Bohranzeigen und Erdaufschlüsse

Alle Erdarbeiten, die so tief in den Boden eindringen, dass auf die Höhe, die Bewegung oder die Beschaffenheit des Grundwassers eingewirkt wird (z.B. Bohrungen, Errichtung von Brunnen, das – auch vorübergehende – Freilegen von Grundwasser sowie ähnliche Maßnahmen), müssen vor dem Beginn der Arbeiten dem Landratsamt angezeigt werden.

 

Nach Art. 30 Abs. 2 BayWG kann mit den Arbeiten begonnen werden, wenn das Landratsamt nicht innerhalb eines Monats Einwände erhoben oder die Zulässigkeit bestätigt hat. Das Landratsamt entscheidet in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein, ob aufgrund der beabsichtigten Nutzung, der hydrogeologischen Verhältnisse oder der Lage des Vorhabens im Wasser- oder Heilquellenschutzgebiet eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich ist.


Für Bohranzeigen beim Landratsamt Berchtesgadener Land sind drei Formulare abrufbar:


Zusätzlich zur Bohranzeige beim Landratsamt ist eine digitale Bohranzeige an das Bayerische Landesamt für Umwelt zu richten.


Laut Lagerstättengesetz ist jeder, der eine maschinelle Bohrung niederbringt, verpflichtet, diese Bohrung dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), Geologischer Dienst anzuzeigen. Nach Abschluss der Bohrung sind dem LfU alle Bohrergebnisse bekanntzugeben.