Gemeinsam für das Berchtesgadener Land

Bildung, Arbeit & Wirtschaft
30. April 2021

Landrat Bernhard Kern trifft sich mit Wirtschaftstreibenden zum Gespräch über die Auswirkungen der Corona-Pandemie

Um gemeinsam über Lösungswege angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie aufzunehmen und zu beraten, trifft sich Landrat Bernhard Kern kommende Woche mit Vertretern von Wirtschafts- und Tourismus- und Gastronomieverbänden im Landkreis Berchtesgadener Land. Bereits vorab waren Vertreter der Aktiven Unternehmen Berchtesgaden gemeinsam mit den fünf Bürgermeistern des südlichen Landkreises für einen ersten Austausch im Landratsamt. Mit dabei waren auch der Stellvertretende Landrat Michael Koller sowie Dr. Anja Friedrich-Hussong, Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice GmbH.


„Ich bin ein klarer Unterstützer der Wirtschaftstreibenden in unserem Landkreis“, bekräftigte Landrat Bernhard Kern zu Beginn des Gesprächs. „Wir müssen in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten.“ Aus diesem Grund wolle er auch alle Beteiligten an einem Tisch haben, um gemeinsam über die aktuelle Situation zu beraten, denn: „Hier geht es um unseren Landkreis. Darum müssen wir uns kümmern, und um nichts Anderes.“ Deutlich machte Kern in dem Gespräch mit den Vertretern aus Berchtesgaden aber auch: „Wir dürfen nicht nur einen Berchtesgadener Weg gehen, sondern wir müssen einen gemeinschaftlichen Weg des Berchtesgadener Lands wählen.“


Zustimmung für einen gemeinsamen Weg kam auch von den Anwesenden. Thomas Hettegger, Vorsitzender der Aktiven Unternehmen Berchtesgaden, plädierte dafür, andere Landkreise „mit ins Boot zu holen“. Es gehe vor allem auch darum, bei den Entscheidungsträgern im Bayerischen Staatsministerium und dem zuständigen Bundesministerium Gehör zu finden. Denn auf Landkreisebene sind keine Sonderwege möglich, das stellte auch Landrat Kern nochmals klar: „Ich habe aufgrund der Gesetzeslage keinen Handlungsspielraum.“ Bestätigen konnte diese Aussage unter anderem Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp. Der Regierung attestierte er „keinen Mangel an Erkenntnis, aber einen Mangel an Bereitschaft uns zuzuhören“.


Einigkeit herrschte unter Gesprächsteilnehmern darüber, dass es gelingen müsse, bei den Entscheidungsträgern Gehör für die Sorgen und Nöte der Gewerbetreibenden, Tourismusbetriebe und Gastronomen im Landkreis zu finden. Es gehe nicht darum, die Gefahren der Pandemie abzutun, sondern unter Anwendung sinnvoller Hygienekonzepte langfristige Perspektiven zu schaffen. In der gemeinsamen Konferenz kommende Woche – aufgrund des anhaltenden Infektionsgeschehens als Online-Meeting – sollen diese Themen weiter vertieft werden.

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