebärdensprache bereitgestellt, abrufbar unter der BBW-Seite für Deutsche Gebärdensprache: https://www.bbk.bund.de/DE/Service/Gebaerdensprache/gebaerdensprache_node.html.

Liegt Material für Schulen bzw. für Kinder und Jugendliche zu den Themen Warnung der Bevölkerung und Bundesweiter Warntag vor?

Print- und audiovisuelle Materialien zum Thema Warnung für die Zielgruppe der 7- bis 12-Jährigen sind online im Serviceportal unter www.bundesweiter-warntag.de abrufbar.

Sollen Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf den Bundesweiten Warntag und/oder generell die Warn-App NINA installieren?

Ja, das BBK empfiehlt ausdrücklich die Installation der Warn-App NINA. Hierüber können Nutzende Warnmeldungen empfangen, die von den zuständigen Behörden bei Bund, Ländern und Kommunen herausgegeben werden.


Die Warn-App NINA unterscheidet zwischen verschiedenen Warnkategorien. Dazu zählen Wetterwarnungen, Hochwasserinformationen und Bevölkerungsschutzwarnungen wie etwa vor einem Großbrand oder einer Gefahrstoffausbreitung. Nutzende können individuell definieren, für welche Orte und für welche Art von Gefahren sie Warnmeldungen erhalten möchten. Man erhält jedoch nur eine Warnung, wenn ein Ort abonniert bzw. der Zugriff auf den aktuellen Standort erlaubt wurde. Ist beides nicht der Fall, kann die Warn-App NINA keine Warnungen zuordnen. Das BBK empfiehlt deshalb, mindestens einen Ort zu abonnieren und/oder den Zugriff der App auf den aktuellen Standort zu erlauben. Eine Anleitung zur Systemeinstellungen für die Betriebssysteme Android (Google) und iOS (Apple) gibt es auf der BBK-Website unter www.bbk.bund.de/nina.


Je nach Region werden auch andere Warn-Apps genutzt, wie etwa KATWARN, BIWAPP oder die Hessen-Warn-App. Die Warnmeldungen sind identisch.


Zum Download der Warn-App NINA: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warn-App-NINA/NINA-Download/nina-download_node.html 

Die Probewarnung könnte Angst auslösen. Wurde dies bedacht?

Die am Bundesweiten Warntag beteiligten Akteurinnen und Akteure wollen mit der Probewarnung Aufmerksamkeit erzeugen und die Menschen mit den Abläufen vertraut machen. Es könnte aber sein, dass lautstarke Warnungen wie Durchsagen über Lautsprecherwagen oder Sirenensignale Angst auslösen oder belastende Erinnerungen hervorrufen. Das kann besonders bei Menschen mit Kriegserfahrung der Fall sein. Wenn Sie so jemanden kennen und wenn es Ihnen möglich ist, dann suchen Sie vorab das Gespräch (bei Kindern: altersgerecht!) und erläutern Sie die Situation. Wichtig ist dabei der Hinweis, dass es sich um eine Probewarnung handelt und keine reale Bedrohung vorliegt. Es kann zudem sinnvoll sein, betroffenen Menschen zum Zeitpunkt der Probewarnung unterstützend zur Seite zu stehen.  


Tiere können auf ungewohnte Geräusche verängstigt reagieren – wie bei Silvesterböllerei, Martinshorn, Donner oder anderen plötzlichen, lauten und unerwarteten Geräuschen. Halterinnen und Halter wissen zumeist um die Empfindlichkeit ihrer Tiere und können am Bundesweiten Warntag entsprechend vorsorgen.

In welcher Form übertragen Rundfunksender die Probewarnung?

