Pflegestützpunkt für Landkreis Berchtesgadener Land

Jugend, Familie & Soziales
29. September 2020

Bezirkstagspräsident Mederer, Landrat Kern und AOK-Direktorin Recksiek unterzeichnen Stützpunktvertrag

Mit der Unterzeichnung des Stützpunktvertrages wurde im Landkreis Berchtesgadener Land jetzt der dritte Pflegestützpunkt in Oberbayern auf der Basis des neuen bayerischen Rahmenvertrags auf den Weg gebracht. Ziel dieser Kooperation von Pflege- und Krankenkassen sowie Landkreis und Bezirk Oberbayern ist eine wohnortnahe, umfassende und unabhängige Beratung zu allen Themen rund um die Pflege. Der Bezirk Oberbayern beteiligt sich nicht nur finanziell, sondern auch mit einer Vor-Ort-Beratung zu seinen Leistungen.


Den Vertrag unterzeichneten Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land, Bernhard Kern, sowie die Direktorin der AOK Bad Reichenhall, Silke Recksiek, am 28. September im Landratsamt in Bad Reichenhall. Der Vertrag wird jetzt an die weiteren beteiligten Kranken- und Pflegekassen zur Unterzeichnung übersandt. Nach dem Unterschriftenlauf kann der Pflegestützpunkt seine Arbeit offiziell aufnehmen.


Dank für die gute Zusammenarbeit

„Die Bündelung des vielfältigen Wissens zum Thema Pflege in einem Pflegestützpunkt ist für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Gewinn“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Es freut mich sehr, dass wir nun einen dritten Pflegestützpunkt in Oberbayern nach neuem Recht errichten können. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Kassen und freuen uns auf die gemeinsame Beratung zum Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger. Die bisherigen Erfahrungen aus den Landkreisen Ebersberg und Landsberg am Lech sind vielversprechend.“


Landrat Bernhard Kern, betonte, dass bereits die gemeinsame Arbeit und das Zusammenwirken in der Erarbeitung des Stützpunktes und des Stützpunktvertrages hervorragend war. Diese gute Zusammenarbeit ist ein hervorragendes Zeichen für das eigentliche Ziel des neuen Pflegestützpunkts, so Landrat Kern: „Denn die Vielzahl der verschiedenen Beratungsangebote im Berchtesgadener Land zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen, ist für alle Bürgerinnen und Bürger ein enormer Mehrwert: Sie erhalten damit erstmals wohnortnah Hilfe aus einer Hand und Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen.“


„Gemeinsam Pflegesituation verbessern“

AOK-Direktorin Silke Recksiek sagte, „die AOK bietet mittlerweile seit über zehn Jahren die Pflegeberatung für ihre Versicherten mit großem Erfolg an. Es ist ein wichtiger Schritt, dass dieses Angebot ab jetzt flächendeckend im Landkreis Berchtesgadener Land zur Verfügung steht. In der Vorbereitungszeit waren wir als Krankenkasse vor Ort stets eng eingebunden. Wir sind stolz auf die gute Zusammenarbeit mit Landkreis und Bezirk, die Grundlage für die zügige Errichtung war, und freuen uns, künftig gemeinsam die Pflegesituation im Berchtesgadener Land zu verbessern.“


Der Landkreis Berchtesgadener Land hat den Beschluss zur Errichtung eines Pflegestützpunktes im Juli gefasst. Rasch wurden daraufhin Stützpunktvertrag und Betriebskonzept abgestimmt. Durch die Übersendung der Unterlagen an die sogenannte Kommission Pflegestützpunkte wurde das kommunale Initiativrecht ausgeübt. Mit der Unterzeichnung des Stützpunktvertrags kann der Pflegestützpunkt nun errichtet werden.


Gemeinsame Trägerschaft

Die Pflege- und Krankenkassen sowie der Landkreis Berchtesgadener Land und der Bezirk Oberbayern sind gemäß § 7c SGB XI Träger des gemeinsamen Pflegestützpunktes. Die Kosten übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird im Angestelltenmodell mit dem Landkreis als Anstellungs- und Betriebsträger betrieben. Der Hauptsitz befindet sich im Landratsamt Berchtesgadener Land in Bad Reichenhall, Salzburger Straße 64, 83435 Bad Reichenhall.


Beratung aus einer Hand

Erklärtes Ziel des Pflegestützpunktes ist es, die Vielzahl von Beratungsangeboten im Landkreis Berchtesgadener Land zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen. Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörige, erhalten damit erstmals wohnortnah eine unabhängige, neutrale und umfassende Beratung „aus einer Hand“.


Diese Beratung wird ergänzt durch wöchentliche Sprechstunden des Bezirks Oberbayern zu den Leistungen für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege. Im Rahmen dieser Vor-Ort-Beratung beantwortet der Mitarbeitende des Bezirks, Mathias Weichselgärtner, ab dem 3. November 2020 jeden Dienstag Fragen zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sowie zur Hilfe zur Pflege.

Kontakt

Herr Richter

Pressestelle