Häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Die Bayerischen Staatsministerien haben die am häufigsten gestellten Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zusammengefasst: 


Die seit 13. Mai 2021 geltende Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) der Bundesregierung sieht Pflichten bei und nach der Einreise nach Deutschland vor. Folgende Pflichten werden in der CoronaEinreiseV geregelt:

  • Anmeldepflicht (Digitale Einreiseanmeldung)
  • Quarantänepflicht/ Absonderungspflicht
  • Nachweispflicht (Testergebnis, Impfnachweis, Genesenennachweis)
  • Beförderungsverbot aus Virusvarianten-Gebieten und weitere Pflichten für Beförderer, Verkehrsunternehmen und Mobilfunknetzbetreiber

Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums. Durch das Inkrafttreten der CoronaEinreiseV wird die bislang in Bayern geltende Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) aufgehoben, so dass sich ab dem 13. Mai 2021 die Quarantänepflichten nach der Einreise nach Bayern ausschließlich nach der CoronaEinreiseV der Bundesregierung bestimmen.

Informationen zu den aktuellen Regelungen in Österreich gibt es unter https://www.oesterreich.gv.at.


Informationen zu Reisebeschränkungen/Grenzkontrollen gibt es auch auf der Internetseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat unter https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/bevoelkerungsschutz/coronavirus/coronavirus-faqs.html#doc13738352bodyText3 (inkl. Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen - aus Tschechien und Österreich). 


Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt unter RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Information zur Anerkennung von diagnostischen Tests auf SARS-CoV-2 bei Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland "Information zur Anerkennung von diagnostischen Tests auf SARS-CoV-2 bei Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland", unter anderem welche Testart (PCR-Test, Schnelltest) zur Verkürzung einer Qurarantänepflicht erforderlich ist.

Zum Thema Corona-Krise und Wirtschaft (ehemals Positivliste) hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die am häufigsten gestellten Fragen unter folgendem Link zusammengefasst: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/12/faq_corona_krise_und_wirtschaft_20201215.pdf

Weitere häufig gestellte Fragen

Allgemeines

Wo kann ich im Landkreis Berchtesgadener Land kostenlos einen Schnelltests machen lassen?

Die aktuellen Servicestellen in den einzelnen Gemeinden im Landkreis Berchtesgadener Land, die kostenlos Schnelltests durchführen, ist hier (am Ende der Inhaltsseite) abrufbar.

Wie lange ist ein Corona-Testergebnis in der Regel gültig?

Bei einem Inzidenzwert über 100 darf der für die Inanspruchnahme von Click and Meet im Einzelhandel sowie weiteren Dienstleistungen erforderliche negative Testnachweis nicht älter als 24 Stunden sein. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich dabei um einen PCR-Test, einen Antigen-Schnelltest oder einen vor Ort vorgenommenen Selbsttest handelt.

Welche Erleichterungen gibt es für geimpfte und genesene Personen? Wer fällt unter diese Personengruppe? Und wie erfolgt der Nachweis?

Geimpfte und genesene Personen werden getesteten Personen gleichgestellt, darüber hinaus gelten für geimpfte und genesene Personen die nächtliche Ausgangssperre, sowie die Kontaktbeschränkungen nicht mehr. Bei privaten Zusammenkünften und ähnlichen sozialen Kontakten, bei denen sowohl geimpfte oder genesene als auch sonstige Personen teilnehmen, bleiben geimpfte und genesene Personen bei der Ermittlung der Zahl der Teilnehmer unberücksichtigt.


Geimpfte Personen sind solche, die vollständig gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff geimpft sind, über einen Impfnachweis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache oder in einem elektronischen Dokument verfügen und bei denen seit der abschließenden Impfung mindestens 14 Tage vergangen sind.


Der Nachweis der Impfung kann derzeit über die Vorlage des Impfpasses erfolgen.


Genesene Personen sind solche, die über einen Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache oder in einem elektronischen Dokument verfügen, wenn die zugrundeliegende Testung mittels PCR-Verfahren erfolgt ist und mindestens 28 Tage, höchstens aber sechs Monate, zurückliegt.


Der Genesenen-Nachweis erfolgt durch Vorlage des positiven Testbefundes bzw. durch die Bescheinigung des Gesundheitsamtes.

