In seiner Sitzung vom 14. April 2025 hat sich der zuständige Ausschuss für Umweltfragen, Energie, Landkreisentwicklung und Mobilität mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie für die Altdeponie Freilassing-Eham auseinandergesetzt und die Weichen für das weitere Vorgehen gelegt.
Die Bewertung der vom Projektingenieur gewonnenen Daten führte zu folgenden Ergebnissen:
Die derzeitige Deponieabsaugung ist ausbaufähig und in Teilen altersbedingt zu sanieren.
Derzeit können im Deponiekörper auch Gasansammlungen auftreten, die u.a. über die Oberfläche an die Umwelt abgegeben werden.
Angesichts der Datenlage wurden für die Erreichung der Klimaschutzziele zwei Varianten vom Ingenieurbüro CDM Smith SE mit Sitz in Bochum (Niederlassung aus München) entwickelt.
Aufgrund der Dauer der erforderlichen Genehmigungsverfahren sowie der Dauer des notwendigen öffentlichen Vergabeverfahrens bei einer Umsetzung, hat der Ausschuss beschlossen, sich für eine Anpassung und Sanierung des Gaserfassungssystems (Gasbrunnen und Leistungen) sowie der Ergänzung der bestehenden Gasfackel um eine weitere Gasfackel auszusprechen. Zusätzlich soll ein Lufteintragsbauwerk gestaltet werden, um die Zersetzungsprozesse zu beschleunigen und damit die Setzungen der Deponieoberfläche früher zum Stillstand zu bringen.
Durch die Maßnahmen ergibt sich in den kommenden 20 Jahren ein Einsparpotential an schädlichen Methan von rund 80% gegenüber dem Iststand der Gasbehandlung.
Die Verwaltung hat nunmehr den Auftrag, die erforderlichen Genehmigungsunterlagen bei den zuständigen Behörden einzureichen. Nachdem sich die Deponie bereits in der Nachsorge befindet, muss neben der Regierung von Oberbayern (Anordnungsverfahren nach § 40 Abs. 2 KrWG) auch die Immissionsschutzbehörde am Landratsamt (BImSchG) die Veränderungen genehmigen.
Im Zuge der Förderung der Machbarkeitsstudie durch den Bund muss der jeweilige Genehmigungsantrag bis Ende Juli 2025 eingereicht sein.
April 2024. Im Zuge der Umsetzungsmaßnahmen für die landkreiseigenen Klimaschutzziele hat der Ausschuss für Umweltfragen, Energie, Landkreisentwicklung und Mobilität in seiner Sitzung vom 20. September 2022 beschlossen, die beiden aktiv-entgasten Deponien in Bischofswiesen-Winkl und in Freilassing-Eham hinsichtlich Optimierungs- und Reduzierungsmaßnahmen untersuchen zu lassen. Hierzu wurde ein Antrag auf Förderung im Zuge der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes (NKI) gestellt.
Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Deshalb fördert und initiiert die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz Klimaschutzprojekte in ganz Deutschland. In Kommunen, Städten und Unternehmen wird so mit vielfältigen Fördermöglichkeiten ein lebenswertes Jetzt und eine nachhaltige Zukunft gestaltet.
Der Landkreis führt in den kommenden Monaten eine Machbarkeitsstudie zur In-Situ Stabilisierung der Siedlungsabfalldeponie zur Reduzierung der Treibhausgase durch. Hierzu erfolgt ein Absaugversuch nach den aktuellen Standards der Internationalen Weltklimaschutzkonferenz (IPCC). Hierbei wird untersucht, in welchem Umfang die aktive Entgasung der Deponie optimiert werden kann, um die freiwerdenden Methanemissionen der Deponie zu reduzieren. Zudem wird untersucht, ob durch den Eintrag von Luftsauerstoff der Zersetzungsprozess des Deponats beschleunigt und somit der Deponiekörper schneller stabilisiert werden kann.
Die Machbarkeitsstudie wird mit rund 50% aus dem Klima- und Transformationsfonds gefördert.
Im Zuge eines öffentlichen Vergabeverfahrens wurde das Ingenieurbüro CDM Smith SE mit Sitz in Bochum (Niederlassung aus München) für das Projekt gewonnen. Die Ingenieure nehmen in den kommenden Tagen ihre Arbeit auf.
Im Zuge der bayerischen Gebietsreform in den 1970ern wurde die Aufgabe der Müllentsorgung auf die Landkreise übertragen. Daher haben die Kreise die zu diesem Zeitpunkt noch aktiven gemeindlichen Müllkippen übernommen, wenn noch Verfüllmöglichkeiten bestanden.
