Impfzentrum Berchtesgadener Land

Das Impfzentrum des Landkreises Berchtesgadener Land verfügt insgesamt über eine Fläche von ca. 520 m². Im Erdgeschoss ist eine barrierefreie Impfstraße eingerichtet. Im Obergeschoss ist eine zweite identische Impfstraße vorbereitet. Voraussichtlich ab KW 9 wird im AlpenCongress in Berchtesgaden eine Außenstelle des Impfzentrums Berchtesgadener Land eröffnet. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.


Im Impfzentrum in Ainring werden die Kapazitäten von aktuell max. 280 Impfungen pro Tag auf künftig 600 Impfungen hochgefahren. Dies erfolgt unter anderem durch eine Verlängerung der Impfzeiten auf täglich von 07:30 – 20:00 Uhr (auch am Wochenende) sowie einer Prozessoptimierung. Im Bedarfsfall könnten noch weitere Impfstraßen implementiert werden, um so weitere 150 Impfungen durchführen zu können.


In der neuen Außenstelle in Berchtesgaden sollen Kapazitäten für max. 200 Impfungen pro Tag geschaffen werden.


Allein durch das Impfzentrum in Ainring und die Außenstelle in Berchtesgaden könnten im Endausbau ca. 950 Impfungen pro Tag durchgeführt werden. Hierzu kommen noch die Impfungen, die zusätzlich bei den Hausärzten und durch die mobilen Teams erfolgen können. Der Ausbau der Kapazitäten erfolgt schrittweise. Wie viele Impfungen tatsächlich durchgeführt werden können, ist jedoch abhängig von der zugeführten Impfstoffmenge durch den Freistaat Bayern. 

Aktueller Stand

Seit Beginn der Impfkampagne im Landkreis Berchtesgadener Land wurden insgesamt 9.357 Personen geimpft. Davon erhielten bereits 2.384 Personen die Zweitimpfung (Stand: 01.03.2021; 20:00 Uhr).


Für die KW 9 ist die Lieferung von 1.752 Impfdosen für Erst- und Zweitimpfungen angekündigt.


Durch die Zuführung von nun insgesamt drei verschiedenen Impfstoffen, konnten vermehrt Erstimpfungen durchgeführt werden. Der Landkreis Berchtesgadener Land erhält mittlerweile Impfstofflieferungen der Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Gemäß der Vorgabe des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sind die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna derzeit für Personen über 65 Jahren vorgesehen. Patienten im Alter unter 65 Jahren erhalten ausschließlich den Impfstoff von AstraZeneca. Eine Wahlmöglichkeit besteht nicht.


Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat angekündigt, dass sich die verfügbare Impfstoffmenge in den nächsten Wochen weiter erhöhen soll. Um die zukünftigen Impfstoffmengen schnell der Bevölkerung zugänglich zu machen, werden die Kapazitäten im Landkreis deutlich ausgeweitet. Diese Ausweitung beruht auf mehreren Säulen.

Wichtiger Hinweis zur Terminvereinbarung

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat mitgeteilt, dass es derzeit zu massiven technischen Problemen bei der Terminierung von online-registrierten Personen kommt. So wird beispielsweise kein Code zur Buchung übertragen, oder die Buchung lässt sich nicht abschließen. Derzeit arbeitet man mit Hochdruck an der Behebung der Probleme.

Anmeldeverfahren - Terminvereinbarung

Seitens der Bayerischen Staatsregierung für Gesundheit und Pflege wurde unter https://www.impfzentren.bayern/ ein bayernweites System zur Terminregistrierung in den jeweiligen Impfzentren freigeschaltet.


Die Terminvereinbarung erfolgt in zwei Schritten:

  • Registrierung zur Impfung (online oder telefonisch)
  • Terminvergabe:
    Nach Freigabe von Termin-slots werden registrierte Personen aufgefordert, einen Termin zu vereinbaren. Auf die Auswahl dieser Personen besteht keine Möglichkeit der Einflussnahme durch das Impfzentrum, die Reihenfolge erfolgt nach Priorität.