Informationen zur Durchführung von Corona-Tests

Testmöglichkeiten für Reisende, insbesondere im Zusammenhang mit der Öffnung der Beherbergungsbetriebe

Nach dem Rahmenhygienekonzept zur Beherbergung haben sich Übernachtungsgäste regelmäßig einem Test auf SARS-CoV-2 zu unterziehen. Hierfür gibt es verschiedene Testangebote. Das Landratsamt Berchtesgadener Land weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass eventuell positiv auf das Coronavirus getestete Urlauberinnen und Urlauber nicht in die Statistik des Landkreises Berchtesgadener Land einfließen. Über die Infektion wird das Gesundheitsamt am Wohnort der Betroffenen informiert.

  • Schnelltests
    Die Testungen im Rahmen der Bürgertestung, ausschließlich mittels PoC-Antigentest, stehen allen Personen ohne Corona-Symptome offen. Der Anspruch auf Bürgertestung besteht im Rahmen der Testkapazitäten mindestens einmal die Woche. Da in Bayern von einer ausreichenden Verfügbarkeit von PoC-Antigentests ausgegangen werden kann, gibt es keine Einschränkungen bei der Testhäufigkeit. Beherbergungsbetriebe können selbst Teststelle für Bürgertestungen werden, wenn die Anforderungen an den Infektionsschutz und den Arbeitsschutz eingehalten werden. Dafür müssen sich die Betriebe auf der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) registrieren (https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/massnahmen/#bayerische-teststrategie). Unter vorstehendem Link finden die Betriebe weitere Informationen. Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns.
     
  • Selbsttests
    Beherbergungsbetriebe können Selbsttests auf eigene Kosten anbieten bzw. den Gast auf die Beschaffung eines Selbsttests verweisen. Der Gast führt hierzu den Selbsttest vor Ort und unter Aufsicht durch. Der Betreiber kann dann über das negative Testergebnis einen Testnachweis ausstellen, der als Nachweis auch für andere testgebundene Angebote genutzt werden kann und 24 Stunden gültig ist. Ein Anspruch auf Kostenerstattung für die Nutzung von Selbsttests besteht nicht.
     
  • PCR-Tests
    Nach Vereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und dem Freistaat können sich mittels PCR-Testung ausschließlich Bewohner Bayerns testen lassen. Hierzu gehören auch Personen mit einer verfestigten Beziehung zum Freistaat (u. a. Grenzpendler). Damit sind laut den Informationen des StMGP Reisende grundsätzlich von diesem Angebot ausgeschlossen, mit der Ausnahme von Reisenden, die gleichzeitig Bewohner Bayerns sind.

Arbeitgebertestungen

Die Pflicht des Arbeitgebers, den nicht ausschließlich in Home-Office Beschäftigten zweimal wöchentlich ein Testangebot zu machen, kann entsprechend der Informationen des StMGP nicht durch einen Hinweis auf Testmöglichkeiten in den Lokalen Testzentren oder sonstigen Teststellen erfüllt werden. Die Testangebotspflicht der Arbeitgeber und eine anschließende Testung der Beschäftigten gelten als Maßnahmen des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes. Damit hat die Kosten für derartige Maßnahmen grundsätzlich der Arbeitgeber zu tragen.

Impfung gegen das Corona-Virus/Impfzentrum Berchtesgadener Land

Wird es eine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben?

Nein. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland grundsätzlich nicht. Davon ausgenommen ist nur die von der der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Masern-Impfung, die seit dem 1. März 2020 bei allen Kindern ab dem ersten Geburtstag beim Eintritt in den Kindergarten oder die Schule vorgewiesen werden muss.

Welche Personengruppen werden zuerst geimpft (Priorisierung/Reihenfolge)?

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit Wirkung vom 15. Dezember 2020 in einer Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) - PDF - die Reihenfolge (Priorisierung) geregelt, in der die Schutzimpfung gegen das Coronavirus zu erfolgen hat.


Dabei wurden verschiedene Gruppen gebildet. In der Gruppe der höchsten Priorität befinden sich:

  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v. a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin).
  • Alle weiteren Über-80-Jährigen.


