Bohranzeigen und Erdaufschlüsse

Alle Erdarbeiten, die so tief in den Boden eindringen, dass auf die Höhe, die Bewegung oder die Beschaffenheit des Grundwassers eingewirkt wird (z.B. Bohrungen, Errichtung von Brunnen, das – auch vorübergehende – Freilegen von Grundwasser sowie ähnliche Maßnahmen), müssen vor dem Beginn der Arbeiten dem Landratsamt angezeigt werden.

 

Nach Art. 30 Abs. 2 BayWG kann mit den Arbeiten begonnen werden, wenn das Landratsamt nicht innerhalb eines Monats Einwände erhoben oder die Zulässigkeit bestätigt hat. Das Landratsamt entscheidet in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein, ob aufgrund der beabsichtigten Nutzung, der hydrogeologischen Verhältnisse oder der Lage des Vorhabens im Wasser- oder Heilquellenschutzgebiet eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich ist.  


Wird mit der Durchführung der Maßnahme eine Fachfirma (Brunnenbauer) beauftragt, ist die Bohranzeige von dieser einzureichen.  


Die Anzeige kann formlos schriftlich gestellt werden und muss die zur Beurteilung erforderlichen Angaben enthalten. Üblicherweise sind dies 


Angaben zum/zur

  • Vorhabensträger/Bauherrn,
  • genauen Bohrungsort (z.B. Flurkarte im Maßstab 1:5.000 oder 1:1.000 mit Angabe der Flurnummern, Gemarkung und Kennzeichnung der Lage der Bohransatzpunkte),
  • Vorhabenszweck,
  • Art, Umfang und Dauer des Vorhabens,
  • voraussichtliche Bohrtiefe, erwartete Untergrundverhältnisse und Grundwasserschichten.