Das TTZ wird in Trägerschaft und enger Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Rosenheim realisiert. Die Max-Aicher-Förderstiftung finanziert eine Stiftungsprofessur für mindestens fünf Jahre, das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die Laborausstattung sowie den Aufbau eines Forschungsteams mit insgesamt 5,9 Millionen Euro.
Mit dem heutigen Beschluss des Kreistags für den neuen Wissenschaftsstandort holt der Landkreis nicht nur Hochschulpräsenz und angewandte Forschung in die Region, sondern setzt gezielt auf die Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts. Schwerpunkte des TTZ sind Baubiologie, Wohngesundheit und Baustoffrecycling – Themen mit hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz. Langfristig soll ein europaweit führendes Kompetenzzentrum mit bis zu 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entstehen.
„Das TTZ bringt starke Impulse für technologische Entwicklungen und nachhaltiges Wachstum in unsere Region“, betont Landrat Bernhard Kern. „Das TTZ für Baubiologie und Wohngesundheit ist ein wichtiger Baustein für den Wissenstransfer von der Hochschule in die Wirtschaft. Die Unternehmen in der Region profitieren von unserem umfassenden Know-how im Bereich gesundes und nachhaltiges Bauen“, hebt Hochschulpräsident Professor Heinrich Köster hervor.
Der Kreistag hat nun den Beschluss für den Ausbau bestehender, derzeit ungenutzter Räumlichkeiten im 1. Obergeschoss am Gesundheitscampus Freilassing gefasst und stellt hierfür Investitionsmittel von rund 1,2 Mio. Euro zur Verfügung. „Das TTZ stärkt das Areal Gesundheitscampus erheblich. Für einen zeitnahen Start der Umbauarbeiten ist noch die Zustimmung der Stadt Freilassing zur Nutzungsänderung als bauplanungsrechtliche Grundlage für die nächsten Umsetzungsschritte erforderlich. Damit entsteht in Freilassing ein Wissenschaftsstandort mit Strahlkraft weit über die Region hinaus“, so Landrat Bernhard Kern.