Welcher Personenkreis innerhalb dieser Gruppe als erstes berücksichtigt wird, entscheidet das jeweilige Bundesland bzw. die Kreisverwaltungsbehörden.


Im Landkreis Berchtesgadener Land sind zunächst die impf-freiwilligen Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeeinrichtungen für die Impfung vorgesehen. Bei den Bewohnern in den Alten- und Pflegeeinrichtungen handelt es sich um „die Schwächsten der Schwachen“. Diese Personengruppe zu schützen hat oberste Priorität. Anschließend folgen die anderen aufgeführten Gruppen, wie Mitarbeiter in den Klinken, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten, sowie Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen die Menschen mit hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen.


Abschließend wird die Gruppe der Über-80-Jährigen, die nicht in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden, geimpft. Diese Gruppe ist nominell sehr stark. Nachdem es auch nicht jedem möglich sein dürfte, eigenständig ins Impfzentrum nach Ainring zu kommen, arbeiten die Verantwortlichen an verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, um den besonderen Bedürfnissen dieser Menschen gerecht zu werden.


Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/corona-impfverordnung-1829940 oder unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988.

 

Warum können auch Unter-60-Jährige in bayerischen Fach- und Hausarztpraxen eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten?

Wie Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek mitteilte, können in den bayerischen Fach- und Hausarztpraxen nun auch Personen unter 60 Jahren unabhängig von der Priorisierung mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft werden.


Da die bayerischen Impfzentren seit Montag, 19. April 2021, nur noch die terminierten Zweitimpfungen mit AstraZeneca durchführen können, ist eine Erstimpfung mit AstraZeneca im Impfzentrum Berchtesgadener Land nicht möglich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, sich direkt mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen.


Die STIKO hat in ihrem epidemiologischen Bulletin 16/2021 vom 22. April 2021 ausdrücklich darauf hingewiesen, dass: „Der Einsatz der COVID-19 Vaccine AstraZeneca für eine 1. oder 2.Impfstoffdosis unterhalb dieser Altersgrenze bleibt indes nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risiokoakzeptanz durch den Patienten möglich“.


Nachdem der bayerische Gesundheitsminister nun auch die rechtlichen Beschränkungen der Corona-Impfverordnung für die Anwendung des Vakzins von AstraZeneca bei den Fach- und Hausärzten außer Vollzug gesetzt hat, sind die rechtlichen Rahmenbedingungen damit geklärt.

Wie erhalte ich einen Impftermin?

Zunächst ist eine Registrierung über das Online-Registrierungssystem unter Angabe der für die Priorisierung notwendigen Daten, wie beispielsweise Alter und Berufsgruppe, zur Impfung vorzunehmen. Nachfolgend werden die registrierten Personen mit der aktuell höchsten Priorität entsprechend der Coronaimpfverordnung je nach Verfügbarkeit der Impftermine von dem Impfzentrum per SMS oder E-Mail (gegebenenfalls auch telefonisch) zur persönlichen Terminbuchung eingeladen. Die Vergabe der Impftermine orientiert sich an der Zugehörigkeit zu der jeweils aufgerufenen Prioritätengruppe. Wer nicht die Möglichkeit hat, sich online zu registrieren, kann sich auch telefonisch unter: 0049 8654 58839-40 registrieren lassen. Das Verfahren verläuft analog zum Online-Verfahren, nur dass eine Kontaktaufnahme telefonisch erfolgt.


Es wird daher empfohlen, derzeit die Registrierung primär online vorzunehmen, da die Benachrichtigung zu einer möglichen Terminierung dann per E-Mail oder SMS erfolgt. Alle telefonisch registrierten Personen müssen durch das Callcenter in Ainring telefonisch kontaktiert werden. Bei der telefonischen Registrierung ist unbedingt darauf zu achten, aktuelle Telefonnummern zu hinterlassen, unter der auch eine Erreichbarkeit gewährleistet ist. Hinweis: Die Registrierung muss nur einmal erfolgen, die Kontaktaufnahme erfolgt automatisch, sobald die entsprechenden Personen an der Reihe sind. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Impfzentrum ist daher nicht erforderlich. Es wird gebeten, auf Nachfragen zu verzichten, da dies die Kapazitäten der Impfzentren belastet und zu Verzögerungen im Ablauf der Terminvereinbarungen führt.

