Vollzeitpflege

Vollzeitpflege (§ 33 SGB VIII) ist eine mögliche Hilfe für Eltern, die sich nicht in der Lage sehen, ihr Kind alleine zu betreuen und zu erziehen. Das Kind lebt dabei entweder vollständig oder zum überwiegenden Teil in einer Pflegefamilie. Die Pflegefamilie übernimmt die Verantwortung für die Betreuung und Erziehung des Kindes im Alltag.

 

Pflegeeltern, die Kinder und Jugendliche in Vollzeitpflege betreuen, erhalten Unterhalt vom Jugendamt ("Pflegegeld"). Das Jugendamt zahlt monatliche Pauschalbeträge, die nach dem Alter der Kinder oder Jugendlichen gestaffelt sind. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • Kosten für den Sachaufwand
  • Kosten der Pflege und Erziehung
  • Erstattung nachgewiesener Aufwendungen für Beiträge zu einer (privaten) Unfallversicherung der Pflegepersonen
  • Beitrag zur Alterssicherung


Zusätzlich zu den monatlichen Pauschalbeträgen können Sie einmalige Beihilfen oder Zuschüsse erhalten. Diese Hilfe ist beim örtlich zuständigen Jugendamt von den sorgeberechtigten Eltern zu beantragen.

  • Jugendhilfeantrag
  • Geburtsurkunde des jungen Menschen
  • Negativattest (= Sorgerechtsnachweis bei alleinigem Sorgerecht)
  • aktuelle ärztliche Atteste