Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

Leistungen der Eingliederungshilfe nach § 35a Sozialgesetzbuch VIII (SGB) erhalten Kinder und Jugendliche, wenn

  • ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und
  • daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Entstehende Kosten

Die im Rahmen der Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII entstehenden Kosten werden vom örtlichen Jugendhilfeträger (Landkreis Berchtesgadener Land) übernommen.

Kostenbeteiligung

Das Kind oder der Jugendliche und dessen Eltern werden zu den Kosten der Hilfe durch einen Kostenbeitrag herangezogen, wenn die Hilfe durch geeignete Pflegepersonen sowie in Einrichtungen über Tag und Nacht und sonstigen Wohnformen geleistet wird (§ 91 Abs. 1 Nr. 6 SGB VIII in Verbindung mit § 92 Abs. 1 Nrn. 1 und 5 SGB VIII).


Hinweis:
Der Kindergeldberechtigte hat mindestens einen Kostenbeitrag in Höhe des Kindergeldes zu leisten (§ 94 Abs. 3 SGB VIII).


Erfolgt die Eingliederungshilfe in Tageseinrichtungen und anderen teilstationären Einrichtungen, werden die Eltern zu den Kosten der Hilfe herangezogen, sofern sie mit dem Kind beziehungsweise Jugendlichen zusammen leben (§ 91 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII in Verbindung mit § 92 Abs. 1 Nr. 5 SGB VIII).

Wird die Eingliederungshilfe in ambulanter Form gewährt, erfolgt keine Kostenbeteiligung.