Wer vergibt die Impftermine?

Das zentrale Registrierungsportal des Freistaates Bayern (BayIMCO) vergibt durch einen Algorithmus entsprechende Termine, sofern durch das Impfzentrum, je nach Verfügbarkeit von Impfstoff, entsprechende Terminslots eingepflegt werden. Der Algorithmus bildet dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen der Coronaimpfverordnung 1:1 ab.

Wie bekommt man Bescheid, dass man zum impfen kommen kann?

Die registrierten Personen mit der aktuell höchsten Priorität werden vom Impfzentrum per SMS, E-Mail oder gegebenenfalls auch telefonisch zur persönlichen Terminbuchung eingeladen.

Wie werden ältere – nicht mobile – Menschen geimpft, die nicht ins Impfzentrum fahren können?

Hier bietet sich eine Impfung beim Hausarzt an. Sprechen Sie diesen gegebenenfalls an.

Warum kommt es zu Wartezeiten vor dem Impfzentrum?

Eine überdurchschnittliche Bildung von Warteschlangen ist häufig dem Umstand geschuldet, dass die Patienten deutlich zu früh kommen. Zum Teil erscheinen die Patienten über 30 Minuten vor dem Termin am Impfzentrum. Es ist elementar wichtig, pünktlich – also auch nicht deutlich zu früh – zum vereinbarten Termin zu kommen, damit es nicht zur Bildung von Warteschlangen kommt.


Das zentrale Einladungsmanagement des Freistaates lädt im 15-Minuten-Takt ein. Um eine regelmäßige Auslastung zu gewährleisten, werden bis zu 8 Personen gleichzeitig eingeladen. Kommen nun weitere Patienten deutlich zu früh, sind Wartezeiten vorprogrammiert.


In Hinblick auf die Kapazitätsausweitung und die begrenzte Anzahl von vorhandenen Parkplätzen wird an die Patienten appelliert, pünktlich, aber nicht signifikant früher zum vereinbarten Termin zu kommen.

Wer bestimmt die Reihenfolge der Impfung?

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit Wirkung vom 15. Dezember 2020 in einer Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) die Reihenfolge (Priorisierung) geregelt, in der die Schutzimpfung gegen das Coronavirus zu erfolgen hat.

Ich habe eine seltene Erkrankung? Wie komme ich zu einem früheren Impftermin?

Die Bayerische Impfkommission hat ihre Arbeit aufgenommen. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege informiert, dass Bürgerinnen und Bürger mit seltenen Erkrankungen ab dem kommenden Montag, 1. März 2021 einen Antrag auf Einzelfallprüfung für eine vorgezogene Corona-Impfung stellen können.


Auf der Webseite der Impfkommission unter www.impfkommission.bayern können sich betroffene Personen informieren und die notwendigen Antragsformulare herunterladen. Die Anträge können elektronisch oder per Post eingereicht werden. Nötig für einen Antrag sind auch Kopien von ärztlichen Unterlagen, die den jeweiligen Härtefall dokumentieren. Die finalen Atteste der Kommission werden ausschließlich auf dem Postweg verschickt.


Ziel ist, dass Antragstellerinnen und Antragsteller innerhalb von zwei Wochen einen Bescheid bekommen, mit dem sie sich an ihr Impfzentrum wenden können. Es wird darauf hingewiesen, dass bei einem hohen Antragsaufkommen und gerade in der Anfangsphase Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden können. In diesem Fall werden die Betroffenen darüber informiert.

Zu welcher Priorisierungsgruppe gehören Angehörige von Schwangeren?

Schwangere (oder eine sie vertretende Person) haben die Möglichkeit, bis zu zwei enge Kontaktpersonen zu bestimmen, die sich dann impfen lassen können. Angehörige von Schwangeren haben einen Anspruch auf eine Impfung mit hoher Priorität (Stufe 2).

Dürfen sich Schwangere bzw. Stillende impfen lassen?

Schwangere sind in dieser Phase der Entwicklung selten Teil von Impfstudien. Die STIKO wie auch z. B. die WHO berufen sich aber stets auf diese Studien. Für eine solche pauschale Empfehlung fehlt schlicht die Datenbasis.


