Dreizehn von fünfzehn Gemeinden des Landkreises Berchtesgadener Land grenzen direkt an das Bundesland Salzburg. Dadurch entsteht für diesen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum eine sehr enge soziale, kulturelle und auch verkehrliche Verflechtung, welche durch ein weiterhin wachsendes Verkehrsaufkommen vor zusätzliche Herausforderungen gestellt wird. Derzeit arbeiten der Landkreis BGL und die Salzburger Verkehrsverbund GmbH (SVG) intensiv an der Integration des Landkreises Berchtesgadener Land (BGL) in den SVV.
Die gemeinsamen Bemühungen des Landkreises BGL und der SVG zur Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts wurden mit einer entsprechenden Förderung belohnt. Rund 750.000 € Fördermittel aus dem INTERREG VI-A Programm Bayern-Österreich 2021 – 2027 erhalten nun die beiden Partner gemeinsam für die Realisierung der Verbundintegration. Die bewilligten Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und werden über das Interreg-Programm, welches länderübergreifende Kooperationen unterstützt, gefördert. Die Gelder fließen insbesondere in die finale Ausarbeitung des Tarifangebots und in die Gestaltung und den Aufbau der für die Verbundintegration notwendigen Organisationsstruktur. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um ein attraktives Verkehrsangebot für die Menschen in der Grenzregion auf den Weg zu bringen.
Der gemeinsame Verkehrsverbund bietet den Fahrgästen im regionalen Verkehrsraum ein über Grenzen hinweg abgestimmtes Fahrplanangebot mit einem einheitlichen Tarif. Zugangshemmnisse zum ÖPNV werden abgebaut und damit die öffentliche Mobilität für Pendler und Touristen in der Region deutlich gestärkt. Ziel ist ein nahtloses, grenzüberschreitendes Angebot mit einheitlichen Tarifen, guten Anschlüssen sowie der Bündelung von Vertrieb, Marketing und Fahrgastinformation.
Aufgrund der komplexen vertraglichen, technischen und organisatorischen Anforderungen eines grenzüberschreitenden Verkehrsverbundes – der in dieser Form erstmalig zwischen Deutschland und Österreich entsteht – soll die Verbundintegration im vierten Quartal 2027 vollzogen werden.