Eine große Anzahl von Radio- und Fernsehsendern ist an das so genannte Modulare Warnsystem (MoWaS) des BBK angeschlossen. Viele davon nehmen auch am Bundesweiten Warntag teil. Die meisten veröffentlichen die Probewarnung sofort in ihren Programmen. Dies kann z. B. in Form einer Verlesung der Warnmeldung oder als Crawler-Text geschehen, der als Laufband durch das Bild läuft. Einige Radio- und Fernsehsender erproben jedoch nur ihre internen Abläufe nach Erhalt einer Warnung, ohne die Warnmeldung in ihren laufenden Programmen auszustrahlen.

Wurden nach den Erfahrungen des Bundesweiten Warntages 2020 wieder mehr Sirenen in Deutschland installiert?

Eine Erfahrung des Bundesweiten Warntags 2020 war, dass viele Menschen die Sirenen als Warnmittel vermisst haben. Einer der Gründe war, dass viele Sirenen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten abgebaut worden sind.


Mit Stand 30.03.23 wurden im Rahmen des bisherigen Förderprogramms 7.863 Sirenen-Installationen abgeschlossen oder zumindest begonnen. Einige Länder haben darüber hinaus auch eigene Finanzmittel eingesetzt.


Aber: Auch im Jahr 2023 sind Sirenen noch nicht flächendeckend vorhanden, weshalb auch beim Bundesweiten Warntag 2023 nicht überall Sirenen zu hören sein werden. Die Entscheidung, ob Sirenen vorgehalten, betrieben und regelmäßig gewartet werden, treffen die Städte und Gemeinden in eigener Zuständigkeit. Das Sirenenetz insgesamt wird jedoch weiter ausgebaut.


Eine Erhöhung der Sirenenanzahl in Deutschland wurde durch das Sirenenförderprogramm des Bundes erfolgreich eingeleitet. Durchgeführt wird es durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Im Rahmen des Programms werden den Kommunen über die Länder einmalig Fördermittel zur Anschaffung neuer elektronischer Sirenen und zur Modernisierung bestehender Sirenentechnik zur Verfügung gestellt.


Das Sirenenförderprogramm wird aus Finanzmitteln des Konjunkturförderprogrammes der Bundesregierung zur Corona-Pandemie finanziert. Bis Ende des ersten Quartals 2023 wurden seitens der Länder Fördermittel in Höhe von 81 Mio. Euro angemeldet. Dafür vorgesehene Maßnahmen werden nun sukzessive umgesetzt oder abgeschlossen.

Wie erklären sich die leicht voneinander abweichenden Empfangszeiten der Probewarnung bei den unterschiedlichen Warnmitteln?

Die Probewarnung wird am Bundesweiten Warntag gegen 11 Uhr verschickt. Je nach Warnkanal durchläuft sie unterschiedliche Systeme, um an ihrem Bestimmungsort anzukommen: In mobilen Engeräten auf Warn-Apps oder über den Mobilfunkdienst Cell Broadcast, in Radios, Fernsehern oder digitalen Stadtinformationstafeln. Je nach System, das die Probewarnung durchlaufen muss, dauert die Verarbeitung leicht unterschiedlich lang. Dies führt dazu, dass die Probewarnung beispielsweise im Radio und Fernsehen oder über Warn-Apps wie NINA nicht exakt zum Auslösezeitpunkt, sondern mit leichter Verzögerung ankommt.


Darüber hinaus sind viele Warnmittel nicht direkt an das System des BBK angeschlossen (z.B. Sirenen) und werden von den jeweiligen Betreibenden am Bundesweiten Warntag unter Umständen nicht auf die Minute genau gleichzeitig ausgelöst.

Wird die Warnung der Bevölkerung – insbesondere bei einem Stromausfall – geschwächt, wenn der UKW-Rundfunk abgeschaltet wird?

Es gibt aktuell noch keinen Beschluss zur Beendigung des analogen UKW-Rundfunks. Man macht die Abschaltung von einer sinkenden Hörerakzeptanz abhängig. 2021 wurden von den Landesmedienanstalten noch UKW-Lizenzen mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2032 vergeben, sodass man davon ausgehen kann, dass der Radio-Empfang über UKW bis mindestens zum Jahr 2032 sichergestellt ist.