Zusätzlich zur Online-Registrierung können sich die Bürgerinnen und Bürger auch telefonisch unter Telefon +49 8654 58839 40 registrieren lassen. Die Terminvereinbarung erfolgt in der Folge analog zu der Vorgehensweise mit den online registrierten Personen.


Mittlerweile ist eine Registrierung zur Impfung für alle impfwilligen Personen - unabhängig von der Priorisierung - möglich.

Informationsvideo des Robert-Koch-Instituts zur Wirkweise und potentiellen Risiken der mRNA-Impfstoffe gegen COVID19 - wie z. B. Biontech/Pfizer und Moderna

Informationsvideo des Robert-Koch-Instituts zur Wirkweise der Vektor-Impfstoffe gegen COVID19 - wie z. B. AstraZeneca

Mobile Impfungen und Hausärztemodell

Zusätzlich zu den Impfungen im Impfzentrum besuchen mobile Impfteams besonders gefährdete Personen in Alten- und Pflege- sowie Behinderteneinrichtungen. Dort können sich die Bewohner impfen lassen, sofern sie das wünschen. 


Das erstmals erprobte Hausärztemodell im Landkreis Berchtesgadener Land hat überregional Beachtung gefunden. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat die entwickelte Blaupause geprüft und landesweit zur Umsetzung empfohlen. Jeder teilnehmende Hausarzt erhält derzeit 66 Impfstoffdosen für Patienten in der höchsten Priorisierung. Dies sind insbesondere außerhalb von Einrichtungen lebende Personen über 80 Jahre, die immobil oder in der Mobilität eingeschränkt sind. Derzeit haben über 20 niedergelassene Haus- und Fachärzte ihre Bereitschaft signalisiert, sich an dem Modell zu beteiligen.


Bedauerlicherweise ist auch hier der limitierende Faktor der Impfstoff, so dass nicht alle Ärzte innerhalb kürzester Zeit berücksichtigt werden können. Entsprechende Planungen für die nächsten Wochen/Monate wurden jedoch bereits angestellt. Die Leitung des Impfzentrums versucht hier eine gleichmäßige Berücksichtigung des regionalen Proporzes zu erreichen und den Hausärzten eine signifikante Menge von Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Eine Liste der teilnehmenden Ärzte kann jedoch nicht zur Verfügung gestellt werden. Die Hausärzte werden geeignete Patienten direkt ansprechen. Selbstverständlich können Patienten auch direkt bei ihrem Hausarzt nachfragen.

Anreise mit Bus oder Bahn

Die nächstgelegene Linienbushaltestelle Mitterfelden Schule wird Montag bis Freitag an Werktagen mit der Hogger-Linie 3 Freilassing-Hammerau angefahren.


Der Bahnhof Ainring befindet sich ca. 1 km vom Impfzentrum entfernt, so dass eine Anreise auch mit der Bahn möglich ist.

Häufig gestellte Fragen

Wird es eine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben?

Nein. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland grundsätzlich nicht. Davon ausgenommen ist nur die von der der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Masern-Impfung, die seit dem 1. März 2020 bei allen Kindern ab dem ersten Geburtstag beim Eintritt in den Kindergarten oder die Schule vorgewiesen werden muss.

Welche Personengruppen werden zuerst geimpft (Priorisierung/Reihenfolge)?

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit Wirkung vom 15. Dezember 2020 in einer Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) - PDF - die Reihenfolge (Priorisierung) geregelt, in der die Schutzimpfung gegen das Coronavirus zu erfolgen hat.


Dabei wurden verschiedene Gruppen gebildet. In der Gruppe der höchsten Priorität befinden sich:

  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v. a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin).
  • Alle weiteren Über-80-Jährigen.


Welcher Personenkreis innerhalb dieser Gruppe als erstes berücksichtigt wird, entscheidet das jeweilige Bundesland bzw. die Kreisverwaltungsbehörden.


