12 Laiendolmetscher zertifiziert

EU-Bürger, Drittstaater & Nationalität
15. November 2017

Anlässlich eines Festakts im Landratsamt Berchtesgadener Land wurden 12 Laiendolmetschern von Stellvertretendem Landrat Rudolf Schaupp gemeinsam mit Dolmetscherin Antje Bommel ihr Zertifikat überreicht. Es stehen nun Laiendolmetscher für die Sprachen Afghanisch, Arabisch, Dari, Farsi, Paschto, Persisch, Pandschabi, Syrisch, Türkisch, Urdu und Tigrinja zur Verfügung. Die neuen Laiendolmetscher können über die Caritas Geschäftsstelle Bad Reichenhall, Anschi Kögler, gebucht werden.

Gerade für die Flüchtlingssprachen stehen oftmals keine Dolmetscher zur Verfügung. In der Vergangenheit musste oft auf Flüchtlinge, teilweise mit sehr geringen Deutschkenntnissen, zurückgegriffen werden. Doch Dolmetschen will gelernt sein. Die Person muss sich inhaltlich abgrenzen können und gelernt haben, nur das zu  übersetzen, was auch tatsächlich gesagt wird.


Aus diesem Grund suchte Ehrenamtskoordinatorin im Bereich Asyl, Andrea Krammer, nach Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. Bei ihrer Recherche stieß sie auf Antje Bommel, die selbst als Dolmetscherin seit mehr als 20 Jahren tätig ist und diese Ausbildung bereits in zwei anderen bayerischen Landkreisen durchgeführt hat.


Astrid Kaeswurm, Integrationslotsin des Landkreises, schloss ihre Ansprache mit einem Zitat von Konfizius, das nach mehr als 2000 Jahren aktueller ist als je zuvor: „Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden“.  


Stellvertretender Landrat Rudolf Schaupp begrüßte die Vertreter der Wohlfahrtsverbände, die freiwilligen Helfer und die Freunde der Laiendolmetscher. Er dankte den neuen Laiendolmetschern für ihre Bereitschaft, den Landkreis in dieser Weise zu unterstützen und wies noch einmal drauf hin, dass die neu zertifizierten Laiendolmetscher, bei Behörden, Ärzten, Anwälten, Schulen und in vielen anderen Gebieten eingesetzt werden können.


Im Anschluss an die Zertifikatsverleihung nahmen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit zu einem regen Gedanken- und Meinungsaustausch wahr.

Die Stelle der Integrationslotsin wird gefördert durch:
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