Ende 1977 übernahm der Landkreis Berchtesgadener Land den früheren Müllplatz Eham, den die Stadt seit den späten 1960ern betrieben hatte und baute ihn in der Folge zur ordnungsgemäßen Abfalldeponie Freilassing-Eham aus (1. Erweiterung). Mit Inbetriebnahme der basisabgedichteten Deponieerweiterung im Jahr 1984 erfolgte auch Sukzessive die Rekultivierung der Altdeponie. Der Deponiebetrieb wurde 1989 in Gänze eingestellt. Seit 1991 befindet sich die Deponie in der Nachsorgephase. Seit 2012 wird auf der Deponie zudem eine Freiflächenphotovoltaikanlage zur regenerativen Stromerzeugung betrieben.
Das durch die diversen Zersetzungsprozesse, v.a. aus dem Bereich der klassischen Siedlungsabfälle („Mülltüte“), entstehende Deponiegas wird aktiv über 9 Gasbrunnen abgesaugt und mittels einer Gasfackel behandelt. Aufgrund der Zusammensatzung des Deponiegases, v.a. dem geringen Methangehalt, ist derzeit eine Schwachgasfackel, ein sog. CHC-Converter, der Fa. Lambda in Betrieb.
Bei rund 1100°C wird das Deponiegas nachhaltig und umweltschonend katalysatorisch behandelt.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert der Bund seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Die Projektstudie trägt das Förderkennzeichen: 67K23726.
In seiner Sitzung vom 14. April 2025 hat sich der zuständige Ausschuss für Umweltfragen, Energie, Landkreisentwicklung und Mobilität mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie für die Deponie Bischofswiesen-Winkl auseinandergesetzt und die Weichen für das weitere Vorgehen gelegt.
Die Bewertung der vom Projektingenieur gewonnenen Daten führte zu folgenden Ergebnissen:
Zur Erreichung der Klimaschutzziele wurden zwei Varianten vom Büro DEPO Consult GmbH aus Büren entwickelt.
Aufgrund der Dauer eines Genehmigungsverfahrens sowie der Dauer des erforderlichen öffentlichen Vergabeverfahrens bei einer Umsetzung, hat der Ausschuss beschlossen, sich für eine Anpassung und Sanierung des Gaserfassungssystems (Gasbrunnen und Leistungen) sowie dem Austausch der bestehenden Gasfackel durch eine RTO-Anlage (regenerativ-thermische Oxidationsanlage) auszusprechen. Hier handelt es sich um eine artverwandte Gasbehandlungsanlage, welche jedoch mit weit geringerer Methan-Konzentration arbeiten kann und somit länger im Einsatz bleiben wird, wie der bestehende CH-Converter. Zusätzlich soll ein Lufteintragsbauwerk gestaltet werden, um die Zersetzungsprozesse zu beschleunigen und damit die Setzungen der Deponieoberfläche früher zum Stillstand zu bringen.
Durch die Maßnahmen ergibt sich in den kommenden 20 Jahren ein Einsparpotential an schädlichen Methan von rund 92% gegenüber dem Iststand der Gasbehandlung.
Die Verwaltung hat nunmehr den Auftrag, die erforderlichen Genehmigungsunterlagen bei der Regierung von Oberbayern für das nötige Plangenehmigungsverfahren einzureichen. Im Zuge der Förderung der Machbarkeitsstudie durch den Bund muss der Genehmigungsantrag bis Ende Juli 2025 eingereicht sein.
April 2024. Im Zuge der Umsetzungsmaßnahmen für die landkreiseigenen Klimaschutzziele hat der Ausschuss für Umweltfragen, Energie, Landkreisentwicklung und Mobilität in seiner Sitzung vom 20. September 2022 beschlossen, die beiden aktiv-entgasten Deponien in Bischofswiesen-Winkl und in Freilassing-Eham hinsichtlich Optimierungs- und Reduzierungsmaßnahmen untersuchen zu lassen. Hierzu wurde ein Antrag auf Förderung im Zuge der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes (NKI) gestellt.
Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Deshalb fördert und initiiert die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz Klimaschutzprojekte in ganz Deutschland. In Kommunen, Städten und Unternehmen wird so mit vielfältigen Fördermöglichkeiten ein lebenswertes Jetzt und eine nachhaltige Zukunft gestaltet.
Der Landkreis führt in den kommenden Monaten eine Machbarkeitsstudie zur In-Situ Stabilisierung der Siedlungsabfalldeponie zur Reduzierung der Treibhausgase durch. Hierzu erfolgt ein Absaugversuch nach den aktuellen Standards der Internationalen Weltklimaschutzkonferenz (IPCC). Hierbei wird untersucht, in welchem Umfang die aktive Entgasung der Deponie optimiert werden kann, um die freiwerdenden Methanemissionen der Deponie zu reduzieren. Zudem wird untersucht, ob durch den Eintrag von Luftsauerstoff der Zersetzungsprozess des Deponats beschleunigt und somit der Deponiekörper schneller stabilisiert werden kann.