Im Landkreis Berchtesgadener Land sind zunächst die impf-freiwilligen Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeeinrichtungen für die Impfung vorgesehen. Bei den Bewohnern in den Alten- und Pflegeeinrichtungen handelt es sich um „die Schwächsten der Schwachen“. Diese Personengruppe zu schützen hat oberste Priorität. Anschließend folgen die anderen aufgeführten Gruppen, wie Mitarbeiter in den Klinken, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten, sowie Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen die Menschen mit hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen.


Abschließend wird die Gruppe der Über-80-Jährigen, die nicht in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden, geimpft. Diese Gruppe ist nominell sehr stark. Nachdem es auch nicht jedem möglich sein dürfte, eigenständig ins Impfzentrum nach Ainring zu kommen, arbeiten die Verantwortlichen an verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, um den besonderen Bedürfnissen dieser Menschen gerecht zu werden.


Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/corona-impfverordnung-1829940 oder unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988.

 

Kann mich ein mobiles Team zuhause besuchen?

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer der für Personen über 65 Jahre vorgesehen ist, wird in Ampullen (Vials) ausgeliefert, aus welchen die 6 Einzeldosen entnommen werden. Derzeit ist es nicht möglich Einzeldosen separat zu transportieren. Ein angebrochenes Vial muss vor Ort verabreicht werden. Daher ist es aktuell nicht möglich, Einzeldosen durch ein mobiles Team zu verimpfen.

Wie werden ältere – nicht mobile – Menschen geimpft, die nicht ins Impfzentrum fahren können?

Hier bietet sich das Hausarztmodell an. Sprechen Sie gegebenenfalls Ihren Hausarzt an, ob dieser an dem Model teilnimmt.

Wie erhalte ich einen Impftermin?

Zunächst ist eine Anmeldung über das Online-Registrierungssystem unter Angabe der für die Priorisierung notwendigen Daten, wie beispielsweise Alter und Berufsgruppe, zur Impfung vorzunehmen. Nachfolgend werden die registrierten Personen mit der aktuell höchsten Priorität entsprechend der Coronaimpfverordnung je nach Verfügbarkeit der Impftermine von dem Impfzentrum per SMS oder E-Mail (gegebenenfalls auch telefonisch) zur persönlichen Terminbuchung eingeladen. Die Vergabe der Impftermine orientiert sich an der Zugehörigkeit zu der jeweils aufgerufenen Prioritätengruppe. Wer nicht die Möglichkeit hat, sich online zu registrieren, kann sich auch telefonisch unter: 0049 8654 58839-40 registrieren lassen. Das Verfahren verläuft analog zum Online-Verfahren, nur dass eine Kontaktaufnahme telefonisch erfolgt.


Es wird daher empfohlen, derzeit die Registrierung primär online vorzunehmen, da die Benachrichtigung zu einer möglichen Terminierung dann per E-Mail oder SMS erfolgt. Alle telefonisch registrierten Personen müssen durch das Callcenter in Ainring telefonisch kontaktiert werden. Bei der telefonischen Registrierung ist unbedingt darauf zu achten, aktuelle Telefonnummern zu hinterlassen, unter der auch eine Erreichbarkeit gewährleistet ist. Hinweis: Die Registrierung muss nur einmal erfolgen, die Kontaktaufnahme erfolgt automatisch, sobald die entsprechenden Personen an der Reihe sind. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Impfzentrum ist daher nicht erforderlich. Es wird gebeten, auf Nachfragen zu verzichten, da dies die Kapazitäten der Impfzentren belastet und zu Verzögerungen im Ablauf der Terminvereinbarungen führt.

Ich gehöre zur Priorisierungs-Gruppe 3. Wann kann ich ungefähr mit einem Impftermin rechnen?

