SO KÖNNEN SIE SICH ÜBER DIE BADEWASSER-QUALITÄT DER EINHEIMISCHEN BADESEEN sowie SCHWIMMBÄDER INFORMIEREN

Das Landratsamt – Gesundheitsamt - überwacht die Badewasserqualität während der Badesaison in regelmäßigen Abständen - monatlich an den wichtigsten Badestellen des Landkreises (EU-Badeseen).

Badestellen, wie z.B. der Au-See bei Freilassing, werden wetterabhängig geprüft. Untersucht wird vor allem auf Fäkalkeime (E-coli-Bakterien und Enterokokken), die Indikatoren für die mikrobiologische Belastung des Badewassers sind. Zusätzlich werden Umwelteinflüsse durch Sichtkontrolle auf Verschmutzung, Algenwuchs etc. vom Gesundheitsamt bewertet. Denn die wichtigste Voraussetzung für ungetrübte Badefreuden ist ein sauberes Badewasser. 


In den vergangenen Jahren zeigten die aufgeführten Badestellen ausgezeichnete Wasserqualität.

Abtsdorfer See

Der Abtsdorfer See ist ein beliebter Badesee in der Nähe von Laufen. Der eiszeitlich entstandene Moorsee gilt als einer der wärmsten Seen in Bayern. Der See gehört zur Gemeinde Saaldorf-Surheim im Landkreis Berchtesgadener Land. Das nördliche Ufer bildet die Grenze zur Stadt Laufen. Von den Anwohnern in der Umgebung wird der See auch kurz nur als Abtsee bezeichnet. 

  • Seelänge: 1,6 km
  • Seebreite: 0,53 km
  • Fläche: 0,84 km²
  • mittlere Tiefe: 11,30 m
  • Höhe NN: 426,2


EU-Badeplatz:

Freizeitgelände Mitte am Nordufer mit Parkmöglichkeit

Aktuelles Ergebnis der Badesaison 2017

  • Datum: 14.08.2017
  • Bewertung: ***ausgezeichnet
  • Wassertemperatur: 22,9°C

 

 

 

Höglwörther See

In Sichtweite von Anger liegt das wahre Kleinod "Höglwörth". Romantisch liegt das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift auf einer kleinen Halbinsel im gleichnamigen See. Bei einem halbstündigen Rundgang um den Höglwörther See kann man vom gegenüberliegenden Ufer aus die schönste Ansicht des Klosters genießen. Die Spiegelung im Wasser verleiht dem Anblick der Klosteranlage einen besonderen Glanz. Der See entstand nach Abschmelzen des Saalachgletschers vor etwa 10.000 Jahren. Heute ist der See ca. 13,5 ha groß und nur noch 8 - 10 m tief, ein Moorsee, der sich schon früh im Jahr erwärmt und deshalb bei den Badefreunden beliebt ist.


Badeplätze:
Freizeitwiese, Strandbad mit Kiosk und kleiner Bewirtung

Parkmöglichkeit beim Klosterwirt

Aktuelles Ergebnis der Badesaison 2017

  • Datum: 14.08.2017
  • Bewertung: ***ausgezeichnet
  • Wassertemperatur: 20,9 °C

 

 

 

Thumsee

Der Thumsee liegt in einem nach ihm benannten Landschaftsschutzgebiet westlich von Bad Reichenhall. Er ist ein glasklarer Gebirgssee, der im Hochsommer Badetemperatur erreicht.

Eine Besonderheit ist die in der Nähe des Sees an einem Sumpfweiher gelegene Seerosenfarm. Sie wurde bereits 1936 angelegt und ist damit die älteste in Deutschland.

  • Seelänge: ca. 1 km
  • Seebreite: 0,40 km
  • Fläche: 0,40 km²
  • höchste Tiefe: 21 m


Haupt-Badeplätze: Freizeitgelände und Strandbad.


Bitte beachten: Wenig Parkmöglichkeiten am See, Anfahrt mit Stadtbus nutzen.

Aktuelles Ergebnis der Badesaison 2017

  • Datum: 14.08.2017
  • Bewertung: ***ausgezeichnet
  • Wassertemperatur: 19,1 °C

 

 

 

Häufig gestellte Fragen

Baden und Wassersport zählen zu den beliebtesten Freizeitvergnügen. Ein durchschnittlicher Schwimmer schluckt beim Baden im Schnitt 50 ml, ein Nichtschwimmer 30 ml Wasser. Kinder beim Herumtoben und nicht ganz so gute Surfer nehmen oft ein Vielfaches dieser Mengen auf.

