Baugenehmigung und Bauberatung

„Das eigene Dach behüt‘ vor Ungemach“   (Sprichwort)  

 

Der Traum von den eigenen vier Wänden hat bei vielen Bürgern einen großen Stellenwert. Aber nicht nur in private, auch in gewerbliche und landwirtschaftliche Bauvorhaben werden erhebliche Summen investiert.

 

Wer vorhat zu bauen, möchte sein Geld gut angelegt wissen:

Das Bauwerk soll für mehrere Jahre oder Jahrzehnte seinen Zweck erfüllen, technische Standards müssen erfüllt sein, und zu Rechtsstreitigkeiten, gerade mit Nachbarn, soll es möglichst gar nicht kommen. Einen wesentlichen Beitrag zu einem „guten Bauvorhaben“ leistet dabei die öffentlich-rechtliche Prüfung des Vorhabens.  

 

Bevor Sie mit der Errichtung Ihrer baulichen Anlage beginnen können, brauchen Sie in der Regel eine Genehmigung. Dabei ist die vollständige Prüfung der Eingabeplanung nur noch in bestimmten Fällen erforderlich; für die meisten baulichen Anlagen sieht die Bayerische Bauordnung Verfahrenserleichterungen vor. Um möglichst frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen und Fehler in der Bauvorbereitung zu vermeiden, bieten wir Ihnen eine fundierte Bauberatung an.  

 

Hinweis: Die Große Kreisstadt Bad Reichenhall ist selbst für das Baurecht in ihrem Stadtgebiet zuständig.

Häufig gestellte Fragen

In vollem Umfang werden dabei nur noch die sogenannten Sonderbauten geprüft; für die gängigen Ein- und Zweifamilienhäuser oder vergleichbare Bauwerke sieht die Bayerische Bauordnung nur noch ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren vor. Bauliche Anlagen im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplanes, die dessen Festsetzungen voll entsprechen, können unter bestimmten Voraussetzungen sogar in einem Genehmigungsfreistellungsverfahren zugelassen werden.

Manchmal kann es sinnvoll sein, schwierige oder strittige Einzelfragen rechtlich zu klären, bevor man eine vollständige Eingabeplanung in Auftrag gibt. Für diesen Fall sieht die Bayerische Bauordnung die Möglichkeit vor, eine Bauvoranfrage zu stellen. Der sogenannte Vorbescheid beantwortet die gestellten Fragen in rechtlich verbindlicher Form. Er ist drei Jahre gültig und bildet in dieser Zeit die Grundlage für den (vollständigen) Bauantrag.

Bei Bauanträgen benötigen Sie folgende Unterlagen

  • Bauplanmappen (dreifach) in den Farben grün, rot und beige
  • Bauantrag
  • Baubeschreibung
  • Amtlicher Lageplan im Maßstab 1:1000 (nicht älter als 6 Monate)
  • Amtlicher Lageplan im Maßstab 1:2000 (nur für Außenbereichsvorhaben)
  • Lageplan Maßstab 1:1000 mit maßstäblicher Einzeichnung des Vorhabens
  • Nachbarunterschriften bzw. Namen und Anschriften der Nachbarn bei Unterschriftsverweigerung
  • Bauzeichnungen im Maßstab 1:100 mit Schnitten, Ansichten und Grundrissen
  • Unterschrift des Bauherrn und des Bauvorlageberechtigten (Architekt, Bautechniker, Handwerksmeister)
  • Kriterienkatalog gemäß Anlage 2 der Bauvorlagenverordnung (BauVorlV)
  • Vordruck Bestimmung des Verantwortlichen für die Bauausführung gemäß Art. 77 Abs. 3 der Bayerischen Bauordnung (BayBO) bei Vorhaben im Sinne des Art. 62 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 BayBO
  • Bei Gebäuden der Gebäudeklassen 5, Mittel- und Großgaragen sowie Sonderbauten zusätzlich ein Brandschutzkonzept
  • Bei Sonderbauten zusätzlich eine geprüfte Statik (diese muss vor Baubeginn vorliegen)
  • Im vereinfachten Verfahren sind Ausnahmen und Befreiungen von Bebauungsplänen oder Vorschriften der BayBO zu beantragen und durch den Bauherrn oder den Planfertiger zu begründen (Art. 59 Satz 1 Nr. 2 BayBO).
  • Für einzelne Bauvorhaben können noch weitere Unterlagen erforderlich sein, dies erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde bzw. beim Landratsamt.  


Bei Voranfragen benötigen Sie folgende Unterlagen: 

  • Antrag auf Vorbescheid (wie Bauantrag) mit konkreten Einzelfragen zum Bauvorhaben, über die das Landratsamt entscheiden soll 
  • Amtlicher Lageplan Maßstab 1:1000 (nicht älter als 6 Monate)
  • Amtlicher Lageplan Maßstab 1:2000 (nur für Außenbereichsvorhaben)
  • Lageplan Maßstab 1:1000 mit maßstäblicher Einzeichnung des Vorhabens
  • Nachbarunterschriften bzw. die Namen und Anschriften der Nachbarn bei Unterschriftsverweigerung oder Verzicht der Nachbarbeteiligung auf Antrag
  • Skizzen oder Bauzeichnungen im Maßstab 1:100 mit Schnitten und Ansichten und Grundrissen, sofern erforderlich
  • Unterschrift des Bauherrn

Den Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen reichen Sie bei Ihrer Gemeinde ein. Diese führt eine Vorprüfung durch und leitet ihn mit ihrer Stellungnahme an das Landratsamt weiter. Dort wird er bauplanungsrechtlich und technisch geprüft. An der Prüfung werden weitere Fachstellen beteiligt, wenn dies im Hinblick auf die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens erforderlich ist (Beispiel: bei landwirtschaftlichen Vorhaben das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein).

Die Gebühr für eine Baugenehmigung beträgt im Allgemeinen 2 ‰ der Baukosten, bei Vorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes 1 ‰. Die Gebühren für einen Vorbescheid bewegen sich im Rahmen von 40 bis 2.500 Euro.