Da der Impfstoff von AstraZeneca ausschließlich für Personen unter 65 Jahren genutzt wird, können wir derzeit gehäuft beobachten, dass bereits jetzt Personen aus der 3. Priorisierungsgruppe (erhöhte Priorität) vom zentralen Registrierungssystem aufgerufen werden. Das Terminisierungs-System lädt registrierte Personen automatisiert ein, sobald entsprechende Termine zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund kann keine belastbare Prognose zu einer Terminierung innerhalb der jeweiligen Gruppen gemacht werden.

Warum kommt es zu Wartezeiten vor dem Impfzentrum?

Eine überdurchschnittliche Bildung von Warteschlangen ist häufig dem Umstand geschuldet, dass die Patienten deutlich zu früh kommen. Zum Teil erscheinen die Patienten über 30 Minuten vor dem Termin am Impfzentrum. Es ist elementar wichtig, pünktlich – also auch nicht deutlich zu früh – zum vereinbarten Termin zu kommen, damit es nicht zur Bildung von Warteschlangen kommt.


Das zentrale Einladungsmanagement des Freistaates lädt im 15-Minuten-Takt ein. Um eine regelmäßige Auslastung zu gewährleisten, werden bis zu 8 Personen gleichzeitig eingeladen. Kommen nun weitere Patienten deutlich zu früh, sind Wartezeiten vorprogrammiert.


In Hinblick auf die Kapazitätsausweitung und die begrenzte Anzahl von vorhandenen Parkplätzen wird an die Patienten appelliert, pünktlich, aber nicht signifikant früher zum vereinbarten Termin zu kommen.

Ich habe eine seltene Erkrankung? Wie komme ich zu einem früheren Impftermin?

Die Bayerische Impfkommission hat ihre Arbeit aufgenommen. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege informiert, dass Bürgerinnen und Bürger mit seltenen Erkrankungen ab dem kommenden Montag, 1. März 2021 einen Antrag auf Einzelfallprüfung für eine vorgezogene Corona-Impfung stellen können.


Auf der Webseite der Impfkommission unter www.impfkommission.bayern können sich betroffene Personen informieren und die notwendigen Antragsformulare herunterladen. Die Anträge können elektronisch oder per Post eingereicht werden. Nötig für einen Antrag sind auch Kopien von ärztlichen Unterlagen, die den jeweiligen Härtefall dokumentieren. Die finalen Atteste der Kommission werden ausschließlich auf dem Postweg verschickt.


Ziel ist, dass Antragstellerinnen und Antragsteller innerhalb von zwei Wochen einen Bescheid bekommen, mit dem sie sich an ihr Impfzentrum wenden können. Es wird darauf hingewiesen, dass bei einem hohen Antragsaufkommen und gerade in der Anfangsphase Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden können. In diesem Fall werden die Betroffenen darüber informiert.

Warum werden jetzt schon 30-Jährige geimpft?

Gemäß den Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, werden Personen im Alter von über 65 Jahren mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer und Moderna geimpft. Personen unter 65 Jahren erhalten den Impfstoff von AstraZeneca. Eine Wahlmöglichkeit des Patienten besteht nicht. Durch die klare Zuweisung der Impfstoffe werden die Einzelgruppen (u-65 / ü-65) unterschiedlich schnell bedient.


Bei der Ausgabe von AstraZeneca fällt die priorisierte Personengruppe über 65 weg; somit werden derzeit vermehrt Bürgerinnen und Bürger in jüngeren Jahren geimpft, wenn sie der Gruppe mit der höchsten Priorität zugeordnet werden können:

  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v. a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin).


Beim Impfstoff von AstraZeneca ist es möglich Einzeldosen aus den Vials zu entnehmen. Somit besteht die Gefahr eines Verwurfes, aufgrund eines angebrochenen Vials wie bei Biontech nicht. Somit können wir versichern, dass es zu keinem Verwurf des knappen Impfstoffes kommt.

Wann erhalte ich einen Impftermin, wenn ich bereits COVID-19 hatte?