Die Machbarkeitsstudie wird mit rund 50% aus dem Klima- und Transformationsfonds gefördert.
Im Zuge eines öffentlichen Vergabeverfahrens wurde das Ingenieurbüro DEPO Consult GmbH aus Büren für das Projekt gewonnen. Die Ingenieure nehmen in den kommenden Tagen ihre Arbeit auf.
Im Zuge der bayerischen Gebietsreform in den 1970ern wurde die Aufgabe der Müllentsorgung auf die Landkreise übertragen. Daher haben die Kreise die zu diesem Zeitpunkt noch aktiven gemeindlichen Müllkippen übernommen, wenn noch Verfüllmöglichkeiten bestanden.
Im Jahre 1977 übernahm der Landkreis Berchtesgadener Land den früheren Müllplatz Winkl, den die Gemeinde Bischofswiesen seit den frühen 1960ern betrieben hatte und baute ihn in der Folge zur ordnungsgemäßen Abfalldeponie Bischofswiesen – Winkl aus (sogenannte 1. Erweiterung). Mit Inbetriebnahme der basisabgedichteten Deponieerweiterung im Jahr 1989 erfolgte auch die Rekultivierung der Altdeponie. Diese wurde mit einer mineralischen Oberflächenabdichtung sowie einer Deponiegaserfassung über sieben Gasbrunnen versehen. In der Erweiterung wurde bis in das Jahr 2005 überwiegend Hausmüll und Sperrmüll abgelagert und eingebaut.
Mit den gesetzlichen Veränderungen in den 1990ern und Anfang 200ern dürfen auf der Deponie nur noch asbesthaltiges Material, Künstliche Mineralfasern (KMF) und andere inerte Abfälle zur Beseitigung eingebaut werden.
Das durch die diversen Zersetzungsprozesse, v.a. aus dem Bereich der klassischen Siedlungsabfälle („Mülltüte“) entstehende Deponiegas wird aktiv abgesaugt und wurde bis ca. 2010 zur Stromgewinnung eingesetzt. Aufgrund der schlechten Qualität des Gases, insbesondere der geringen Methankonzentration, wird das Deponiegas seither mittels Gasfackel entsorgt und neutralisiert. Aktuell ist hierzu eine sog. Schwachgasfackel im Einsatz (CHC-Converter). Bei rund 1100°C wird das Deponiegas katalysatorisch behandelt.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert der Bund seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Die Projektstudie trägt das Förderkennzeichen: 67K23823.
Der Regionalverband Flachgau-Nord und die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land sowie das Ressourcenforum Austria erstellen eine Online Plattform um die verschiedensten Re-Use Angebote und Initiativen der grenzübergreifenden Region sichtbar und nutzbar für die Bevölkerung zu machen.
Das Projekt „Re-Use: Re-gional 2.0“ (BA0300062) wird als EuRegio Kleinprojekt gefördert im Rahmen des Interreg-Programmes Österreich-Bayern 2021-2027.
Max. Gesamtvolumen: 34.981,84 EUR
Max. EFRE-Förderung: 75 %; 26.236,38 EUR
Wir danken für die freundliche Unterstützung der EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land – Traunstein, insbesondere für das Engagement von Frau Sarah Reiter.
Für das EUREGIO-Kleinprojekt „Re-Use: Regional 2.0 – Netzwerk- und Plattformentwicklung zur Bewusstseinsstärkung für regionale Wiederverwendung im Flachgau-Berchtesgadener Land-Traunstein“
Abgabgefrist
6. März 2023 12 Uhr
Empfänger
Regionalverband Flachgau-Nord
Joseph-Mohr-Straße 4a
5110 Oberndorf bei Salzburg
oder
Ein gefördertes EUREGIO-Kleinprojekt des EU-Programms INTERREG Österreich-Bayern 2014-2020.
Die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein sowie der Regionalverband Flachgau-Nord erstellen eine Machbarkeitsstudie für die grenzübergreifende Region. Ziel dabei ist es zu prüfen, ob ein oder mehrere Standorte für Re-Use-Zentren Potential haben.
Das Projekt „Re-Use: Re-gional“ (SBG 164) wird als EuRegio Kleinprojekt gefördert im Rahmen des Interreg-Programmes Österreich-Bayern 2014-2020.
Max. Gesamtvolumen: 25.000 Euro
Max. EFRE-Förderung: 75 %; 18.750 Euro
Telefonische Erreichbarkeit:
Montag - Mittwoch: 9:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 - 16:00 Uhr
Allgemeine Fragen zur Abfallwirtschaft