Warnmeldungen werden über das System des BBK an die Rundfunksender geliefert. Diese sollen dann die Inhalte auf beiden Sendenetzen (analog und digital über DAB+) ausstrahlen, damit UKW-Hörerinnen und -Hörer ebenfalls Warnmeldungen erhalten.


Radios sind in Krisen sehr robuste Informationsquellen, weil viele Radiosender über eine Notstromversorgung verfügen. Wir empfehlen ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio, idealerweise mit Solarantrieb. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.bbk.bund.de/stromausfall.
 

Das Radio ist jedoch lediglich einer von vielen unterschiedlichen Warnkanälen, über die vor einer drohenden Gefahr gewarnt wird. Auch wenn eine Warnmeldung z.B. über Radio nicht wahrgenommen wird oder ein Warnkanal ausfällt, kann die Warnung über viele weitere Kanäle (wie Stadtinformationstafeln, Warn-Apps, Lautsprecherwagen und Internetseiten) Betroffene erreichen.

Was ist DAB+?

DAB+ (Digital Audio Broadcasting Plus) bezeichnet den europaweit einheitlichen Übertragungsstandard für die digital-terrestrische Hörfunkverbreitung. Terrestrisch bedeutet, dass das Signal von einem stationären Sender ausgestrahlt wird.


Aktuell empfangen Radios und andere Empfangsgeräte die Mehrzahl der von den Rundfunksendern analog ausgestrahlten Programme über UKW (Ultrakurzwelle oder FM Radio). Die Klangqualität von DAB+ ist verglichen mit UKW deutlich besser. Über DAB+ können auch deutlich mehr Programme verbreitet werden, als dies über UKW möglich ist.

Warum habe ich am Bundesweiten Warntag eine Warnung über mein DAB+-Radio bekommen? Wo kann ich mich informieren, welche Gefahr besteht?

Am Bundesweiten Warntag 2023 wird wie im Vorjahr eine Warnmeldung über DAB+ im Testmodus übertragen. Testmodus bedeutet, dass Ihr Radio die Wiedergabe von Testmeldungen aktiviert haben muss, damit die Warnmeldung ausgegeben wird. Wenn Sie die Warnmeldung erhalten haben und Ihr Radio beispielsweise das Programm gewechselt hat, ist Ihr Radio entsprechend eingestellt.


Weitere Informationen zur Warnmeldung erhalten Sie z. B. auf der Internetseite warnung.bund.de oder in der Warn-App NINA.

Warum heulen in vielen Städten und Kommunen die Sirenen am Bundesweiten Warntag nicht?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Sirenen am Bundesweiten Warntag nicht heulen:

  • In Deutschland gibt es kein flächendeckendes Sirenennetz. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden die allermeisten Sirenen in Deutschland abgebaut.
  • In einigen Kommunen warnen Sirenen ausschließlich zu Brandschutzzwecken und können nur den entsprechenden Signalton zur Alarmierung der Feuerwehr auslösen.
  • Es gibt Sirenen, die nicht direkt von den Leitstellen oder kreisweit ausgelöst werden können.

Inwieweit werden in der Warnung die Bedarfe von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt?

Das BBK stellt Publikationen und Informationsangebote barrierearm zur Verfügung. Viele unserer Informationen liegen auch in deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache vor. Um möglichst vielen Bedarfen gerecht zu werden, setzt das BBK auf eine breite Mischung an verschiedenen Warnmitteln. Soweit möglich, werden die Warnmittel barrierearm gestaltet:

  • Die Warn-App NINA ist kompatibel zu Screenreadern, sodass NINA insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigung ihrer Sehleistung ein gutes Mittel zur Warnung darstellt. Darüber hinaus kann je nach Betriebssystem und Bedienelement das Kontrastverhältnis erhöht werden. Notfalltipps sind in deutscher Leichter Sprache verfügbar.
  • Für Menschen mit Einschränkungen ihrer Hörleistung ist Cell Broadcast ein geeigneter Weg, um vor Gefahren gewarnt zu werden, da durch die Vibration der/die Handynutzende über die eingegangene Warnung informiert wird.
  • Die Texte, die auf Stadtinformationstafeln zur Warnung im öffentlichen Raum eingesetzt werden, wurde von Prüfgruppen auf Verständlichkeit für Menschen mit eingeschränkten kognitiven und/oder geistigen Fähigkeiten getestet.
  • Das BBK empfiehlt den Fernsehsendern darüber hinaus, besonders dringliche Warnungen über TV-Crawler (Lauftexte, meist unten im Bild) darzustellen.
  • Mit der Website warnung.bund.de steht eine responsive, ebenfalls für Screenreader optimierte Warnwebsite zur Verfügung. Ihre Barrierefreiheit wird derzeit ausgebaut, indem die Verfügbarkeit von Gebärdensprachvideos für wichtige Inhalte und standardisierte Warnmeldungen vorbereitet wird.

Das BBK hat sich zum Ziel gesetzt, die Barrierefreiheit von Warnmeldungen weiter zu verbessern und das Informations- sowie Publikationsangebot in dieser Hinsicht auszubauen.

Cell Broadcast

Was ist Cell Broadcast und wie kann es für die Warnung genutzt werden?

Cell Broadcast kann grundsätzlich genutzt werden, um Warnmeldungen an alle in einer Funkzelle eingeloggten Mobilfunkgeräte (Smartphone und konventionelles Handy) zu versenden.


Dies setzt jedoch voraus, dass die Mobilfunkgeräte zum Empfang von Cell-Broadcast-Warnmeldung in der Lage sind. Für Cell-Broadcast-Warnmeldungen wird eine Standardtechnologie des Mobilfunknetzes genutzt: Jedes Mobilfunkgerät loggt sich automatisch in eine Funkzelle, über die ein Netzempfang hergestellt wird ein. Der zentrale Verteiler einer Funkzelle kann dann in umgekehrter Richtung Warnmeldungen an alle Mobilfunkendgeräte versenden. Bei Warnmeldungen über Cell Broadcast handelt es sich ausschließlich um Textnachrichten. Bilder oder Karten werden nicht übertragen.


Der Vorteil hierbei ist, dass alle in einem Gebiet befindlichen Personen mit Mobilfunkgerät als Empfängerin und Empfänger einer Warnmeldung anonym erreicht werden können. Findet ein Gefahrenereignis statt, bekommen alle Personen innerhalb der betroffenen Funkzelleeine Warnmeldung in Form einer Cell-Broadcast-Nachricht auf ihr Mobilfunkgerät übersandt.


Der hierfür erforderliche Datenverkehr wird auch durch ein erhöhtes Aufkommen an Mobilfunkgesprächen nicht beeinflusst. Selbst wenn eine Gesprächseinwahl in der Funkzelle wegen Überbuchung nicht möglich ist, hat dies keinen Einfluss auf das Senden einer Warnmeldung über Cell Broadcast. Es handelt sich bei Cell Broadcast somit weder um einen SMS-basierenden Service noch um eine App.

Was ist der Unterschied zwischen Cell Broadcast und Warnung über SMS?

Die Übersendung von Warnmeldungen über Cell Broadcast ist ein anonymes Verfahren, das die Empfangsbereitschaft des Mobilfunkendgerätes in einer Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt. So können in einem potenziellen Gefahrengebiet befindliche Mobilfunkendgeräte angesprochen werden und diese ohne vorherige Registrierung oder Angabe von personenbezogenen Daten eine Warnmeldung empfangen.