Personen die bereits an Covid-19 erkrankt waren, können 6 Monate nach überstandener Erkrankung einen Impftermin erhalten. Hierzu ist eine Empfehlung des Hausarztes/Facharztes erforderlich.


Bei der Registrierung wird die Frage gestellt, ob eine labordiagnostisch bestätigte COVID-19 Erkrankung vor liegt. Hier gibt es folgende Auswahlfelder:

  • Ja
  • Nein
  • Ja – aber Empfehlung Hausarzt/Facharzt liegt vor


Entsprechend ist die Antwort zu wählen. Sofern die Empfehlung vorliegt, wird die Person trotz überstandener Covid-19 Erkrankung eingeladen, sofern sie gemäß der Priorisierung an der Reihe ist.

Was geschieht mit ungenutzten Astra-Zenica Impfstoffen im Berchtesgadener Land?

Im Berchtesgadener Land gibt es keine ungenutzten AstraZenica Impfstoff. Alle zugeführten Impfstoffdosen konnten problemlos verimpft werden.

Warum werden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr nicht vorgezogen in der Impfreihenfolge?

Das Bundesgesundheitsministerium hat per Verordnung (Coronaimpfverordnung) die Reihenfolge der berechtigten Personengruppen festgelegt.


Gemäß § 4 Nr. 3 Coronaimpfverordnung (CoronaimpfV) gehören Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren zur Gruppe mit erhöhter Priorität. Änderungen der Impfreihenfolge können nur durch das Bundesgesundheitsministerium erwirkt werden.

Ich bin geimpft. Kann ich im Sommer in den Urlaub fahren, z. B. nach Italien?

Derzeit genießen geimpfte Personen keinen „Sonderstatus“ oder ähnliches. Ob ein Urlaub im Sommer möglich ist, kann derzeit nicht seriös prognostiziert werden.

Gibt es irgendwann einen speziellen Impfpass für Geimpfte?

Auf Ebene der Europäischen Union wird derzeit die Umsetzung eines digitalen Impfpasses diskutiert. Nach übereinstimmenden Medienberichten will die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen noch im März entsprechende Pläne für die Ausarbeitung eines solchen Dokumentes vorlegen.

Informationen zum Impfstoff von AstraZeneca

Durch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) werden mit dem Vakzin von AstraZeneca nur Personen unter 65 Jahre geimpft. Gemäß den Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, werden zukünftig Personen im Alter von über 65 Jahren mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer und Moderna geimpft. Personen unter 65 Jahren erhalten den Impfstoff von AstraZeneca. Eine Wahlmöglichkeit des Patienten besteht nicht.

Art des Impfstoffes

Der Impfstoff AstraZeneca ist ein sogenannter Vektor-Impfstoff. Der Impfstoff besteht aus den "Hüllen" harmloser Viren, die den „Bauplan“ (Abschrift der DNA) für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavius SARS-CoV-2 enthalten. Diese Vektoren werden von Körperzellen aufgenommen, die dann für eine kurze Zeit dieses Corona-Eiweiß (S-Protein) herstellen. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das S-Protein zu bilden. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit diesem Coronavirus kommt, wird dieser schnell durch das Immunsystem erkannt und gezielt bekämpft.


Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren. Auch die Vektoren können sich nicht vermehren.

Für wen ist der Impfstoff von AstraZeneca zugelassen?

Der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca wird aktuell aufgrund der derzeit verfügbaren Daten nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen; zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren liegen bisher keine ausreichenden Daten vor. Abgesehen von dieser Einschränkung wird dieser Impfstoff ebenfalls als geeignet zum Individualschutz und zur Bekämpfung der Pandemie angesehen. Direkte Vergleichsstudien zwischen den verschiedenen Impfstoffen fehlen.

Wie wurde der Impfstoff von AstraZeneca untersucht?

Der Impfstoff wurde in vier Studien mit insgesamt etwa 24.000 Teilnehmenden untersucht.