Schwangeren kann aber nach Nutzen-Risiko-Abwägung eine COVID-19-Impfung angeboten werden, vor allem, wenn ihr Risiko sehr hoch ist, schwer an COVID-19 zu erkranken. Wie bei allen Medikamenten erfolgt dies in der individuellen Beratung mit der Frauenärztin oder dem Arzt.

Unsere Familienplanung ist noch nicht abgeschlossen. Jetzt bin ich mir unsicher, ob ich mich impfen lassen soll.

Kurz zur wissenschaftlichen Grundlage:

Mittlerweile sind mehrere COVID-19 Impfstoffe entwickelt worden. Die aktuellen Impfstoffe in Deutschland von Biontech/Pfizer und Moderna sind sogenannte mRNA Impfstoffe. Herkömmliche Impfstoffe verwenden entweder abgeschwächte Viren, oder Teile von Viren. Der mRNA Impfstoff hingegen enthält selbst keine Virusproteine, sondern nur Informationen, die unsere eigenen Zellen brauchen, um ein Oberflächenprotein des Virus zu bauen. Dieses Protein, das sogenannte Spike Protein, wird dem Immunsystem präsentiert, das daraufhin eine Immunantwort (Antikörper und T-Zellen) gegen SARS-CoV-2 bildet und somit gegen eine Infektion schützt.


Das SARS-CoV-2 Virus benötigt das Spike Protein, um an die Körperzellen anzudocken und die Aufnahme des Virus in die Körperzelle zu starten.


Das Gerücht, dass die Impfung unfruchtbar macht, basiert auf der Annahme, dass das Spike Protein von SARS-CoV-2 und Syncitin-1, ein Protein, das für die Plazentabildung wichtig ist, ähnele und somit die Impfung eine Immunreaktion gegen die Plazentabildung auslösen würde. Hierfür gibt es keinerlei wissenschaftliche Daten.


Viele renommierte Wissenschaftlicher haben sich hierzu geäußert und betont, dass es zu dem Gerücht keine Grundlage gibt. Das Spike Protein und das Plazentaprotein sind so unterschiedlich, dass eine fälschliche Reaktion (Kreuzreaktion) im Grunde unmöglich ist. Die Gemeinsamkeiten von nur 4 (!) Aminosäuren ist zu kurz, um plausibel eine Autoimmunität auszulösen. Hierfür werden etwa 50 bis 80 Aminosäuren benötigt. Zudem müssten dann Frauen, die sich im letzten Jahr mit SARS-CoV-2 infiziert haben, unfruchtbar sein und man müsste eine hohe Fehlgeburtsrate bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus sehen. Dies ist aber beides nicht der Fall.

Warum werden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr nicht vorgezogen in der Impfreihenfolge?

Das Bundesgesundheitsministerium hat per Verordnung (Coronaimpfverordnung) die Reihenfolge der berechtigten Personengruppen festgelegt.


Gemäß § 4 Nr. 3 Coronaimpfverordnung (CoronaimpfV) gehören Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren zur Gruppe mit erhöhter Priorität. Änderungen der Impfreihenfolge können nur durch das Bundesgesundheitsministerium erwirkt werden.

Zählen Angestellte des Bankbereichs und des Versicherungswesens zu den systemrelevanten Gruppen der Impfpriorisierung?

Gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 5 CoronaImpfV haben Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur tätig sind, Anspruch auf Schutzimpfung mit erhöhter Priorität. Zu den weiteren Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur zählt der Bankenbereich und das Versicherungswesen.


Die Feststellung, wer in besonders relevanter Position tätig ist, obliegt der jeweiligen Organisation. Gegebenenfalls sind entsprechende Bescheinigungen auszustellen und beim Impftermin vorzulegen.


Bei der Anmeldung zur Impfung über www.impfzentren.bayern ist im Feld „Ich arbeite in Einrichtungen zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens“ die Alternative „in leitender bzw. besonders relevanter Position in einer der o.g. Tätigkeiten“ (wird zukünftig ergänzt um: „oder in sonstigen Einrichtungen der kritischen Infrastruktur“) auszuwählen.

Warum werden jetzt schon jüngere Personen geimpft? Warum erhalten diese auch den Impfstoff von Biontech/Pfizer?