Eine SMS dagegen ist eine direkt an eine bestimmte Person gerichtete Nachricht. Damit diese bei der Empfängerin und dem Empfänger ankommt, muss die Mobilfunknummer bekannt sein. Eine über ein SMS-Warnsystem versendete Warnmeldung kann die Empfängerin und den Empfänger also nur erreichen, wenn sie oder er sich zuvor unter Angabe einer Mobilfunknummer registriert hat. Sollen mehrere Endgeräte erreicht werden, sind mehrere Anwahl- und Übertragungsvorgänge in der Funkzelle erforderlich, was zum bekannten „Silvestereffekt“ (ein massiver zeitlicher Verzug zwischen Versand und Empfang einer SMS-Nachricht) führt.

Warum wird Cell Broadcast in Deutschland jetzt eingesetzt?

Die Bundesregierung hat im Nachgang der Flutkatastrophe von Juli 2021 die gesetzlichen Grundlagen für die Einführung von Cell Broadcast für die Warnung der Bevölkerung geschaffen. Durch Inkrafttreten des neuen § 164a des Telekommunikationsgesetzes (TKG) und Erlass der Mobilfunk-Warnverordnung im Dezember 2021 wurden die in Deutschland tätigen Mobilfunknetzbetreiber verpflichtet, Cell Broadcast einzurichten und für den Versand von Warnungen bereitzuhalten. Ende Februar 2022 hat die Bundesnetzagentur die Technische Richtlinie DE-Alert erlassen. Sie konkretisiert die technischen Anforderungen für die Einführung von Cell Broadcast.


Cell Broadcast ermöglicht es, Warnungen einfach, schnell, zielgenau und datensparsam an eine große Anzahl von Menschen zu versenden und ist daher ideal für eine Alarmierung im Notfall: Aufgrund der Eigenschaften des Dienstes kann Cell Broadcast mobilfunkgestützte Lösungen ergänzen, da die Textnachrichten auch bei sonst ausgebuchter Funkzelle noch übertragen werden. Eine App-Installation ist für die Nutzung von Cell Broadcast nicht erforderlich, da der Standard die Verarbeitung im Betriebssystem vorsieht.


Ein weiterer Vorteil ist, dass der Empfang von Cell-Broadcast-Warnungen barriereärmer ist als andere Warnkanäle. Damit entfaltet die Warnung über Cell Broadcast eine große Wirkung als zusätzlicher Warnkanal im bestehenden Warnmittel-Mix.

Was sind die Voraussetzungen für Cell Broadcast als Warnmittel?

Die Technologie Cell Broadcast setzt voraus, dass das Mobilfunknetz störungsfrei funktioniert, das Endgerät eingeschaltet ist und Cell-Broadcast-Meldungen empfangen kann.


Wie bei allen Warnkanälen und Warnmitteln müssen die auslösenden Stellen die Warnung über Cell Broadcast eigenverantwortlich und rechtzeitig über das Modulares Warnsystem einsetzen, damit die Betroffenen effektiv auf ein Ereignis reagieren können. Hierbei muss bedacht werden, dass angesichts der Beschränkung bei den Textzeichen die Warnung sehr präzise formuliert sein muss. Bürgerinnen und Bürger müssen ihre Mobilfunkendgeräte unter Umständen so konfigurieren, dass die Warnung auch empfangen werden kann. Entsprechende Informationen stellen die Hersteller der Endgeräte, das BBK sowie die Mobilfunkanbieter zur Verfügung.

Welche Geräte können Cell Broadcast empfangen?

Eine abschließende Aussage zu allen Cell-Broadcast-empfangsbereiten Geräten in Deutschland ist aktuell nicht möglich, da viele Faktoren für die Empfangbarkeit eine Rolle spielen.


Dazu gehören unter anderem:

  • Betriebssystem (Android oder iOS) und Version
  • Gerätehersteller
  • Firmenhardware

Eine Auflistung der bekannten Endgeräte, die Cell-Broadcast-Meldungen sicher technisch empfangen können, finden Sie hier: https://www.bbk.bund.de/cellbroadcast 


Auch wenn Ihr Handy oder Smartphone grundsätzlich Cell-Broadcast-Nachrichten empfangen kann, braucht es aktuelle Updates. Sonst funktioniert es nicht. Prüfen Sie, ob Sie ein Betriebssystem-Update für Android (Google) ab Version 11 oder iOS (Apple) ab Version 16.1 installiert haben.

