Unterhaltssicherung für freiwillig Wehrdienstleistende und wehrübende Reservisten

Bei der Unterhaltssicherung handelt es sich um Geldleistungen für die Sicherung des Lebensbedarfs der Wehrpflichtigen, die den freiwilligen Wehrdienst leisten und ihrer Familienangehörigen. Außerdem bietet sie einen Schutz vor wehrdienstbedingten Einkommensverlusten bei Wehrübungen.

 

Es gibt bei der Unterhaltssicherung nach dem Unterhaltssicherungsgesetz (USG) mehrere Leistungsarten, die im Nachfolgenden kurz aufgeführt werden:

FREIWILLIG WEHRDIENSTLEISTENDE

  • Allgemeine Leistungen (§ 5 USG) - Ehefrau oder Lebenspartner, Kinder
  • Überbrückungsgeld (§ 5 a USG) - Ehefrau oder Lebenspartner, Kinder
  • besondere Zuwendung - Weihnachtsbeihilfe (§ 5 b USG) - Ehefrau oder Lebenspartner, Kinder
  • Beihilfe bei Geburt eines Kindes (§ 5 c USG)
  • Einzelleistungen (§ 6 USG) - Unterhalt für bedürftige Familienangehörige
  • Sonderleistungen (§ 7 USG) - Krankenhilfe, Ruhensbeiträge der privaten Krankenversicherung, Pflegeversicherungsbeiträge, Schadens-, Sach- und Unfallversicherungen, Aufwendungen für den Bau oder Kauf von eigenem, selbstgenutztem Wohnraum, Aufwendungen für die Bestattung von Familienangehörigen
  • Mietbeihilfe (§ 7 a USG)
  • Wirtschaftsbeihilfe (§ 7 b USG) - Erhaltung der Erwerbsgrundlage von Selbständigen

WEHRÜBENDE RESERVISTEN

  • Verdienstausfallentschädigung (§ 13 USG)
  • Leistungen für Selbständige (§ 13 a USG), z.B. Erstattung der Aufwendungen für eine Ersatzkraft zur Vertretung des Betriebsinhabers
  • Mindestleistung (§ 13 c USG) für Arbeitslose, Schüler und Studenten / für Beamte, Richter und Berufssoldaten im Ruhestand

Fügen Sie bitte unbedingt dem jeweiligen Antrag eine Durchschrift des Einberufungsbescheides bei (Ausfertigung für die Unterhaltssicherungsbehörde im Original – keine Kopie).

Häufig gestellte Fragen

Wenn Sie freiwilligen Wehrdienst leisten oder zu einer Wehrübung herangezogen werden, können Sie USG-Leistungen beantragen. Sie haben jedoch nur Anspruch auf diese Leistungen, wenn Sie keine Dienstbezüge als Berufssoldat oder Soldat auf Zeit erhalten.

In der Regel ist die Unterhaltssicherungsbehörde zuständig, in deren Bereich der freiwillig Wehrdienstleistende (FWDL) oder der Wehrübende seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Hat der FWDL oder der Wehrübende seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, ist die USG-Behörde örtlich zuständig, in deren Bereich der Standort, zu dem er zum Dienstantritt aufgefordert wird, liegt.

Die Leistungen zur Unterhaltssicherung werden vom Tage des Beginns bis zum Tage der Beendigung des Wehrdienstes gewährt.

Der Antrag auf Unterhaltssicherung muss spätestens drei Monate nach Beendigung des Dienstes gestellt werden.

Den Antrag auf USG-Leistungen erhalten Sie immer mit dem Einberufungsbescheid durch das Karrierecenter der Bundeswehr. Außerdem stellen wir Ihnen Antragsformulare zu verschiedenen Leistungsarten zur Verfügung.

Nein, hierfür gilt das Unterhaltssicherungsgesetz nicht.