Bis zum 05.03.21 wurde AstraZeneca gemäß Empfehlung der STIKO nur Personen unter 65 Jahren angeboten; somit wurden zuletzt vermehrt Bürgerinnen und Bürger in jüngeren Jahren geimpft, wenn sie der Gruppe mit der höchsten Priorität zugeordnet werden können; dies sind z. B.:

  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v. a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin).


Zuletzt wurde über das Terminvereinbarungsmodul BayIMCO Impfstoff von Biontech/Pfizer auch Personen unter 65 Jahre angeboten und zur Terminierung zugelassen. Auf eine Zuteilung eines bestimmten Impfstoffes hat das Impfzentrum Berchtesgadener Land keinen Einfluss.

Ich habe mich für eine Impfung registrieren lassen. Wie weiß ich, in welcher Kategorie bzw. Priorität ich eingestuft wurde?

Nachdem viele Faktoren in die Priorisierung einfließen, kann dies mithilfe der Coronaimpfverordnung festgestellt werden. Diese ist unter: https://www.gesetze-im-internet.de/coronaimpfv_2021-02/ abrufbar. In den § 2 – 4 sind die jeweiligen Priorisierungsgruppen festgelegt.

Wann erhalte ich einen Impftermin, wenn ich bereits COVID-19 hatte?

Menschen, die eine SARS-CoV-2-Infektion bereits durchgemacht haben, sollen frühestens sechs Monate nach der Diagnose eine einzige Impfung erhalten (Empfehlung der STIKO). Hierzu ist eine Empfehlung des Hausarztes/Facharztes erforderlich.


Bei der Registrierung wird die Frage gestellt, ob eine labordiagnostisch bestätigte COVID-19 Erkrankung vor liegt. Hier gibt es folgende Auswahlfelder:

  • Ja
  • Nein
  • Ja – aber Empfehlung Hausarzt/Facharzt liegt vor


Entsprechend ist die Antwort zu wählen. Sofern die Empfehlung vorliegt, wird die Person trotz überstandener Covid-19 Erkrankung eingeladen, sofern sie gemäß der Priorisierung an der Reihe ist.

Warum wird im Impfzentrum vor der Impfung nicht auf COVID-19 getestet?

Eine Testung der Besucherinnen und Besucher auf Covid-19 im Vorfeld ist durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege explizit nicht vorgegeben. Dies würde im Ablauf auch zu längeren Wartezeiten führen, da das Testergebnis abgewartet werden müsste. Beim Personal im Impfzentrum Berchtesgadener Land sowie in der Außenstelle Berchtesgaden wird täglich vor Dienstantritt ein Schnelltest vorgenommen. Zudem besteht für die Patienten eine Verpflichtung zum Tragen von FFP-2 Masken. Somit ist das Risikio einer Infektion im Impfzentrum entsprechend gering.

Kontakt

"Corona-Hotline" der Bayerischen Staatsregierung

für alle Fragen zum Corona-Geschehen inkl. Fragen zu Regelungen der Einreise-Quarantäne-Verordnung

  • +49 89 122 220

Erreichbarkeit:
montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr
samstags von 10:00 bis 15:00 Uhr

Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

bei medizinischen Fragen zum Coronavirus

  • +49 9131 6808 5101

Erreichbarkeit:
montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr
sowie samstags von 10:00 bis 15:00 Uhr

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

  • 116 117

Österreichisches Sozialministerium

Fragen zur Einreise NACH Österreich

Informationen für Unternehmen zu wirtschaftlichen Hilfen

Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice GmbH

Landratsamt Berchtesgadener Land

  • +49 8651 773 0

Das Landratsamt ist eingeschränkt für Besucher mit Termin geöffnet.
Im Amt besteht eine Mund- und Nasenschutz-Pflicht (FFP2-Maske oder medizinische Maske).

Wochenendbereitschaft Gesundheitsamt

An den Wochenenden besteht seitens des Gesundheitsamtes für dringende Fälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus eine Bereitschaft in der Zeit von 8:00 - 18:00 Uhr. Diese ist über nachstehende E-Mail-Adresse erreichbar. Rückrufe erfolgen nach Priorisierung.