Kann man Warnmeldungen auf einem Mobilfunkendgerät unterdrücken?

Grundsätzlich kann der Empfang von Cell-Broadcast-Warnmeldungen in Abhängigkeit vom Mobilfunkendgerät und der jeweiligen Software auf dem Mobilfunkendgerät individuell unterdrückt werden. Näheres erfahren Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter.


Dies gilt nicht für Warnmeldungen mit der höchsten Warnstufe (Warnstufe 1).


Über Cell Broadcast wird keine Entwarnung versendet.

Ist Cell Broadcast datenschutzkonform?

Ja, Cell Broadcast ist datenschutzkonform. Für die Aussendung von Cell Broadcast Nachrichten werden keine personenbezogenen Daten erhoben oder verarbeitet. Die Warnmeldung wird an alle empfangsbereiten Mobilfunkendgeräte ausgesendet, ohne dass der Absender der Warnmeldung die Mobilfunknummer oder andere Daten der Empfänger kennt oder erfassen kann.

Ist Cell Broadcast besser als die Warn-App NINA?

Die Warnung über Cell Broadcast ergänzt den vorhandenen Warnmittelmix (Sirenen, Rundfunk, Fernsehen, Werbetafeln, DB etc.), zu dem auch die Warn-App NINA gehört. Beide Warnmittel haben unterschiedliche Vorzüge: Der Informationsgehalt von Warnmeldungen über Cell Broadcast ist im Vergleich zu denen, die über Warn-Apps bereitgestellt werden können, geringer. Dies liegt unter anderem an der max. Textlänge von 500 Zeichen bei Cell-Broadcast-Warnmeldungen.


Bei Cell Broadcast ist der Weckeffekt auf Smartphones demgegenüber deutlich erhöht durch eine Kombination von akustischem Signal, visuellem Signal und haptischem Signal (Vibration).


Weitergehende Informationen und Handlungsempfehlungen zu einem Gefahrenereignis können aber nur über Warnmittel verbreitet werden, die einen größeren Textumfang ermöglichen wie beispielsweise über Warn-Apps. Weiterhin bietet insbesondere die Warn-App NINA Notfall- und Vorsorgetipps, die helfen, sich im Notfall auf das richtige Verhalten zu besinnen. Das BBK empfiehlt Mobilfunkgerätenutzerinnen und -nutzern daher weiterhin die Installation der Warn-App, sofern dies möglich ist.

Was tue ich, wenn ich eine Cell-Broadcast-Warnmeldung erhalte?

Falls möglich, folgen Sie den übermittelten (Kurz-)Handlungsempfehlungen. Auf Grund der begrenzten Zeichenzahl von höchstens 500 Zeichen bei Warnmeldungen über Cell Broadcast können jedoch nur eingeschränkt Informationen übermittelt werden. Informieren Sie sich deshalb am besten zusätzlich über andere Warnkanäle wie beispielsweise die Warn-App NINA oder einen lokalen Radiosender. Cell-Broadcast-Meldungen enthalten zudem einen Link zum Bundeswarnportal (warnung.bund.de). Hier finden Sie den ausführlichen Warntext.


Über Cell Broadcast wird aktuell keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeiten zu entwarnen werden gegenwärtig geprüft.

Was sind Schwächen und Grenzen des Warnkanals Cell Broadcast?

Das regelmäßige Update der Betriebssysteme von Mobilfunkgeräten ist für die Empfangsfähigkeit von Cell-Broadcast-Warnmeldungen zwingend notwendig.


Bei älteren Mobilfunkgeräten, deren Betriebssysteme (Software) nicht mehr aktiv durch die Betriebssystemhersteller aktualisiert werden, ist es nicht ausgeschlossen, dass solche Geräte mit überschaubarem Aufwand noch ertüchtigt werden können, manche auch nicht. Informieren Sie sich dazu bitte auf der Website oder beim technischen Support Ihres Endgeräteherstellers.


