Vereinspauschale – Förderung des Sportbetriebs in Sportvereinen

Der Freistaat fördert den Sportbetrieb in Sportvereinen finanziell mit der Vereinspauschale. Anträge sind beim Landratsamt zu stellen. Die zum 01.01.2017 überarbeitete Sportförderrichtlinie (PDF) können Sie hier herunterladen.

 

Grundlage für die Vereinspauschale sind die Sportförderrichtlinien. Das Landratsamt bewilligt die Vereinspauschale 1x jährlich. Der Antrag muss vollständig mit allen Angaben und Anlagen spätestens am 1. März des jeweiligen Jahres beim Landratsamt vorliegen. Verspätete Anträge werden nicht berücksichtigt. Den Antrag möglichst früh zu stellen, empfiehlt sich.

Wichtiger Hinweis zur Vereinspauschale 2021: Verlängerung der Antragsfrist und Verdoppelung der Fördersumme

Im Nachgang zu den bisher bekannten Informationen zur Vereinspauschale 2021 teilte das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration dem Landratsamt nun folgende Neuerungen mit:

Neuerungen und wichtige Hinweise

Nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses vom 3. März 2021 und des Ministerrats vom 4. März 2021 sollen auch im Jahr 2021 die für die Vereinspauschale zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von rund 20 Mio. Euro auf rund 40 Mio. Euro verdoppelt werden. Wie bereits im Vorjahr sollen mit dieser Maßnahme die bayerischen Sport- und Schützenvereine in der Corona-Krise ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand schnell und unbürokratisch unterstützt werden. Jeder Verein, der gefördert wird, kann also – wie im Jahr 2020 – mit rund dem doppelten der üblichen Fördersumme rechnen.


Um zu verhindern, dass Vereine aufgrund der Corona-Pandemie Nachteile bei der Beantragung der Vereinspauschale erleiden, werden folgende weitere Erleichterungen zugelassen:

Die Sportförderrichtlinie fordert für die Vereinspauschale, dass der Anteil der Vereinsmitglieder im Alter bis einschließlich 26 Jahren mindestens 10 % der Gesamtmitgliederzahl beträgt. Für im Jahr 2021 gestellte Anträge auf Vereinspauschale wird auf das Erfordernis dieses Jugendanteils verzichtet, wenn der jeweilige Verein die Voraussetzung im Jahr 2019 (also für die Antragsstellung zur Vereinspauschale 2020) noch erfüllt hat.


Ferner werden nur Vereine gefördert, deren Beitragsaufkommen eine gewisse Grenze überschreitet. Zu den Beiträgen dürfen noch bestimmte andere Einnahmen (z. B. Erlöse aus Vereinsfesten) hinzugerechnet werden (Teil 1 Abschnitt A Nr. 5.2 SportFöR). Sofern ein Verein das Mindest-Ist-Aufkommen von 70 % des Soll-Aufkommens aufgrund der Corona-Pandemie nicht erreicht, kann für den aktuellen Förderantrag alternativ das Ist-Aufkommen des Jahres 2019 herangezogen werden. Diese Erleichterung gilt nicht im Fall des Nichterreichens des geforderten Beitragsaufkommens durch vom jeweiligen Verein selbst gewählte bzw. verursachte Beitragsermäßigungen oder Beitragsfreistellungen. Ein neuer Antrag ist hierfür nicht erforderlich, wenn der Verein heuer bereits einen Antrag gestellt hat – das Landratsamt prüft dies von Amts wegen und setzt sich mit den jeweiligen Vereinen in Verbindung.


Um eine Förderung erhalten zu können, muss der Verein eine bestimmte Anzahl an Mitgliedereinheiten überschreiten. Diese Bagatellgrenze (Teil 1 Abschnitt B Nr. 3.2.4 SportFöR) bleibt entgegen teils anderslautender Andeutungen in der Presseberichterstattung bestehen.


Wohl aber können nach den neuen Vorgaben Vereine gefördert werden, die heuer unterhalb der Bagatellgrenze liegen, die aber nach den zur Gewährung der Vereinspauschale 2020 ermittelten Mitgliedereinheiten noch so viele Vereinsmitglieder hatten, dass sie oberhalb der Bagatellgrenze lagen. In diesen Fällen legt das Landratsamt die Anzahl der Vereinsmitglieder aus dem Vorjahr zu Grunde. Bei den Vereinen, die bereits einen Antrag gestellt haben, prüft das Landratsamt von Amts wegen, ob sich die Fördersumme erhöht, wenn man die Summe der Vereinsmitglieder aus dem Vorjahr zu Grunde legt und passt diese dann gegebenenfalls an.


