Aus der Not eine Tugend gemacht - vier neue Klassenzimmer in wunderbarer Umgebung

Landkreis
11. September 2020

Landrat Bernhard Kern übergibt symbolischen Schlüssel für die übergangsweise Container-Unterbringung im Karlsgymnasium

In den neuen Klassenzimmern ist von einer Container-Bauweise nichts zu spüren: Anlässlich der Fertigstellung der übergangsweisen Unterrichtsräume des Karlsgymnasiums in Bad Reichenhall bedankte sich Landrat Bernhard Kern bei allen Mitwirkenden für die neuen Räumlichkeiten: Von der Planung bis zur Baubegleitung, von der Bauausführung bis zu den Handwerksbetrieben, von der Schulleitung bis zu den Verantwortlichen im Landratsamt – „alle Beteiligten haben Hand in Hand, qualitätsvoll und schnellstmöglich geholfen, die Raumnot im Karlsgymnasium zu beheben. Mein Dank gilt auch der Unterstützung durch die Stadt Bad Reichenhall für den Containerplatz. Alle Schülerinnen und Schüler haben nun Raum für den Unterricht, ein Gebäude für die kommende Zeit und einen wunderbaren Ausblick zum Lernen“, so Landrat Kern.


Der Schulstandort Bad Reichenhall sei sehr wichtig, der Ausbau des Gymnasiums ein herausgehobenes Projekt der kommenden Jahre, betonte zudem Bernhard Kern. Die schnelle Umsetzung der Container-Klassenräume mache es möglich, dass bereits jetzt zum Start des neuen Schuljahres die Schülerschaft den notwendigen Platz finden kann. Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung bestätigte dies und äußerte, dass aus diesem Grund auch die Stadt Bad Reichenhall unkompliziert ausgeholfen habe: „Der Landkreis in Person des Landrats ist mit der Bitte an mich herangetreten, in relativ kurzer Zeit Raum für eine Übergangslösung zu schaffen. Die Entwicklung der letzten Jahre hat es notwendig gemacht, jetzt zum gerade begonnenen Schuljahr rasch zusätzliche Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.“ Gleichzeitig sagte Dr. Lung, dass es sich dabei nur um eine temporäre Unterkunft für die Schülerinnen und Schüler handeln könne. „Auch wenn damit vorübergehend ein Stück Karlspark aus der Parknutzung herausgenommen werden muss: Es handelt sich dabei meines Erachtens um die beste zur Verfügung stehende Lösung – am besten vor allem, und darauf kommt es an, für unsere Schülerinnen und Schüler, die die Zukunft unserer Stadt und unseres Landkreises sind und denen wir beste Bildungschancen ermöglichen wollen!“


Schulleiter Rainer Dieckmann zeigte sich ob der raschen Umsetzung der Maßnahme sehr erfreut und bedankte sich vor allem für die konstruktive und kooperative Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Man merke, dass dem Landrat die Bildungsregion ein echtes Anliegen sei, so Rainer Dieckmann. „Zu Schuljahresbeginn besuchen 962 Schülerinnen und Schüler das Karlsgymnasium. Damit hat die Schülerzahl im Vergleich zum letzten Schuljahr um etwa 90 Schüler/innen zugenommen. Diese erfreulich positive Entwicklung zieht natürlich einen erhöhten Raumbedarf nach sich. Zusätzlich dazu wird auch das hochwachsende G9 eine größere Anzahl von Räumen erfordern“, erläuterte der Schulleiter die Situation vor Ort. Durch das Aufstellen der vier Module sei es aktuell möglich, jeder der 33 Klassen einen eigenen Klassenraum zur Verfügung zu stellen. „Allerdings müssen dazu Fachräume zum Teil als Klassenzimmer zweckentfremdet werden. Deshalb ist eine Ergänzung der bestehenden Modulanlage um vier weitere Räume ab dem nächsten Schuljahr nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig, um den Zeitraum bis zu einer endgültigen baulichen Lösung zu überbrücken.“


Die Erweiterung der vier Container um ein Stockwerk erfolge im nächsten Jahr, so Landrat Bernhard Kern. Dass diese Container auch als Gebäude attraktiv sein können, führte Klaus Willberger, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements im Landratsamt Berchtesgadener Land, anlässlich eines Rundgangs durch die Räumlichkeiten aus. Akustisch seien die Räume sehr angenehm, auch von der Isolation her am neuesten Stand. Auf einer Grundstücksgröße von etwa 840 Quadratmeter entstanden so komfortable Klassenzimmer für die kommenden Jahre bis 2024. „Ich wünsche nun allen Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrerschaft ein angenehmes Arbeiten und ein erfolgreiches Schuljahr“, so Landrat Bernhard Kern abschließend.

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