Die Cell-Broadcast-Technologie erfordert zudem grundsätzlich, dass das Stromnetz und auch das Mobilfunknetz störungsfrei funktionieren.


Wirksame Warnung über Cell Broadcast setzt ebenfalls voraus, dass Bürgerinnen und Bürger über entsprechende Mobilfunkendgeräte verfügen und diese betriebsbereit bei sich führen (im Flugmodus erfolgt keine Warnung via Cell-Broadcasting).


Die Mobilfunkendgeräte müssen darüber hinaus geladen, eingeschaltet und so konfiguriert sein, dass Cell-Broadcast-Warnmeldungen angezeigt (gilt für niedrigere Warnstufen) und unmittelbar wahrgenommen (individuelle Einstellungen) werden können. Diese Voraussetzungen sind insbesondere in den Abendstunden bzw. nachts oftmals nicht durchgängig gegeben, wenn Smartphones bspw. in den Flugmodus versetzt oder außerhalb der Hörweite aufbewahrt/geladen werden.


Angesichts der Beschränkung bei den Textzeichen muss die Cell-Broadcast-Warnmeldung sehr präzise formuliert sein.


Grundsätzlich können über Cell Broadcast weder Audiodateien noch Bilddateien (also z. B. grafische Elemente von Warnmeldungen) übermittelt werden. Daher kann Cell Broadcast nicht alle warnrelevanten Inhalte vermitteln, so dass Zugänge zu ergänzenden Kanälen zwingend erforderlich sind.


Auslösende amtliche Stellen müssen die Warnung über Cell Broadcast – wie bei allen Warnkanälen und Warnmitteln – eigenverantwortlich und rechtzeitig einsetzen, damit die Betroffenen effektiv auf ein Gefahrenereignis reagieren können.


Die eindeutige Authentifizierung des Absenders ist bei Cell-Broadcast-Nachrichten für die Empfängerinnen und Empfänger schwer nachvollziehbar.

Wie erkenne ich, dass die eingehende Cell-Broadcast-Warnung von einer berechtigten hoheitlichen Stelle kommt?

Zugang zum Auslösesystem haben ausschließlich Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen.


Der Absender der Warnmeldung ist in der Cell-Broadcast-Warnung benannt. Ferner verweist die Warnmeldung auf das Bundeswarnportal (warnung.bund.de), in dem alle Warnmeldungen angezeigt werden. Auch hierdurch können Sie sich in Zweifelsfällen vergewissern, dass die Warnmeldung von dem angegebenen Absender herausgegeben wurde.


Über Cell Broadcast wird aktuell keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeiten zu entwarnen werden gegenwärtig geprüft.

Warum erhalte ich die Cell-Broadcast-Warnung mehrfach?

Es besteht aus technischen Gründen eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen die Probewarnung mehrfach auf Ihrem Handy angezeigt wird. Dies ist z. B. bei Dual-Sim-Handys mit Sim-Karten verschiedener Anbieter möglich. Smartphones mit den Betriebssystemen Android 11 und höher sowie iOS 15.6.1 zeigen Probewarnung in der Regel nur einmal an. Der mehrfache Empfang der Probewarnung zeigt aber keinen technischen Fehler an. Seit der ersten Probe am Bundesweiten Warntag 2022 und dem Übergang in den Wirkbetrieb am 23. Februar 2023 arbeiten wir daran, die Abläufe zu verbessern. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihren Mobilfunkanbieter.

Warum erfolgen Cell-Broadcast-Warnungen nur auf Deutsch und Englisch?