Angesichts der kurzfristigen Erleichterungen und der daraus resultierenden Erweiterung des Kreises an anspruchsberechtigten Vereinen hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration die Frist zur Abgabe der Anträge für die Vereinspauschale bis zum 6. April 2021 verlängert. Diese Fristverlängerung gilt für alle Vereine, nicht nur für diejenigen, bei denen die Erleichterungen der Allgemeinen Fördervoraussetzungen greifen.


Das Landratsamt betont aber, dass es sich auch hierbei um eine Ausschlussfrist handelt, bei der eine weitere Verlängerung, auch in Ausnahme- oder Härtefällen, nicht in Betracht kommt.


Ergänzend sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Zuständigkeit für die Förderung der Erlebten Inklusiven Sportschule (EISs) ab Januar 2021 von den Landratsämtern auf den Bayerischen Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband (BVS Bayern) übertragen wurde. Die Antragsfrist für das Jahr 2021 wurde speziell auch für die EISs-Förderung auf den 15. April 2021 ausgedehnt. Die möglichen Förderungen werden auf bis zu 3.000 Euro pro EISs-Gruppe erhöht und bieten attraktive Bedingungen.


Das Landratsamt empfiehlt Vereinen, die 2021 keinen Förderantrag gestellt haben, zu prüfen, ob sie angesichts der aktuellen Erleichterungen Mittel aus der Vereinspauschale erhalten können.


Das Landratsamt Berchtesgadener Land berät weiterhin unter martin.priller@lra-bgl.de, Telefon 0049 8651 773 537 oder birgit.tichowitsch@lra-bgl.de, Telefon 0049 8651 773 363 (Birgit Tichowitsch: montags bis donnerstags zwischen 9:00 und 11:00 Uhr).

Erforderliche Unterlagen

  • Förderantrag (PDF)
  • Alternativ:
    ♦ Übungsleiterlizenen im Original
    ♦ selbstgedruckte Übungsleiterlizenzen auf Prägepapier
    ♦ selbstgedruckte Übungsleiterlizenzen auf "Normalpapier", gemeinsam mit "Erklärung Lizenzinhaber/in" (PDF)
  • "Erklärung Lizenzinhaber/in​​​​​​​" (PDF) bei Vorlage der Lizenz auf "Normalpapier" (siehe oben) oder bei Aufteilung der Lizenz auf zwei Vereine (die bisherige Anlage Lizenzeinsatz fällt dadurch weg)
  • gegebenenfalls Bescheinigung des Fachverbandes, dass eine Lizenz dort am Stichtag zur Verlängerung vorliegt
  • gegebenenfalls besondere Begründung, warum das Beitragsaufkommen inklusive Spenden weniger als 70 % des Soll-Aufkommens beträgt (vgl. Teil I 5.2 Sportförderrichtlinie - PDF)
  • aktueller Freistellungsbescheid des Finanzamtes (Gemeinnützigkeit)

Vereine, die bisher noch nie einen Sportförderantrag gestellt haben, können jederzeit gerne die beiden Ansprechpartner kontaktieren und sich über die Antragstellung beraten lassen. Selbstverständlich gilt das Beratungsangebot ebenfalls für die Vereine, die bereits jährlich ihren Sportförderantrag einreichen.

Besonderheiten aufgrund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus

Beitragsaufkommen

Die Corona-Pandemie kann grundsätzlich als besonderer Grund gem. Teil 1 Abschnitt A Nr. 5.2 Satz 5 SportFöR anerkannt werden, wenn das Ist-Aufkommen hinter dem Soll-Aufkommen zurückbleibt. Dies gilt allerdings nicht, wenn das Nichterreichen des geforderten Beitragsaufkommens durch vom jeweiligen Verein selbst gewählte bzw. verursachte Beitragsermäßigungen oder Beitragsfreistellungen zu Stande kam.


Anrechnung von Übungsleiter- und Trainerlizenzen

Heuer können ausnahmsweise alle Lizenzen, die nach dem 1. März 2020 ablaufen, auch ohne Fortbildung bzw. Verlängerung noch für die Beantragung der Vereinspauschale 2021 als gültig angesehen werden.


Weiter kann für das kommende Förderjahr ausnahmsweise auf das Erfordernis verzichtet werden, dass Übungsleiterlizenzen seit dem Stichtag des Vorjahres im Sportbetrieb eingesetzt wurden.

Kontakt

Frau Tichowitsch

Herr Priller

Formulare