Damit dabei keine Krankheitserreger geschluckt werden und das Baden wirklich ein Vergnügen bleibt, genügt es nicht, allein die hygienische Wasserqualität engmaschig zu überwachen. Vielmehr rückt das systematische und umfassende Management einer Badestelle in den Vordergrund.

Im Jahr 2008 untersuchten alle zuständigen Behörden erstmals nach der neuen Badegewässerrichtlinie (Richtlinie 2006/7/EG), die in Abstimmung mit den EU-Mitgliedsstaaten entstanden ist. Diese wurde in Bayern durch die Bayerische Badegewässerverordnung (BayBadeGewV) vom 15. Februar 2008 umgesetzt. 

Für jedes Badegewässer nach EU-Richtlinie muss ein sogenanntes Badegewässerprofil erstellt sein. Es umfasst eine geografische, hydrologische und physikalische Beschreibung der Badestelle.

Weiterhin müssen potenzielle Kontaminationsquellen ermittelt und bewertet werden:

Art, Häufigkeit und Dauer zu erwartender kurzzeitiger und sonstiger Verschmutzungen sowie deren Abhilfemaßnahmen sind zu ermitteln. Diese Angaben bilden die Grundlage für die Bewertung eines hygienisch gesundheitlichen Risikos für die Badenden und für daraus resultierende Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Hierzu gehören:

  • die regelmäßige Aktualisierung von Badegewässerprofilen
  • die Ermittlung und Bewertung der Ursache von Verschmutzungen sowie
  • Maßnahmen zur Expositionsvermeidung und zur Verringerung der Gefahr einer Verschmutzung.

 

 

 

Für die Überwachung der Badegewässer wird vor der Saison ein verbindlicher Überwachungszeitplan erstellt, in dem Probenahmen einmal in der Vorsaison und in der Badesaison in monatlichen Abständen zeitlich vorgegeben werden. In Bayern wird üblicherweise von Mai bis September gebadet, sodass mit der Vorsaison sechs Proben anfallen.

In der neuen Richtlinie sind die bisherigen Indikatorkeime, Fäkalcoliforme und Fäkalstreptokokken durch die Parameter Escherichia coli und Intestinale Enterokokken ersetzt worden. Für die Qualitätseinstufung eines Badeplatzes steht auch nicht mehr die Einzelmessung im Vordergrund. Vielmehr bezieht sich die Beurteilung auf einen Zeitabschnitt von vier Jahren, wobei über eine 95-Perzentil-Bewertung oder eine 90-Perzentil-Bewertung der vorliegenden Messwerte die Badestelle als „ausgezeichnet“, „gut“, „ausreichend“ oder „mangelhaft“ eingestuft wird.

Diese erste Zuordnung nach der neuen Richtlinie fand somit nach Ablauf der Badesaison 2011 statt. In der Übergangszeit bis 2011 erfolgte noch eine Einstufung der Badeplätze in Anlehnung an die alte EU-Richtlinie, nach der Badeplätze als ausgezeichnet (Leitwerte eingehalten), gut (Grenzwerte eingehalten) und ausreichend (Grenzwerte vereinzelt nicht eingehalten) eingeteilt wurden.

Einen wichtigen Punkt der neuen EU-Badegewässer-Richtlinie stellt die Information der Öffentlichkeit dar. Über die Untersuchungsergebnisse, aber auch die Badegewässerprofile und die Bewirtschaftungsmaßnahmen, wird die Öffentlichkeit zeitnah und verständlich auf der Internetseite der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde informiert. An der Badestelle informieren zudem Schilder.

Für Schwimmbäder (Hallenbäder und Freibäder) gilt die EU-Richtlinie und entsprechend die Bayerische Badegewässerverordnung nicht. Anforderungen an Bau und Betrieb solcher Anlagen ergeben sich insbesondere aus der DIN-Norm 19643 und sind u.a. in mikrobiologischer Sicht deutlich strenger als die Anforderungen an Badegewässer. Nähere Informationen finden Sie hier.

Ebenso gilt die EU-Richtlinie und entsprechend die Bayerische Badegewässerverordnung nicht für Kleinbadeteiche. Kleinbadeteiche sind künstlich angelegte Schwimm- und Badeteichanlagen im Freien, die speziell zu Badezwecken gebaut wurden und gegenüber dem Untergrund abgedichtet sind. Eine Aufbereitung findet zwar statt, aber im Gegensatz zu Schwimmbädern ausschließlich durch biologische und mechanische Maßnahmen (und damit nicht durch Desinfektionsverfahren). Die Empfehlungen des Umweltbundesamtes zu Wasserqualität und Betrieb sind im Internet veröffentlicht. Wollen Sie weiterlesen dann folgen Sie bitte diesen Link.