Die EMA hat bei der Prüfung der Wirksamkeit nur Daten zu Teilnehmenden ausgewertet, die zwei volle Impfdosen innerhalb von 4 bis 12 Wochen Abstand erhalten haben. Die Daten wurden im Mittel knapp 2 Monate nach der zweiten Impfung erhoben.


Die Studien haben untersucht, wie gut der Impfstoff AstraZeneca eine Erkrankung mit Covid-19 verhindern konnte. Darunter fielen alle Arten von Erkrankungen, von leicht bis schwer.

Wie gut wirkt der Impfstoff AstraZeneca?

In den Zulassungsstudien des Vektor-basierten Impfstoffs AZD1222 wurde in der Altersgruppe der 18–64-Jährigen eine Wirksamkeit von 71% gegen eine laborbestätigte COVID-19-Erkrankung ermittelt. Aufgrund der geringen Anzahl von StudienteilnehmerInnen in der Altersgruppe ≥65 Jahre, kann keine Aussage zur Wirksamkeit und Sicherheit bei Älteren getroffen werden. Dieser Impfstoff wird daher von der STIKO derzeit nur für Personen im Alter von 18–64 Jahren empfohlen. Für die Impfung sind zwei Dosen erforderlich, die nach STIKO Empfehlung im Abstand von 9 bis 12 Wochen verabreicht werden sollen. Die häufigsten lokalen Reaktionen waren Schmerzen an der Einstichstelle (54%). Unter den systemischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit (53%), sowie Kopfschmerzen (52 %) die häufigsten Ereignisse.

Ab wann schützt der Impfstoff von AstraZeneca?

Etwa 2 Wochen nach der ersten Dosis hat man schon einen gewissen Schutz gegen eine Covid-19-Erkrankung. Den mit dem Impfstoff AstraZeneca maximal erreichbaren Schutz hat man etwa 2 Wochen nach der zweiten Dosis.

Wirkt der Impfstoff auch gegen bekannte Mutationen?

Prof. Christian Drosten hat hierzu im „Corona-Update“ auf NDR Info Stellung genommen.


Die zitierte Studie, welche auf eine geringere Wirksamkeit gegen die südafrikanische Mutation hinweist, ist differenziert zu betrachten. Besagte Studie wurde mit einer geringen Personenanzahl durchgeführt. Um eine objektive Betrachtung zu erreichen, ist eine Vielzahl von Studien erforderlich, die nebeneinander betrachtet werden müssen. Daher kann dies zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden.


Zur Wirksamkeit gegen die britische Mutation liegen mehr Daten vor. Diese weisen darauf hin, dass eine Wirksamkeit gegen die britische Variante (B.1.1.7) gegeben ist.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Es ist normal, dass nach einer Impfung bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Denn es kann zeigen, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Meist sind die Nebenwirkungen leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder.


Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat die Nebenwirkungen von AstraZeneca auf Basis von Daten zu etwa 24.000 Personen ausgewertet.


Wie häufig traten vorübergehende Nebenwirkungen auf?

Reaktionen an der Einstichstelle
(Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Rötung oder Schwellung)

bei 75%

Körperliche Beschwerden
(Erschöpfung, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Muskelschmerzen)

bei 73%


Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass es durch die Impfung zu schweren Nebenwirkungen kommt.

Kontakt

Impfzentrum Berchtesgadener Land

Industriestraße 9
83404 Ainring

  • +49 8654 58839 40

Telefonische Erreichbarkeit

täglich von 8:30 bis 17:00 Uhr (auch am Wochenende)

Hinweis: Zum Wochenbeginn sind die Telefonleitungen in der Regel stark ausgelastet.

Fragen zu Terminvereinbarung und Registrierung an

Medizinische Fragen an


Sobald Impf-Termine zur Verfügung stehen, werden die entsprechenden Bürgerinnen und Bürger, die sich online oder telefonisch registriert haben, zur Terminvereinbarung aufgefordert.

Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag: 07:30 – 20:00 Uhr

Formulare