Cell Broadcast ist eine Erweiterung bestehender Warnmittel innerhalb des deutschen Warnmittelmixes. Über eine Vielzahl von Warnmitteln können mehr Menschen erreicht werden, auch betreffend Fremdsprachen. Während beispielsweise Cell-Broadcast-Warnungen in deutscher und englischer Sprache versendet werden, erhalten Sie Warnungen auf der Warn-App NINA neben deutscher auch in arabischer, englischer, französischer, polnischer, russischer und spanischer Sprache. Bei CB wird für jede Sprache eine separate Meldung an alle Endgeräte verschickt. Da erst Erfahrungswerte zur Kapazitätsauslastung erhoben werden müssen, wird es bei der Einführung zunächst nur Warnmeldungen in Deutsch und Englisch geben. Es ist aber geplant, das Angebot zu erweitern.

Warum habe ich meine Cell-Broadcast-Warnung am Bundesweiten Warntag nicht bereits um 11 Uhr, sondern erst später bekommen?

Es kann vorkommen, dass die Probewarnung über Cell Broadcast nicht direkt beim ersten Versuch zugestellt werden kann, weil das Handy möglicherweise keinen Empfang hatte. In dem Fall versucht das System bis 11:12 Uhr weiterhin, die Warnung zuzustellen. Daher haben Sie Ihre Probewarnung über Cell Broadcast erst später erhalten.

Höre ich den Cell-Broadcast-Alarm, wenn ich mein Handy auf "Bitte nicht stören"/lautlos gestellt habe?

Die höchste Warnstufe (Warnstufe 1) übersteuert auch eine Stummschaltung bzw. die "Bitte nicht stören"-Funktion des Endgerätes. Die Warnmeldung wird mit einer Kombination von akustischem, visuellem und haptischem Signal (Vibration) regulär ausgespielt.
 

Die Warnstufen 2 und 3 können manuell abgeschaltet werden und unterdrücken auch den Signalton. Auf dem Display wird die Meldung aber dennoch angezeigt.

Auf welcher Rechtsgrundlage darf das BBK mein Handy für Cell Broadcast nutzen?

Die Warnung der Bevölkerung ist gemäß § 6 Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz (ZSKG) gesetzlicher Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Der Mobilfunkdienst Cell Broadcast ist ein neuer Warnkanal im sogenannten Warnmittelmix, der in Deutschland zur Warnung der Bevölkerung zum Einsatz kommt. Die Aussendung von Cell-Broadcast-Warnmeldungen über die Mobilfunknetze auf die Endgeräte der Bürgerinnen und Bürger erfolgt jedoch ausschließlich durch die Netzbetreiber in Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur auf Grundlage des §164a Telekommunikationsgesetz (TKG) sowie der Mobilfunkwarnverordnung (MWVO). Das BBK hat keinen direkten Zugriff auf mobile Endgeräte.

Warum erhalte ich eine Cell-Broadcast-Warnmeldung, obwohl ich mich nicht im Gefahrenbereich befinde?

Dies kann verschiedene Gründe haben. Einerseits entscheidet das zuständige Personal bei der Auslösung einer Gefahrenwarnung über die Größe des Gefahrengebiets. Hierbei werden auch meteorologische Aspekte wie beispielsweise die Windrichtung einbezogen. Hierzu kann Ihnen die in der Warnung genannte Behörde Auskunft geben. Andererseits kann es eine technische Ursache haben: Für einen optimalen Empfang wählt sich das Smartphone immer in das beste Netz. In manchen Fällen kann es zu einer sogenannten Überreichweite der Mobilfunkmasten bei der Aussendung kommen – insbesondere bei Standorten am Rande eines Schadensgebietes. Dann erhalten auch weiter entfernte Mobilfunkgeräte Cell-Broadcast-Nachrichten aus der aussendenden Funkzelle. Darüber hinaus haben auch meteorologische und städtebauliche Faktoren Einfluss. So dringen Funksignale nur abgeschwächt durch ein Gebirge oder starke Bebauung. Umgekehrt begünstigen Hochdruckwetterlagen und ebene Wasserflächen die Ausbreitung von Funkwellen.