Natura 2000 Gebiete

Das europäische Projekt "NATURA 2000" will Arten und Lebensräume EU-weit schützen. Über Ländergrenzen hinweg entsteht ein Biotopverbundnetz, das hilft, biologische Vielfalt dauerhaft zu sichern.

 

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Gebiete) bildet zusammen mit der Vogelschutz-Richtlinie (SPA-Gebiete („Special Protection Areas")) das europäische Naturschutzprojekt "NATURA 2000", das Arten und Lebensräume innerhalb der EU in einem Länder übergreifenden Biotopverbundnetz schützen und damit die biologische Vielfalt dauerhaft erhalten soll. Wesentliche Bestandteile beider Richtlinien sind Anhänge, in denen zu schützende Arten und Lebensräume sowie einzelne Verfahrensschritte benannt und geregelt werden.


Um das europäische Naturerbe zu erhalten und langfristig zu sichern, sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, die einzelnen Gebiete durch hoheitliche, vertragliche oder andere geeignete Maßnahmen zu schützen. Kern dieser Schutzverpflichtung ist das sogenannte "Verschlechterungsverbot". Danach muss sichergestellt werden, dass sich die ökologischen Lebensgrundlagen der zu schützenden Tier- und Pflanzenarten nicht verschlechtern. So müssen bestimmte Vorhaben, die in solchen Gebieten verwirklicht werden sollen, wie z.B. Verkehrswege, in einem förmlichen Verfahren auf ihre Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen der betroffenen Schutzgebiete untersucht werden.


Im Landkreis Berchtesgadener Land sind derzeit 13 FFH-Gebiete und vier SPA-Gebiete gemeldet, die gut 37 % der Landkreisfläche einnehmen. Ohne Berücksichtigung des Nationalparks Berchtesgaden, der auch zu diesen Flächen gehört, fallen knapp 13 % der übrigen Landkreisfläche unter diese europäische Schutzkategorie.